Was sie können sollten (und fast alle auch können). Was tun, wenn es der eine (Outlook Express) nicht kann?
Mailtools gibt's, wenn schon nicht wie Sand am Meer, so doch in großer Auswahl. Welches ist das beste? Das ist eine Frage, die man zwar stellen, aber die man so allgemein nicht beantworten kann. Das ist wie bei Autotypen, da sind schon, abgestimmt auf den geplanten Einsatzzweck, einige unterschiedliche Grundtypen sinnvoll, aber das Angebot ist weitaus breiter. Oder ist dann auch wieder nicht so breit, denn bestimmte gewünschte Eigenschaften führen zu ähnlichen technischen Lösungen; beim Auto ist das die »normative Kraft des Windkanals«. Andere Gestaltungselemente wiederum sind der Mode und dem Zeitgeschmack unterworfen, und führen so zu einer Ähnlichkeit der Produkte, selbst bei unterschiedlichen Herstellern. Anspruch und Erwartung des Anwenders fallen ebenfalls unterschiedlich aus, so dass es »das« Produkt nicht gibt; so ist einer erst zufrieden, wenn er immer das Neueste besitzt, ein anderer wieder bleibt lieber möglichst lange beim Alten und damit Vertrauten. Mailtools bilden da keine Ausnahme. Wenn wir auch niemandem ein bestimmtes Mailtool vorschreiben wollen, so sollte doch ein gewisser »Standard« eingehalten werden. Hierzu gehören:
Die meisten der gängigen Mailtools, wie Netscape, Mozilla, Opera, Eudora, Pine, Outlook und Outlook Express erlauben die hier genannten Möglichkeiten. Netscape, Mozilla und Eudora (in der kommerziellen Version) bieten darüber hinaus selbstlernende Filter zur Spam-Abwehr. Von eingeschränkter Funktionalität sind die Mailtools Mailman und SquirrelMail. Mailman bietet auf Grund seiner Einfachheit (nur POP-Protokoll) keine Möglichkeit der Mailfilterung. Outlook Express bietet keine Filterung in Abhängigkeit beliebiger Headerzeilen. Da dieses Mailtool aber von vielen Nutzern verwandt wird, wird im Abschnitt »SpamPal« für diesen Fall eine Ersatzlösung angeboten.
Seit Februar 2004 gibt es eine Version, die den Ansprüchen an ein modernes Mailtool gerecht wird, Mozilla Thunderbird oder auch Thunderbird Mozilla genannt (der Hersteller selbst ist sich da in der Namensgebung nicht ganz einig). Als ein Vorteil dieses Mailtools kann die ausführliche Dokumentation (einschließlich Installationsbeschreibung) genannt werden, die (auch) in deutscher Sprache auf eigenen Web-Seiten zu Verfügung gestellt wird. Auf Hinweise zur Installation kann deshalb an dieser Stelle verzichtet werden. Installationsanweisungen zu anderen Mailclients finden sich auch auf den WWW-Seiten des CMS. Falls Sie ein neues Mailtool suchen (oder sich anhand eines Beispiels allgemein über die Installation von Mailtools informieren möchten) hier die Einstiegsseite zu Thunderbird Mozilla 0.5: thunderbird.diepause.de
Im Mailtool Outlook Express können durch die Filterregeln nur vorgegebene, nicht beliebige Headerzeilen abgefragt werden. Outlook Express kann nach bestimmten Zeichenketten nur in den Adressfeldern, der Betreff-Zeile und im Brieftext suchen. Durch das Programm SpamPal kann erreicht werden, dass in Abhängigkeit von den X-Spam-Zeilen die Betreff-Zeile modifiziert wird. Diese kann dann ihrerseits durch Outlook Express ausgewertet werden und bietet so eine indirekte Prüfung. Das Programm SpamPal ist ein kostenlos erhältlicher Spamfilter. Es ist für den Einsatz unmittelbar beim Nutzer konzipiert. SpamPal wird zwischen POP/IMAP-Server und Mailclient geschaltet, erledigt also den E-Mail-Transport vom Server zum Nutzer. Dabei kann die transportierte E-Mail nach verschiedenen Methoden daraufhin geprüft werden, ob sie als Spam zu betrachten ist oder nicht. Das Ergebnis dieser Prüfung kann zu einer Modifikation der Betreff(Subject)-Zeile genutzt werden. Diese wiederum kann dann durch Outlook Express getestet werden, somit erhält Outlook Express die Information darüber, ob Spam vorliegt oder nicht, an einer für dieses Programm zugänglichen Stelle. Dadurch muss nicht am zentralen Server die Betreff(Subject)-Zeile modifiziert werden, was auch aus Gründen des Datenschutzes bedenklich wäre, sondern der Nutzer selbst nimmt diese Manipulation vor, die damit für ihn als solche erkennbar ist.

Abb. 1: Zwischen Pop/Imap-Server und dem Mailclient Outlook Express wird das Programm SpamPal geschaltet
Um SpamPal einzusetzen, sind folgende Schritte nötig:
Über Extras > Nachrichtenregeln kann bestimmt werden, wie Outlook Express auf die ergänzte Zeichenkette in der Betreff(Subject)-Zeile reagieren soll.
Auf diese Weise ist es möglich, dass Outlook Express auf Header-Zeilen reagiert, die diesem Programm eigentlich nicht zugänglich sind.
Für den Hinweis auf das Programm SpamPal danken wir Herrn Stefan Daske von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.