David , Matthias: „Aspekte der gynäkologischen Betreuung und Versorgung von türkischen Migrantinnen in Deutschland“

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Kapitel 3. Fragestellungen zur Analyse der Versorgungssituation von
türkischstämmigen im Vergleich zu deutschen Patientinnen

  1. a) Unterscheidet sich die sozio-ökonomische Lage der befragten türkischstämmigen und deutschen Patientinnen?
    b) Wie wirken sich diese objektiven Bedingungen auf die subjektive Lebenszufriedenheit aus?
  2. Wie sind die Frauen türkischer Herkunft akkulturiert?
  3. Wie gut sind die Sprachkenntnisse der türkischstämmigen Patientinnen?
  4. a) Was wissen die befragten Frauen über Verhütung, Vorsorgemaßnahmen, das Zyklusgeschehen und die Anatomie des weiblichen Körpers?
    b) Gibt es Unterschiede im Basiswissen bei deutschen und türkischstämmigen Frauen?
  5. Welche Umstände bestimmen die subjektive Krankheitstheorie - sind es soziale, geschlechtsspezifische, kulturspezifische, ethnische, altersbedingte Faktoren oder die Erkrankung selbst?
  6. a) Gibt es ein Kenntnisdefizit über die aktuelle Erkrankung (Einweisungsdiagnose) und über die geplanten Behandlungsmaßnahmen eher bei deutschen oder eher bei türkischstämmigen Patientinnen?
    b) Wissen die Patientinnen am Ende des Krankenhausaufenthaltes mehr über ihre Diagnose und Therapie, und welche Rolle spielen schicht- und bildungsbedingte Einflüsse auf ggf. vorhandene Kenntnisunterschiede?
  7. a) Gibt es Unterschiede zwischen deutschen und türkischstämmigen Frauen beim Wissen über Erkrankungsrisiken, die im Zusammenhang mit den Wechseljahren auftreten können?
    b) Variiert die Bewertung des Klimakteriums als Umbruchphase im Leben einer Frau in Abhängigkeit von sozio-kulturellen Faktoren?
    c) Differiert die Einstellung und das Wissen zum Thema Wechseljahre bei den türkischstämmigen Frauen je nach Migrationsgeneration oder Altersgruppe?
  8. a) Wie stark ist die psychische Belastung der Patientinnen zum Zeitpunkt der Klinikaufnahme?
    b) Gibt es besonders ungünstige Faktoren für ‚psychischen Stress’ wie z. B. die Schwere der Erkrankung, eine sozial ungünstige Situation, höheres Lebensalter?
    c) Fühlen sich die türkischen Migrantinnen unter den Patientinnen - je nach Migrationsgeneration oder Akkulturationsgrad - prinzipiell stärker durch psychische Symptome belastet?

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  9. a) Nehmen Migrantinnen häufiger als deutsche Frauen eine gynäkologische Notfallambulanz in Anspruch?
    b) Unterscheidet sich das in der Notfallambulanz erfaßte Beschwerdenspektrum und der diagnostizierte Anteil psychosomatischer Krankheitsbilder bei deutschen und ausländischen Frauen?
    c) Führt eine durch Kommunikationsprobleme bedingte weniger umfängliche Anamneseerhebung bei Ausländerinnen zu Qualitätseinbußen bei Diagnose bzw. Therapie?
  10. a) Bevorzugen türkische Migrantinnen einen Frauenarzt oder eine Frauenärztin?
    b) Wechseln sie häufiger als deutsche Frauen den niedergelassenen Arzt?
    c) Wie zufrieden sind die Patientinnen mit ihrem betreuenden Frauenarzt?


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Thu Aug 15 12:31:53 2002