Bunikowski, Rita: Die Bedeutung von S. aureus als Pathogenitätsfaktor bei der atopischen Dermatitis (AD)
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Kapitel 2. Ziele und Fragestellung
Die beschriebenen Ergebnisse aus den Zellkulturmodellen und aus dem SCID-Maus-Modell für allergische Immunantworten zeigen, dass über den Einfluss von S. aureus-Exotoxinen wichtige immunologische Veränderungen in vitro ausgelöst werden können. Kausalpathogenetische Resultate mit entsprechend durchgeführten Experimentalansätzen sowie systematische klinische Untersuchungen zum Einfluss der S. aureus-Exotoxine bei Patienten mit AD stehen aus. Ergebnisse aus den In-vitro-Untersuchungen sind nicht immer mit denen von In-vivo-Untersuchungen in Einklang zu bringen. Dies ist der Anlass, den Effekt von S. aureus-Exotoxinen (Superantigenen) als Triggerfaktor bei der Exazerbation der AD zu untersuchen und folgende Forschungsfragen zu stellen:
- · Werden über den Einfluss von S. aureus-Exotoxinen/Superantigenen T-zellvermittelte Hautreaktionen ausgelöst? Bei Patienten mit schwerer AD, bei denen S. aureus-Exotoxine aus den Abstrichen isoliert werden konnte, werden Hautbiopsien durchgeführt, um das T-Zellrezeptorrepertoire von hautinfiltrierenden T-Zellen zu charakterisieren. Durch Gegenüberstellung von histologisch ermitteltem TCR-Repertoire und nachgewiesenen S. aureus-Exotoxinen wird der Kausalzusammenhang von Kolonisierung mit S. aureus und chronischer allergischer Entzündung im Rahmen der AD nachgewiesen.
- · Haben S. aureus-Exotoxine auf den klinischen Verlauf der AD einen wesentlichen Einfluss? Es wird die S. aureus-Besiedlung und die S. aureus-Exotoxinproduktion im Hinblick auf den klinischen Schweregrad, das Sensibilisierungsspektrum und das Gesamt-IgE der AD analysiert. Zusätzlich wird das Spektrum der S. aureus-Exotoxine ermittelt und im Hinblick auf den Schweregrad der AD ausgewertet.
- · Stellt die Sensibilisierung gegen S. aureus-Exotoxine einen Risikofaktor für den klinischen Verlauf der AD dar? Die S. aureus-Exotoxine können wie ein klassisches Allergen wirken und eine spezifische IgE-Immunantwort induzieren. Es liegen aber keine wissenschaftlichen Erkenntnisse vor, unter welchen klinischen und infektiologischen Umständen die Bildung der spezifischen IgE-Immunantwort induziert wird. Bei Kindern ist zudem noch nicht
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geprüft worden, ob sich eine Sensibilisierung gegen S. aureus-Exotoxine auf den Schweregrad der AD auswirkt, deswegen werden Kinder mit Sensibilisierung gegen SEA und SEB klinisch und immunologisch charakterisiert.
- · Verstärkt eine immunsuppressive Therapie mit Cyclosporin A (CyA) bei S. aureus-kolonisierten Kindern mit AD das Risiko für eine systemische S. aureus-Infektion? Da bisher keine systematischen mikrobiologischen Untersuchungen vorliegen, wird deshalb der Einfluss einer systemischen Cyclosporin A-Therapie auf den Schweregrad der AD und die S. aureus-Besiedlung analysiert.
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