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9  Schlussfolgerungen

In Beantwortung der in der Ziellstellung dieser Arbeit gestellten Fragen können folgende Empfehlungen gegeben werden:

1.)Im Falle einer Wurzelkanalbehandlung eines Zahnes mit infiziertem Endodont sollte nicht auf die medikamentöse Einlage mit Ca(OH)2 verzichtet werden. Eine mindestens einwöchige Applikation von Ca(OH)2 kann

2.)Chlorhexidin kann, appliziert als 5%iges Gel, eine effektive Keimelimination im Wurzelkanalsystem bewirken. Eine Re-Infekion des obturierten Wurzelkanalsystems wird dadurch jedoch nicht verzögert. Bisher sind auch in der Literatur keine Angaben zu finden, die einen LPS-neutralisierenden oder einen Gewebe auflösenden Effekt für Chlorhexidin nachweisen konnten.

3.)Die In-situ-Applikation von Ca(OH)2 als Paste sowie die Applikation eines 5%igen Chlorhexidin-Gels sind der Applikation in anderer Darreichungsform, nämlich integriert in Guttaperchastifte, überlegen.

4.)Die Dichtigkeit von Wurzelkanalfüllungen kann durch Applikation provisorischer Füllungsmaterialien über mehrere Monate nicht ausreichend gewährleistet werden. Adhäsiv gelegte Aufbaumaterialien verbessern die Protektion, ein Langzeit-Schutz wird jedoch nicht erzielt. Es muss daher nach wie vor empfohlen werden, nicht länger als drei Monate mit der definitiven Versorgung eines wurzelkanalbehandelten Zahnes zu warten.


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23.06.2005