Einwahlmöglichkeiten in das Rechenzentrum der HUB

Im Rechenzentrum ist ein "NetBlazer" der Firma Telebit mit 32 seriellen Ports installiert. Dieser arbeitet als Terminal- bzw. Modemserver und kann auch als IP-Wählrouter betrieben werden. Unter den Sammelnummern 2 01 05 46 (8), 20 93-26 73 (5) und 2 04 36 40 (8) sind z.Z. 21 Wählmodems angeschlossen, die alle Übertragungsverfahren von 300 bis 28800 bit/s (V.34,V.FastClass/Rockwell) und Fehlerkorrektur bzw. Datenkompression nach V.42bis und MNP5 unterstützen. Über die Querverbindungen sind diese Modems ebenfalls erreichbar (20 93-26 73). Die Sammelnummer 2 04 36 40 ist für Mitarbeiter reserviert. Die Einwahlnummer 20 93-26 73 wird in Kürze auf 16 Leitungen aufgerüstet. Eine zusätzliche Sammelnummer mit acht Anschlüssen wird dann über die TK-Anlage im Hauptgebäude geschaltet. Auch diese bleibt Mitarbeitern vorbehalten. Die beiden anderen Nummern entfallen ab diesem Zeitpunkt. Am Terminalserver sind auch vier ISDN-Adapter angeschlossen. Unter http://www.rz.hu-berlin.de/inside/rz/netzint/stat/ kann man sich einen Überblick verschaffen, wie der Terminalserver durchschnittlich ausgelastet ist.

Die Einwahl steht allen registrierten Nutzern offen. Sie müssen im Besitz eines gültigen Accounts sein, der bei der Benutzerberatung beantragt werden kann
(s. auch "Was muß ich tun, um eine Mailbox zu bekommen" in diesem Heft).

Einwahl mit Wählmodem

Sie benötigen dazu ein Wählmodem und auf dem PC eine geeignete Terminalemulation wie MS-Terminal, PROCOMM, TERM90 oder eine andere VT100-Emulation. Bei schnellen Modems ist im PC eine gepufferte serielle Schnittstelle mit einem UART 16550 (FIFO) sinnvoll. Unter MS Windows treten andernfalls bereits bei Geschwindigkeiten ab 9600 bit/s Probleme auf. Mit dem MS-DOS Programm MSD kann man feststellen, ob im PC eine gepufferte Schnittstelle vorhanden ist.

Meist ist ein Einschubmodem günstiger als ein externes, da Kabel und Netzteil entfallen und die serielle Schnittstelle mit FIFO integriert ist. Da DOS nur zwei serielle Schnittstellen unterstützt, muß in diesem Fall - falls vorhanden - COM2 oder COM1 im PC disabled werden (s. Einbauvorschrift für die vorhandene Schnittstellenkarte). Sie müssen in Ihrem Emulationsprogramm Schnittstellenparameter eintragen (z.B.: COM2 - 19200 Baud - Hardware-Flußsteuerung)

Die Schnittstellengeschwindigkeit sollte höher liegen als die Übertragungsgeschwindigkeit auf der Leitung. Das Modemprofil muß entsprechend eingestellt sein. Meist funktioniert die Werkseinstellung des Modems (AT&F). Vergleichen Sie hierzu Ihr Modemhandbuch! Danach sollte Ihr Modem auf das Kommando ATI antworten. Mit dem Modembefehl ATDP 2010546 (ATDT bei Tonwahl) wählen Sie den Sammelanschluß des Rechenzentrums an. Eine Nachricht wie CONNECT 19200/V32b 14400/V42.b zeigt den erfolgreichen Verbindungsaufbau zwischen den Modems an. Kommt keine vernünftige Verbindung zustande, kann das an einer mangelhaften Telefonleitung liegen. Nach der Ausschrift tserv login: geben Sie Ihr Kennzeichen und Paßwort ein. Sie werden dann gefragt, ob Sie eine Internetverbindung mit SLIP oder PPP aufbauen möchten ( Abbildung). Antworten Sie mit nein, werden Sie nach der Aufforderung tserv:TOP> durch das Kommando telnet <hostname> bzw. rlogin <hostname> mit einem UNIX-Host verbunden.

Hinweis:

Bei Accounts, die mit h0444 beginnen, wird defaultmäßig ein "rlogin -8 amor" ausgeführt, wenn nicht SLIP oder PPP gewählt wurde.

Bitte beachten Sie, daß die Qualität der Telefonverbindungen sehr unterschiedlich sein kann. Die Verwendung von Modems mit Fehlersicherung (vorzugsweise V.42bis) ist daher in jedem Fall angeraten. Mitunter wird bei schlechten Verbindungen keine Fehlersicherung zwischen den Modems ausgehandelt. Dann erscheinen über kurz oder lang mysteriöse Zeichen auf dem Bildschirm, oder es treten andere rätselhafte Effekte auf. In diesen Fällen hilft nur, die Verbindung abzubrechen (evtl. Modem entsprechend konfigurieren). Mitunter kann es erforderlich sein, die Geschwindigkeit bis auf 2400 bit/s herabzusetzen. Gegebenenfalls sollte die Zeit erhöht werden, die dem Modem zum Handshaking zur Verfügung steht (meist Register 7; ATS7=80). Achten Sie bei Problemen auch auf die Wählgeräusche, die Modemsignaltöne (Pfeifen, Rauschen...) und die Anzeigen Ihres Modems! Meist ist auch ein Trace zum Auffinden von Fehlern möglich und empfehlenswert.

