Das Erwin Schrödinger-Zentrum wird häufig als das Kernstück des Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Campus der Humboldt-Universität in Berlin-Adlershof betrachtet. Es ist ein Haus, im Zentrum des Campus gelegen, das zum einen die direkte Kommunikation fördern und zum anderen Dienstleistungen auf höchstem technischen Niveau als Unterstützung für moderne Forschung, Lehre und Studium anbieten soll. In dem Artikel werden das neue Konzept für das Informationsmanagement am Standort dargelegt und die Besonderheiten des Hauses beschrieben.

Die wissenschaftliche Kommunikation befindet sich gegenwärtig sicher im größten Wandel ihrer bisherigen Geschichte. In weniger als 30 Jahren hat sich in allen Gebieten des wissenschaftlichen Arbeitens der Computer seine Stellung erobert, so dass er heute nicht mehr wegzudenken ist. Nach anfänglich ausschließlich zentral verfügbarer Rechenkapazität für ausgewählte naturwissenschaftliche Forschungsarbeiten befindet sich die Computertechnik heute an jedem Schreibtisch, in jeder vierten Aktentasche eines Studierenden, und der Ausfall des Rechnernetzes von auch nur wenigen Minuten bringt einen Proteststurm hervor, wie wir ihn früher vielleicht nur bei einer defekten Telefonanlage o. ä. kannten. Wenn aber nun jeder seinen Rechner hat und einen stabilen Zugang zu den weltumspannenden Ressourcen des World Wide Web, dann entstehen die Fragen:
Diese und weitere Fragen galt es zu beantworten, als die Planungen zu diesem Haus begannen. Im Oktober 1995 wurde deshalb ein Workshop mit rund 150 Teilnehmern organisiert, in dem wir gemeinsam mit auswärtigen Kollegen die Entwicklungsrichtungen diskutiert haben. Der Workshop stand unter dem Thema: »Die Bibliothek der Zukunft, Planungen für ein Informations- und Kommunikationszentrum in Adlershof«. Im nachfolgenden Artikel sind die Thesen zum damaligen Workshop nochmals dargestellt. Nicht alles, was vor rund acht Jahren prognostiziert wurde, ist so eingetroffen, auf den Grundaussagen ließ sich jedoch aufbauen.
Damals wie heute muss der Ausgangspunkt die Charakterisierung der Hauptprozesse von Forschung, Lehre und Studium sein, um daraus ableitend die Arbeitsweisen zu ergründen und den Arbeitsplatz für den Wissenschaftler und Studierenden zu beschreiben. Erst dann lässt sich ein zielgerichteter, wirksamer und effizienter Service erarbeiten und anbieten. Den heutigen und künftigen Arbeitsplatz charakterisieren im Wesentlichen fünf Merkmale:
Sicher ist die Ausprägung dieser Merkmale von Wissenschaftsdisziplin zu Wissenschaftsdisziplin unterschiedlich und variiert in Abhängigkeit von den persönlichen Gewohnheiten, für den notwendigen Service ist dies jedoch nicht von ausschlaggebender Bedeutung. Akzeptiert man diese Merkmale und reflektiert die Entwicklungen der letzten Jahre, so lassen sich die formulierten Fragen relativ klar beantworten.
Die Humboldt-Universität hat sich aus diesen Beweggründen heraus eindeutig für die Schaffung eines Kompetenz- und Beratungszentrums entschieden und sieht darin den zukunftsweisenden und effizientesten Weg der Gestaltung und Unterstützung der Informations- und Kommunikationsprozesse einer Universität.
