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The pregnancy hormone relaxin is a player in human heart failure

Thomas Dschietzig, Christopher Richter, Cornelia Bartsch, Michael Laule, Franz Paul Armbruster, Gert Baumann, Karl Stangl

October 2001; Vol. 15: 2187-2195


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Die Arbeit „Relaxin, a pregnancy hormone, is a functional endothelin-1 antagonist: attenuation of endothelin-1-mediated vasoconstriction by stimulation of endothelin type-B receptor expression via ERK-1/2 and nuclear factor-κ B“ vertiefte die bereits in der ersten Arbeit gewonnene Erkenntnis, dass die inhibitorischen Effekte von Relaxin gegenüber Endothelin-1 vor allem infolge einer ausgeprägten Stimulation der Expression von endothelialen Endothelin-Typ-B-Rezeptoren (ET ) entstehen. Diese Rezeptoren vermitteln sowohl die Clearance von Endothelin-1 als auch eine Freisetzung vasodilatatorisch wirksamer Faktoren wie Stickstoffmonoxid und Prostazyklin. Gleichzeitig gibt es jedoch eine ET -Population auf glatten Gefäßmuskelzellen, welche zum vasokonstriktorischen Effekt von Endothelin-1 beiträgt. Ziel der Studie war es daher, die Regulation des ET durch Relaxin in Endothel-, Epithel- und glatten Gefäßmuskelzellen vergleichend zu untersuchen und die funktionelle Relevanz der Effekte am Gefäßpräparat zu prüfen. Zusätzlich sollte die zugrundeliegende Signaltransduktion aufgeklärt werden.

Die Befunde der Studie belegen, dass Relaxin zu einer selektiven ET -Stimulation in Endothel- und Epithelzellen, nicht jedoch in glatten Gefäßmuskelzellen, führt. Diese Stimulation lässt sich auf mRNA-, Protein- und auch auf funktioneller Ebene im Radioligandenassay nachweisen. Die Relevanz der Effekte konnte an verschiedenen isolierten Gefäßen der Ratte (Aorta, Arteria renalis, Arteria mesenterica) demonstriert werden: Eine Vorbehandlung mit Relaxin führt zu einer signifikanten Verminderung von Sensitivität und Maximalantwort der endothelininduzierten Vasokonstriktion. Neben diesen funktionellen Aspekten klärte die Arbeit die Signaltransduktion des Relaxineffektes auf: Relaxin aktiviert die Kinasekaskade Raf-1-MEK-1-ERK-1/2 und den Transkriptionsfaktor NF-κ B; beide Effekte sind für die Regulation des Endothelin-Typ-B-Rezeptors notwendig.

Die Ergebnisse beider Relaxinstudien demonstrieren einen von der Stimulation des ET -Rezeptors abhängigen funktionell antagonistischen Effekt von Relaxin gegenüber Endothelin-1: Die verstärkte Endothelin-1-Clearance vermindert die stimulierte Nettofreisetzung des Mediators, während die endothelabhängige vasodilatatorische Komponente die konstriktorische Gefäßantwort auf Endothelin-1 abschwächt.


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13.01.2004