Für die Dateiübertragung zwischen PC und Host kann Kermit oder Z-Modem verwendet werden. Diese Programme sind auf den meisten Rechnern verfügbar (z.B. Amor, Hpcom, Joker). Z-Modem erfordert 8 Bit pro Zeichen. Dies erreicht man durch die Kommandos: rlogin -8 <hostname> bzw. telnet -b <hostname>. Zu Kermit und X-/Y-/Z-Modem existieren auf dem WWW-Server Beschreibungen.

Internetzugang mit SLIP oder PPP

Um Internet-Dienste (z.B. WorldWideWeb, Mail, News) vom eigenen PC nutzen zu können, benötigen Sie entsprechende Clientsoftware (z.B. Netscape, Eudora) sowie Software, die SLIP (Serial Line IP) oder PPP (Point to Point Protocol) unterstützt (z.B. Trumpet Winsock für Windows 3.x). Solche Software arbeitet meist mit Wählskripts, die an die Umgebung angepaßt werden müssen. Dabei muß auf die Frage nach SLIP oder PPP im Logindialog mit S bzw. P geantwortet werden. Folgende Einstellungen sind erforderlich:

Netzmaske255.255.255.0

Remote IP Addresse bzw. Gateway141.20.199.1

Name Server141.20.1.3

Die eigene IP-Adresse wird nach Login mitgeteilt. Sie wird dynamisch vergeben und kann bei jedem Login anders sein. Die IP-Adresse muß bei SLIP der Nachricht Packet mode enabled for IP address: 141.20.199.xx entnommen werden. Bei PPP wird die IP-Adresse vom Protokoll ausgehandelt. Header Compression (CSLIP) ist möglich und wird vom NetBlazer automatisch erkannt.

Beschreibungen zum Aufbau einer IP-Verbindung können vom WWW-Server des RZ abgerufen werden (http://www.rz.hu-berlin.de/inside/rz/netzint/einwahl.html).

Einwahl über ISDN

Die Einwahl über ISDN ist ebenfalls möglich. Sie benötigen dazu einen ISDN-Terminaladapter oder eine ISDN-Karte. ISDN-Adapter sind leichter zu handhaben, aber auch teurer. Außerdem wird PC-Software benötigt, die Bitratenadaptation nach X.75 (64 kbit/s asynchron, zunächst ohne Kompression) unterstützt. In naher Zukunft wird auch HDLC angeboten werden. Z.Z. sind am NetBlazer vier Adapter vom Typ ELINK 310 angeschlossen. Damit wurde die Anzahl der Geräte verdoppelt. Im Augenblick werden Beschaffungen getätigt, um die Kapazität weiter zu erhöhen. Ein Primärmultiplexanschluß wird dann 30 B-Kanäle zur Verfügung stellen, die zur ISDN-Einwahl genutzt werden können. Voraussichtlich im September wird die Realisierung erfolgen.

Sie können den Terminalserver unter den ISDN-Nummern 20 16-02 61 und 20 16-00 01 erreichen (je zwei B-Kanäle).

Die Konfiguration von Software stellt an den Benutzer meist hohe Anforderungen. Andererseits gibt es aber auch gut funktionierende Shareware-Lösungen, wie zum Beispiel WISPA in Verbindung mit Trumpet Winsock. In Kürze wird auf dem WWW-Server des RZ eine Publikation zur ISDN-Einwahl unter Windows 3.x erscheinen. Entsprechend vorkonfigurierte Software wird dann ebenso erhältlich sein. Dem Anwender sollte aber stets bewußt sein, daß die Konfiguration einer IP-Verbindung im "Netz der phantastischen Möglichkeiten" (Eigenwerbung der Telekom) kein Plug & Play ist.

Klemens Müller
Jens-Uwe Winks

Rückfragen an:

Benutzerberatung E-Mail: oper@rz.hu-berlin.de
Tel.-Nr.: 2093-2163
Klemens Müller E-Mail: Kmueller@rz.hu-berlin.de
Jens-Uwe Winks E-Mail: Winks@rz.hu-berlin.de
WWW: http://www.rz.hu-berlin.de/~h0054syj/


Abbildung: Login-Dialog auf "Tserv"

ATZ
OK

ATDT 0,2010546

CONNECT 19200/V32b 14400/V42b

Willkommen auf tserv.rz.hu-berlin.de!
Bitte geben Sie 
Kennzeichen und Passwort ein!

tserv login: h0815dau

Password:

ACHTUNG!!!! Neue zusaetzliche Sammelnummer!!! Nur fuer Mitarbeiter!!!

Tue May  7 11:24:17 1996, Up 9:05, 7 user(s)

Moechten Sie mit SLIP/CSLIP oder PPP arbeiten (H = 
Hilfe) ? {S|P|N(default)}:_