Der Aufbau des Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Campus der Humboldt-Universität zu Berlin in Berlin-Adlershof ist – abgesehen von den vielen Problemen im Detail, die sich aus der Entfernung der Standorte der Universität ergeben – sicher in erster Linie als eine Chance und Herausforderung zu verstehen. Eine Chance im Sinne der Schaffung räumlicher Voraussetzungen für moderne Forschung und Lehre und eine Herausforderung für die Universität, diese Möglichkeiten auch aufzunehmen und sich der internationalen Konkurrenz zu stellen. Ob dies mit den Institutsgebäuden gelungen ist, werden andere zu einem späteren Zeitpunkt zu befinden haben und kann sicher nicht Gegenstand dieses Beitrages des CMS-Journals sein. Mit der Entscheidung für den Campus im Jahr 1991 war jedoch auch die Schaffung einer Infrastruktur und Servicekultur zwingend, die den neuen Anforderungen entspricht. Während es für die Universitätsbibliothek außer Frage stand, dass eine Zentralbibliothek für Naturwissenschaften am Standort aufzubauen ist und die bisherigen getrennten Zweigbibliotheken integriert werden, hat die ZE Rechenzentrum, die sich seit dem 1.1.2003 Zentraleinrichtung Computer- und Medienservice (CMS) nennt, der Universitätsleitung erst nach langem Abwägen empfohlen, den Hauptsitz nach Adlershof zu verlegen und dort in Kooperation mit der Universitätsbibliothek ein gemeinsames Haus – das Informations- und Kommunikationszentrum (IKA) – zu betreiben. Nahezu keine Mitarbeiterin und kein Mitarbeiter der Universitätsinstitute stand und steht aus persönlicher Sicht dem Umzug mit großer Begeisterung gegenüber, wird doch der vertraute und attraktive Standort Berlin-Mitte verlassen und der Arbeitsweg vielfach beschwerlicher und länger. Das geht uns nicht anders. Wir haben uns als CMS dennoch für die Verlagerung ausgesprochen, um die Chance der Schaffung moderner räumlicher Voraussetzungen zu nutzen und die Herausforderung der Entwicklung einer attraktiven Servicestruktur anzunehmen. Wir haben die Nähe der »anspruchvollsten« Anwendungen gesucht, die vielfach nach wie vor bei den Naturwissenschaften liegen und haben nun hier die Möglichkeiten, ein neues Konzept des IuK-Service zu entwickeln und zu erproben. Die Wissenschaftler und Studierenden werden darüber befinden, ob wir die Chance und Herausforderung genutzt haben.
Auf Grund der herausragenden Bedeutung der Information und Kommunikation für den Erfolg von Forschung, Lehre und Studium hat die Universität besonderen Wert auf die Entwicklung eines modernen Ansprüchen genügenden Informations- und Kommunikationszentrums in Adlershof gelegt. Der Spezifik des Standortes Rechnung tragend, auf dem neben den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultäten der Humboldt-Universität außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und innovative Klein- und mittelständische Unternehmen angesiedelt sind (siehe auch Editorial), war ein Konzept zu entwickeln, das den unterschiedlichen Anforderungen gerecht wird. Die Zielstellung des Hauses lässt sich deshalb etwa wie folgt beschreiben:
Die bisherigen traditionellen Leistungen einer wissenschaftlichen Bibliothek und die sich entwickelnden elektronisch gestützten Formen der Informationsversorgung werden mit den Aufgaben eines Universitätsrechenzentrums weitgehend verknüpft, um unter Ausnutzung vielfältiger Netzdienste Wissenschaftlern, Studierenden und Ansässigen des Standortes eine allen modernen Ansprüchen genügende Informationsversorgung bieten zu können.
Ein Anforderungsprofil für das IKA zu bestimmen, war und ist als dynamischer Prozess zu sehen, der in seiner Entwicklung durch das Fortschreiten der Anforderungen aus der Wissenschaft und aus dem Zusammenspiel mit der Wirtschaft bestimmt wird. Das Erwin Schrödinger-Zentrum ist in erster Linie als eine dienstleistende Institution für Informations-, Dokumentations- und Kommunikationsdienste zu verstehen, die der rasanten Entwicklung der Wissenschaft geschuldet mit einem sich ständig ebenso entwickelnden Leistungsspektrum aufwarten muss. Um dem gerecht werden zu können, sind Projekte der angewandten Forschung zu initiieren, die sich insbesondere auf die Entwicklung und Einführung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien richten. Das Berliner Hochschulgesetz sieht angewandte Forschung zwar gegenwärtig für zentrale Serviceeinrichtungen nicht vor, der Rückblick auf die vergangenen Jahre bestätigt uns jedoch in diesem Herangehen.
Zum heutigen Zeitpunkt umfasst das Leistungsangebot fünf Kategorien, die die traditionellen Aufgaben von Bibliothek und Computer- und Medienservice mit entsprechenden Entwicklungsthemen vereinen:
In vielen Beiträgen dieser Ausgabe des CMS-Journals sind die sich aus den Anforderungen der Punkte 1 bis 3 ergebenden Dienste beschrieben. Es sind die so genannten klassischen Aufgaben eines Hochschulrechenzentrums, die hohe personelle Anstrengungen verlangen, durch Wahrung der Stabilität geprägt sein müssen und letztendlich die Leistungsfähigkeit des CMS bestimmen. Erst wenn diese gewährleistet sind, kann man sich weiterführenden Aufgaben widmen, wie sie mit dem Erwin Schrödinger-Zentrum angestrebt werden.
