RZ-Mitteilungen
Nr. 23
Mai 2002
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Weitere Artikel aus dem cms-Journal Nr. 23 finden Sie auf dem edoc-Server der Humboldt-Universität zu Berlin unter http://edoc.hu-berlin.de/cmsj/23
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Elektronischer Studienführer

Frank Schneider (Studienabteilung)
frank=schneider@uv.hu-berlin.de
Katrin Lányi
lanyi@rz.hu-berlin.de

Abstract

Als zweiter großer Schwerpunkt auf dem Gebiet des Angebotes der Humboldt-Universität im WWW entstand im Laufe des letzten Jahres ein elektronischer Studienführer, einzusehen unter der URL: www.hu-berlin.de/studium/esf.


Alle Informationen zu einem Studiengang auf einen Blick

Ziel war es, einen Gesamtüberblick über die an der HU studierbaren Fächer und Detailinformationen zu den Fächern möglichst komprimiert und gut auffindbar anzubieten. So werden hier zu jedem Fach angezeigt: die Liste der möglichen Abschlüsse, die Regelstudienzeit, die Unterrichtssprache, die Aufnahmebedingungen für einen Studiengang (z. B: ob eine Eignungsprüfung abgelegt werden muss), Termine, Fristen und relevante Adressen zu Bewerbung bzw. Einschreibung, Links zu Studien-, Prüfungs- und Promotionsordnungen, die NC-Werte des vergangenen Semesters usw. Auch Links zur Homepage des ausrichtenden Institutes, zum Vorlesungsverzeichnis und zu den verschiedenen zur Bewerbung/Einschreibung erforderlichen Formulare fehlen nicht. Darüber hinaus vervollkommnet eine gezielte Suche nach Studienfächern die Darstellung. Hier wurde berücksichtigt, dass Studiengänge an den verschiedenen Hochschulen unterschiedlich heißen können. Dadurch wird beispielsweise der Studiengang „Rechtswissenschaft" auch gefunden, wenn als Suchbegriff „Jura" eingegeben wurde.

Inhaltsverzeichnis

Alle Informationen zu ein...

Das Umfeld gehört dazu ...

Die Technologie ...

Ausbau im Laufe des Jahre...


Das Umfeld gehört dazu

Zu einem echten Studienführer gehört jedoch nicht nur eine Fächerliste. Für Studienanfänger ist das Umfeld der Universität genauso interessant. Was bietet Berlin als aufregende Metropole und als Studienort? Wie ist meine Universität strukturell und verwaltungstechnisch aufgebaut? Welche studentischen Arbeitsgruppen gibt es in Berlin? – Bewerbung und Einschreibung sind schließlich nur der Anfang eines Studiums. Aus diesem Grunde haben wir uns bemüht, eine elektronische Variante der unter dem Titel „Rettungsring" erscheinenden Publikation zu erstellen – zu einem relativ ungünstigen Zeitpunkt, da der „Rettungsring" ab Oktober in neuer Form erscheinen wird. Dann wird er nicht mehr für die Humboldt-Universität allein, sondern für alle Universitäten Berlins gelten.


Die Technologie

Sybase, ODBC und Access

Natürlich dürfen an dieser Stelle ein paar Bemerkungen zu den eingesetzten Technologien nicht fehlen. Den Kern des Studienführers bildet eine Sybase-Datenbank. Um die Daten an den Arbeitsplätzen, an denen sie anfallen, erfassen zu können, wurde eine Access-Oberfläche programmiert, die auch die Aufgabe hat, so wenige Eingabefehler wie möglich zuzulassen. Diese Access-Datenbank bindet die Sybase-Tabellen über die ODBC-Schnittstelle ein und behandelt sie wie Access-eigene Tabellen. Um Änderungen an der Erfassungssoftware gegenüber möglichst flexibel zu sein, wurde die Access-Datei auf dem Terminalserver der Universitätsverwaltung abgelegt. Anwender aus der Studienabteilung greifen ausschließlich über Citrix auf diese Datenbank zu. Wenn Änderungen an der Software durchgeführt werden, müssen diese nicht mehr bei jedem Nutzer einzeln installiert werden. Die neue Version wird einfach auf den Terminalserver kopiert.

