- und wenn Sie Pech haben, verfügen Sie am Ende
über sieben verschiedene Telefonnummern und drei verschiedene
Anschriften, zwischen denen Sie sich dann entscheiden müssen.
Jeder Außenstehende wird meinen, daß es
überflüssig sei, mehrere Verzeichnisse akribisch, mit viel
persönlichem Engagement und natürlich viel dv-technischer
Unterstützung zu pflegen.
Das ist richtig, aber
wie baut man ein einheitliches Verzeichnis für die gesamte
Universität auf und verändert dabei langsam gewachsene
organisatorische Strukturen? Wie überführt man die
einsame Datensammelei in wirkungsvolle Team-Arbeit? Wie teilt man
die Pflege von Teildatenbeständen zwischen zentraler und dezentraler
Verwaltung sinnvoll auf? Wie realisiert man organisatorisch und
technisch den gemeinsamen Zugriff auf einen zentralen Datenbestand?
Wie schützt man einen zentralen Datenbestand mit dezentralen
Zugriffen vor Mißbrauch?
Eine durchdachte
organisatorische Lösung ist die wichtigste Voraussetzung für
ein solches Unternehmen.
Zugleich ist in der Verwaltung nichts schwieriger durchzusetzen als die Umstellung der Organisation.
Im Ergebnis entstand ein Diskussionspapier, das zunächst mit einigen Verzeichnisbearbeitern besprochen wurde. Hierin wird von einer zentralen Datenbank ausgegangen, die in ihrem Aufbau alle für die verschiedenen Auskunftsverzeichnisse erforderlichen Angaben aufnimmt. Über Masken kann auf diese Daten von verschiedenen Arbeitsplätzen aus zugegriffen werden. So wird garantiert, daß jeder Bearbeiter genau die Angaben sieht, die er für seine Arbeit unbedingt benötigt. Gleichzeitig kann so das Prinzip verfolgt werden, daß die Pflege der Daten auf breite Schultern verteilt werden kann. Theoretisch kann jede Fakultätsverwaltung genau ihre Telefondaten vor Ort bearbeiten.
Abb. 1: Die Eingabemaske der Telefonzentrale
Nach außen (Internet und
Intranet) sollen die Daten über den zentralen WWW-Server der HU
einsehbar sein. Natürlich muß beim Grad der
Veröffentlichung zwischen universitätsweiter und darüber
hinausgehender Darstellung unterschieden werden.
Für die entsprechenden Ausdrucke (Universitätsverzeichnis,
E-Mail-Übersicht etc.) können verschiedene Tools (z.B. WinWord)
genutzt werden, die über ODBC-Treiber Daten aus der zentralen
Datenbank einlesen und in die zur Gewohnheit gewordene Form bringen.
Selbst der Telefoncomputer der Telefonzentrale wird so
über eine Netzkarte regelmäßig mit den Änderungen im
Datenbestand versorgt werden können.
Um seine
Umsetzbarkeit zu demonstrieren, entstand parallel zu diesem Konzept der
erste Ansatz der DV-Lösung.
Die zentrale
Datenbank entstand auf der Basis des Datenbanksystems SYBASE. Für
die Telefonzentrale wurde eine Zugriffsmaske auf der Basis von
"Powerbuilder" programmiert.
Die Darstellung
über den WWW-Server (URL:
http://webmania.rz.hu-berlin.de/stat/telhub.html) erfolgt mit Hilfe
von C-Programmen, die mittels SQL-Abfragen dynamisch HTML-Dokumente
erstellen, die dann mit einem WWW-Browser angezeigt werden können.
Die bisher parallel dazu gepflegte Datenbank der
Zentralen Universitätsverwaltung wurde aufgelöst.
In Kürze wird auch die Übertragung der Daten
zum Auskunftscomputer der Telefonzentrale realisiert sein.
Wer ist befugt bzw. verpflichtet, eine Änderungsmeldung an die Bauabteilung zu versenden?
Welche Vorkehrungen sind im Sinne des Datenschutzes erforderlich?
Welche Informationen dürfen in welcher Form veröffentlicht werden?
Dazu gibt es durchaus unterschiedliche Standpunkte, die im Sinne der Universität geklärt werden müssen.
Abb. 2: Recherche im Telefonbuch über den WWW-Browser
Bisher enthält die erstellte Datenbank
fast ausschließlich Rufnummern, die die Einwahl 2093 haben. Das
wird sich zweifellos im Laufe des Jahres ändern. Datenbanken, die z.
B. in der Universitätsbibliothek separat bestehen, sollten
schrittweise in der zentralen Datenbank aufgehen.
Und
wenn die Telefonverzeichnisse zur Jahresmitte in der richtigen Bahn sind,
kann vielleicht endlich auch eine äquivalente Lösung für
das Vorlesungsverzeichnis der Universität gefunden werden.
Katrin Lányi, RZ
E-Mail:
katrin=lanyi@rz.hu-berlin.de