Bei dem im Oktober 1995 ausgerichteten Workshop zum Thema: »Die Bibliothek der Zukunft, Planungen für ein Informations- und Kommunikationszentrum in Adlershof« wurde in These 12 formuliert:
»Die moderne Bibliothek sollte nicht nur Service-Einrichtung für die Informationsbeschaffung, -speicherung und -lieferung sein. Sie sollte neben den üblichen Buchfreihandbeständen, Archiven, (computerisierten) Katalogen, Lesesälen und weiteren Räumen mit Arbeitsplätzen mit Terminal- und Druckinstrumentierung über Begegnungs- und Kommunikationsräume, Cafeteria, Zeitungsleseplätze verfügen. Gerade die persönliche Begegnung von Wissenschaftlern verschiedener Institute mit Ingenieuren von Wirtschaftsunternehmen wird für einen Hochtechnologie-Standort wie den in Adlershof geplanten wesentlich sein.«
Die Platzierung des Hauses im Zentrum des Campus mit maximalen Entfernungen für die Universitätsangehörigen von 300 Metern erfolgte nicht zufällig. Durch die unmittelbare Nähe zu einem weiteren Hörsaalgebäude und zu geplanten Versorgungseinrichtungen soll sich das Haus von Beginn an zu dem zentralen kulturellen Punkt des Geländes entwickeln. Durch die Integration einer Cafeteria mit einem Zeitungslesebereich, einem Konferenzraum mit dazugehörigen frei zugänglichen Internetplätzen, einem Bookshop und einem großzügigen Foyer soll das Haus auch diese damals angedachten Funktionen erfüllen.
Am einfachsten sind sicher die Kenndaten des neuen Hauses zu beschreiben.
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Flächen
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Bibliothek
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6 386 m2
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Computer- und Medienservice
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1 948 m2
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Hörsaal- und Seminarraumkomplex
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1 384 m2
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Gesamt HU
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9 718 m2
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Modul 2 (finanziert durch WISTA MG)
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669 m2
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Gesamt Erwin Schrödinger-Zentrum
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10 387 m2
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Zentralbibliothek Naturwissenschaften
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Freihandbereich
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ca. 313 000 Bände
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Lehrbuchsammlung
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ca. 25 000 Bände
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Elektronische Zeitschriften
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ca. 1 600
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CD-ROM-Datenbanken
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ca. 350
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Online Datenbanken
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ca. 1500
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Leseplätze (sämtlichst mit Strom- und
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ca. 300
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DV-Anschluss)
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Arbeitskabinen
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14
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Gruppenarbeitsräume
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5
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Blindenarbeitsraum
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1
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Kopierräume / Druckerräume
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3
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Computer- und Medienservice
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PC-Saal
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50 Plätze
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Ausbildungsräume
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2 mit je 20 Plätzen
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Vortragssaal mit 3-D-Projektion
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75 Plätze
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Internetterminals im Foyerbereich
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30 Plätze
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Aufnahmestudio für Multimediaprojekte
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100 m2
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Semiprofessionelle Video-Schnittplätze
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4 Plätze
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Rechnerraum für Compute-,
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File- und Kommunikationsserver
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240 m2
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Klimatisierte Räume für Speicherroboter
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40 m2
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Kommunikationstechnik
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40 m2
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Hörsaalkomplex
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Großer Hörsaal
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280 Plätze
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Kleiner Hörsaal
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130 Plätze
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zwei Hörsäle
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je 99 Plätze
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zwei Hörsäle
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je 77 Plätze
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vier Seminarräume
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je 60 Plätze
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zwei Seminarräume
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je 30 Plätze
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Modul 2
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Konferenzsaal
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140 Plätze
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Cafeteria
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40 Plätze
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Internet-Terminals
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20 Plätze
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Bookshop
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50 m2
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Die Maxime des Hauses – »der Nutzer, ob Wissenschaftler, Studierender oder Angehöriger eines Wirtschaftsunternehmens, ob im Haus selbst oder über die Datennetze vom entfernten Arbeitsplatz die Leistungen in Anspruch nehmend, soll im Mittelpunkt der Bemühungen stehen« – ist sicher nicht neu, denn jede Dienstleistungseinrichtung verkündet zumindest dieses Motto. Das ist bei den traditionellen Infrastruktureinrichtungen einer Universität wie Bibliothek, Rechenzentrum und Medienzentrum nicht anders. Neu ist das konzentrierte Angebot dieser Einrichtungen in einem Haus mit abgestimmten Diensten und einer gemeinsamen Nutzerberatung. Die Architektur des Hauses wurde von Beginn der Planungen an diesem Ziel untergeordnet (siehe Die Architektur des neuen Hauses). Das Foyer bietet die Möglichkeit des freien Zuganges zu Internetplätzen. Der Nutzer kann hier seine Mails checken oder vor einer Veranstaltung nochmals im World Wide Web das eine oder andere nachsehen. Sie sind als Stehplätze konzipiert, weil sie nicht zum langen Verweilen einladen sollen. Bis auf wenige Ausnahmen befinden sich sämtliche öffentliche Arbeitsplätze von Bibliothek und Computer- und Medienservice hinter einem gemeinsamen Eingangsbereich. An dieser Info-Theke werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bibliothek und CMS vertreten sein und von der Erstinformation zu den Nutzungsmöglichkeiten des Hauses, über Fragen zur Aufstellung der Literaturbestände, zum Zugang zu elektronischen Ressourcen aller Art, bis zum persönlichen Internetaccount Auskunft geben. Sicher ist dies ein Lernprozess für die Mitarbeiterschaft, aber die im Haus integrierten Schulungsräume sollen ja u. a. auch der eigenen Qualifizierung dienen. Hinter diesem Eingangsbereich findet der Nutzer alles, was er schon von einer klassischen Universitätsbibliothek kennt, die OPAC-Plätze, die Lehrbuchsammlung, rund 800 000 frei zugängliche Buch- und Zeitschriftenbestände u. ä. (siehe hierzu auch Zentralbibliothek Naturwissenschaften ...).
