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6.  Terminologie

Sonographie: B-Bild-Sonographie: (Brightness Scan). Die von einem Schallkopf ausgesendeten Schallwellen werden von Grenzflächen reflektiert und vom Schallkopf wieder empfangen. Die reflektierten Schallwellen werden in Helligkeitspunkte umgewandelt und auf einem Bildschirm sichtbar gemacht. Der erzeugte Lichtpunkt ist um so intensiver je stärker das Echo ist. Das entstehende Bild enthält unterschiedliche Graustufen und widerspiegelt das Echoverhalten der unterschiedlichen Gewebestrukturen. Die Sonographie wird als bildgebendes Verfahren in nahezu allen medizinischen Fachbereichen eingesetzt.

Farbdopplersonographie: Hier werden mittels eines pw-Dopplers (pulsed-wave Doppler), der mit kurzen Impulsen arbeitet, Untersuchungen von sich bewegenden Grenzflächen durchgeführt, die die Flussgeschwindigkeiten farblich in das B-Bild integrieren. Diese Methode ist für angiologische Fragestellungen etabliert und vermag zusätzlich in der Differenzierung des Pannusgewebes von fibrösen Gewebe hilfreich zu sein.

Magnetresonanztomographie: Die Magnetresonanztomographie beruht auf der Wirkung, die ein externes Magnetfeld und die Einstrahlung von Hochfrequenzimpulsen auf die Atomkerne des Körpergewebes besitzt. Die Atomkerne des Körpergewebes richten sich durch das äußere Magnetfeld paralell bzw. antiparalell um die Feldlinien des äußeren Magnetfeldes aus und führen hierbei eine Kreiselbewegung – die sogenannte Präzisionsbewegung – aus. Durch die Einstrahlung von Hochfrequenzwellen können die Kerne aus ihrer Drehbewegung ausgelenkt bzw. umgeklappt werden. Dabei nehmen die Atomkerne Energie auf. Beim Abschalten des Hochfrequenzimpulses kehren die Atome in ihr thermisches Gleichgewicht zurück, wobei eine elektromagnetische Strahlung ausgesendet wird, welche als Resonanzsignal registriert werden kann. Jedes Gewebe sendet verschiedene Resonanzsignale, die mit unterschiedlicher Helligkeit ortskodiert dargestellt werden und eine Differenzierung ermöglichen.

Die unterschiedliche Signalintensität von verschiedenen Geweben bezeichnet man als den Kontrast zwischen diesen Geweben. Die wichtigsten Faktoren, die den Bildkontrast bestimmen, sind:

  1. die Zeiten, in denen das Resonanzsignal auftritt, die sogenannten T1- bzw. T2-Relaxationszeiten des Gewebes und
  2. die jeweilige angewendete Pulssequenz und deren Zeitparameter.


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T1-betonte Aufnahmen bilden Gewebe mit langer T1-Relaxationszeit (z.B. Flüssigkeiten, pathologisches Gewebe) signalarm (hypointens) und Gewebe mit kurzer T1-Relaxationszeit (z.B. Fett, kontrastmittelanreicherndes Gewebe) signalreich (hyperintens) ab.

T2-betonte Aufnahmen bilden Gewebe mit langer T2-Relaxationszeit (z.B. Flüssigkeiten, pathologisches Gewebe) signalreich (hyperintens) und Gewebe mit kurzer T2-Relaxationszeit (z.B. Muskulatur, Blut, Kortikalis) signalarm (hypointens) ab.


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08.12.2003