RZ-Mitteilungen
Nr. 23
Mai 2002
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Editorial

Dr. Frank Eveslage
Vizepräsident für Haushalt, Personal und Technik

Liebe Leserinnen und Leser,

es ging bundesweit durch die Wissenschaftslandschaft, dass die Humboldt-Universität zu Berlin seit September 2000 eine neue Leitungsstruktur hat, die vor allem aus einem hauptamtlichen Präsidium besteht. Konkret heißt das, dass es keinen Kanzler mehr an der Humboldt-Universität zu Berlin gibt, der die gesamte zentrale Universitätsverwaltung leitet. Mit der Aufgabe der Kanzlerfunktion wurden entsprechend der Ressortverteilung im Präsidium auch die dazugehörigen Verwaltungsabteilungen den hauptamtlich tätigen Vizepräsidenten zugeordnet. So ging die Studienabteilung in das Ressort des Vizepräsidenten für Studium und Lehre über, die Forschungsabteilung wechselte in das Ressort des Vizepräsidenten für Forschung, die Rechtstelle wurde dem Präsidenten direkt zugeordnet, und das bis dahin existierende Präsidialamt wurde aufgelöst und in seinen Bestandteilen neu geordnet.

Auch wenn aus Kanzlerkreisen immer wieder zu hören ist, dass man diese Reform nicht so richtig ernst nimmt, weil mit dem Vizepräsidenten für Haushalt, Personal und Technik die wesentlichen Kanzlerfunktionen noch in einem Ressort existieren, so bleibt dennoch festzuhalten, dass dieser Vizepräsident „nur" einer von vieren ist und somit die funktional dominante Stellung eines Kanzlers an der Humboldt-Universität zu Berlin in der Tat nicht mehr existiert.

Diese Neuordnung der zentralen Universitätsverwaltung hat aber auch eine Komponente, die sich insbesondere im Bereich der Datenverarbeitung bzw. der DV-Anwendung in der Verwaltung der Universität erschwerend auswirkt. Während noch unter der alten Leitungsstruktur ein seit 1994 eingeführtes Organisationskonzept der DV in der Verwaltung existierte, das folgende 3 Ebenen vorsah:

  • Kanzler,
  • Steuerungsgruppe „Verwaltungsnetz",
  • Projektgruppe des Rechenzentrums,

so stellte sich mit der neuen Leitungsstruktur folgerichtig die Frage nach der weiteren Verfahrensweise im Umgang mit der DV in der Verwaltung.

Dieses „alte" Organisationskonzept hatte sich beim Aufbau des Verwaltungsnetzes sehr bewährt und der Kanzler war der direkte Auftraggeber der Steuerungsgruppe und traf die Finalentscheidungen hinsichtlich der strategischen Ausrichtung und Ressourcensteuerung, bezogen auf das Verwaltungsnetz. Er trug gemeinsam mit den von ihm beauftragten Abteilungen die Verantwortung für die Umsetzung der DV-Konzeption in der Universitätsverwaltung.

Nach gründlicher Diskussion der neuen Gegebenheiten im Zusammenhang mit der geänderten Leitungsstruktur wurde daraufhin im Präsidium der Humboldt-Universität zu Berlin entschieden, diese Organisationsstruktur im Hinblick auf die DV in der Verwaltung prinzipiell beizubehalten, jedoch die personelle Zusammensetzung der Steuerungsgruppe „Verwaltungsnetz" zu verändern.

Die Steuerungsgruppe wird jetzt vom Vizepräsidenten für Haushalt, Personal und Technik geleitet. Sie besteht aus 7 Mitgliedern:

  • der Vertreterin des Personalrates,
  • dem Behördlichen Datenschutzbeauftragten,
  • dem Leiter der Abteilung für Personal und Personalentwicklung,
  • der Leiterin eines Referates der Abteilung für Personal und Personalentwicklung,
  • der Verwaltungsleiterin einer Fakultät,
  • dem Direktor des Rechenzentrums,
  • der Abteilungsleiterin „DV in der Verwaltung" des Rechenzentrums.

Die Steuerungsgruppe wurde durch das Präsidium ausdrücklich autorisiert, ressortübergreifende Entscheidungen in der Frage der DV in der Verwaltung zu treffen und deren Umsetzung zu veranlassen. Das war vor allem unter dem Gesichtspunkt der dauerhaften Gewährleistung der Soft- und Hardware-Kompatibilität in der Verwaltung erforderlich und hat sich auch ganz eindeutig bewährt.

Das neue Organisationskonzept sieht nunmehr 2 Ebenen vor: die Steuerungsgruppe, deren Aufgabe vor allem in der Ziel- und Prioritätensetzung beim DV-Einsatz in der Verwaltung besteht, und die Projektgruppe des Rechenzentrums, die für die praktische Umsetzung der Vorgaben der Steuerungsgruppe verantwortlich ist. In den Abteilungen der Verwaltung werden darüber hinaus DV-Ansprechpartner eingesetzt, die vor Ort als DV-Koordinatoren wirken. Für folgende DV-Probleme ist z. B. ein Ansprechpartner in der Verwaltung vor Ort zuständig:

  • Veröffentlichungen der Universitätsverwaltung im WWW, wie z. B. Organigramm zur Universitätsstruktur, Überarbeitung der Organisationskennzahlen (OKZ),
  • Anträge zur Aufnahme neuer Mitarbeiter in das Verwaltungsnetz,
  • Mitteilungen über Weggang von Mitarbeitern und damit Streichung des Netzzuganges,
  • Festlegung von gruppenbezogenen Nutzerrechten im Netz, wie z. B. Zugriff auf Netzlaufwerke,
  • Abstimmung bei der Einrichtung eines elektronischen Kalenders,
  • Koordinierung der Hardware- und Softwarebeschaffungen.

Wir haben somit an der Humboldt-Universität zu Berlin auch weiterhin eine starke Zentralisierung bei der Entscheidungsvorbereitung und -durchführung in allen DV-Fragen in der Verwaltung, und wir werden dies auch künftig beibehalten.

Nach diesem Exkurs „in eigener Sache" möchte ich Sie herzlich einladen, sich den hier vorliegenden Rechenzentrumsmitteilungen zuzuwenden. 1994 und 1997 wurde bereits über den Aufbau und die Weiterentwicklung der DV-Unterstützung in der Universitätsverwaltung berichtet. Dieses Heft soll nun die kontinuierliche Weiterentwicklung dokumentieren. Vieles von dem, was 1997 noch als Forderung gestellt wurde, gehört inzwischen zum normalen Arbeitsalltag. Nahezu alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung verfügen über einen vernetzten PC. Die E-Mail-Nutzung und der elektronische Austausch von Daten sind selbstverständlich geworden und immer mehr Verwaltungsprozesse funktionieren nur noch mit Unterstützung durch die Datenverarbeitung. In den folgenden Beiträgen wird ebenfalls deutlich, welcher personelle und technische Aufwand erforderlich ist, um den erreichten Stand zu halten.

Der in den letzten Jahren erreichte Fortschritt ist spürbar und wir können auch stolz darauf sein. Wir sollten in unseren Bemühungen um die Verbesserung und Weiterentwicklung nicht nachlassen.

Ich wünsche Ihnen einen interessanten Lesestoff und uns gemeinsam eine angeregte Diskussion.

Ihr