Die Darstellung ausgewählter Daten im Web erfolgt über PHP-Skripte.

Ableitungen für diverse Veröffentlichungen (z. B. Entwicklungsstand neu einzurichtender Studiengänge, Studienangebot oder die Vorlage zu Zulassungszahlen für den Akademischen Senat) werden zukünftig über einen Seriendruck in Winword und die zugrunde liegende ODBC-Schnittstelle erfolgen.

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Abb. 1: „Elektronischer Studienführer im WWW"

Von Winword über XML zu HTML

Vielleicht interessanter ist die jetzt erstmals eingesetzte Technologie zur Übertragung der Ordnungen, also Studien-, Prüfungs-, Promotionsordnungen etc., in eine webtaugliche Darstellung. Voraussetzung für eine gute Umsetzung von Word-Dokumenten in HTML über den Weg der XML-Formatierung ist ein gut strukturiertes Word-Dokument. Auf dieser Struktur baut die anschließende XML-Formatierung auf.

Um aus dem Word- ein XML-Dokument zu erzeugen, ist ein Word-Plugin nötig. Bei unseren Arbeiten haben wir das „mediaTEXT XML Writer" Plugin genutzt.

Das Plugin liest die Formatierung des Word-Dokuments aus und kennzeichnet im entstehenden XML-Dokument die unterschiedlichen Formatabschnitte durch selbstdefinierbare Tags.

Um das XML-Dokument in einem HTML-Browser anzeigen zu lassen, müssen dem Browser die selbstgewählten Tags noch verständlich gemacht werden. Zu diesem Zweck steht eine XSLT-Datei zur Verfügung. Diese Datei ist eine sogenannte Stylesheetdatei, die eine Transformation nach HTML vornimmt. Dabei werden die Tags von der Datei gelesen und in eine in Struktur und Gestaltung vorgegebene HTML-Datei transformiert. Der Vorteil: Alle so entstehenden HTML-Dateien sind gleichartig aufgebaut. Komponenten, die die Lesbarkeit der Dokumente verbessern – wie z. B. ein Inhaltsverzeichnis am Dokumentanfang – werden mit Hilfe des Stylesheets automatisch erzeugt und sind als Link im Browser auch anklickbar. Neuere Browser können XML-Dokumente bereits darstellen, wenn sie zugleich über eine Stylesheetdatei verfügen. Für ältere Browser gibt es die Möglichkeit, über eine Erweiterung des Webservers, beispielsweise das XML-Framework Cocoon, die Umsetzung zur Laufzeit serverseitig vornehmen zu lassen. Darüber hinaus gibt es natürlich noch die Möglichkeit, sich die Umsetzung als HTML-Dokument in einem neueren Browser anzeigen zu lassen und diese dann als statische Seite auf dem Webserver abzulegen.

Inhaltsverzeichnis

Alle Informationen zu ein...

Das Umfeld gehört dazu ...

Die Technologie ...

Ausbau im Laufe des Jahre...


Ausbau im Laufe des Jahres

Welches System ist schon perfekt? Natürlich bleiben auch bei der ersten Version des Studienführers Wünsche offen. Für den Ausbau sind verschiedene Richtungen angedacht, die wichtigste ist wahrscheinlich die Mehrsprachigkeit. Mindestens eine englische Version wird im Laufe dieses Jahres noch entstehen.

Wünschenswert wäre darüber hinaus eine Kopplung zu den anderen Berliner Universitäten, etwa in dem Sinne, dass zu einem Studiengang, der ggf. an der HU nicht im Sommersemester angeboten wird, alternative Angebote an Universitäten in der näheren Umgebung angezeigt werden.