Neu ist sicher, dass sämtliche Leseplätze mit einem Strom- und Datennetzanschluss ausgerüstet sind. Man kann also seinen eigenen tragbaren Computer mitbringen und findet problemlos die Anschlussmöglichkeiten. Auf etwa der Hälfte der Arbeitsplätze sind aber auch Computer installiert. Zusätzlich verfügt das gesamte Haus über ein drahtloses Netz, das den Zugang zum Internet entsprechend erleichtert. In einem gesonderten Teil des öffentlichen Bereiches findet man 50 hochausgerüstete Multimedia-Arbeitsplätze, die die Bearbeitung auch anspruchsvoller Multimedia-Applikationen ermöglichen. Das Neue an diesem Konzept ist sicher, dass der Nutzer weder den Arbeitsort noch seinen Arbeitsplatz zu wechseln braucht, wenn er nach Literatur im traditionellen Sinne sucht, im Internet oder in Datenbanken recherchiert und im Anschluss diese Informationen in seine eigene Arbeit, die er vielleicht multimedial gestalten will, einfließen lässt. Entscheidend kommt hinzu, dass der Nutzer durch das Personal des Lesesaals und des Computerbereiches auch die entsprechende fachliche Unterstützung finden wird.
In der Humboldt-Universität in Berlin-Mitte und auch in vielen anderen Universitäten ist die Situation bei weitem nicht so. Lesesaal, Computerarbeitsplätze und Multimedia-Angebote verteilen sich auf unterschiedliche Gebäude und nur dort findet man das jeweilige Betreuungspersonal.
Es mag als keine besondere Errungenschaft klingen, aber mit der Inbetriebnahme des Erwin Schrödinger-Zentrums wird es meines Wissens auch erstmalig an einer deutschen Universität eine gemeinsame Benutzungsordnung und gemeinsame Gebührenordnung für zwei Zentraleinrichtungen, wie es die Universitätsbibliothek und der Computer- und Medienservice darstellen, geben. Nur so lässt sich der Slogan »One face to the customer« auch tatsächlich realisieren.
Viele der kleinen, feinen Unterschiede des neuen Hauses werden im Detail in den nachfolgenden Artikeln beschrieben. So soll das Multimedia Lehr- und Lernzentrum zur Hebung der allgemeinen Medienkompetenz bei Lehrenden und Studierenden beitragen und findet natürlich im Erwin Schrödinger-Zentrum hervorragende technische Bedingungen sowohl für den Service als auch für die Weiterbildungsveranstaltungen (siehe auch MLZ - Lehren und Lernen mit Multimedia). Die gemeinsame Arbeitsgruppe »Elektronisches Publizieren« von CMS und Bibliothek, eine Einmaligkeit in Deutschland, kann ihr Angebot erweitern und neben dem Dokumenten- und Publikationsserver nun auch Printing on Demand-Dienste anbieten (siehe auch Elektronisches Publizieren ...).
Entscheidend für das Haus und als Erprobung für die gesamte Universität ist der veränderte Ansatz zum Informationsmanagement. In diesem Sinne ist das Konzept des Erwin Schrödinger-Zentrums eine Beispiellösung sowohl für den Standort Mitte und den geplanten Campus Nord der Humboldt-Universität als auch für andere Universitäten.