[Seite 53↓]

5  Ergebnisse der Studien

Insgesamt wurden im Laufe eines Kalenderjahres 236 Fragebögen an Wöchnerinnen ausgegeben. Da die Stadt Cottbus (ca. 116.000 Einwohner) nur eine stationäre Entbindungseinrichtung besitzt und nächste Entbindungsmöglichkeiten mindestens 25 km entfernt sind, können die in die Studie aufgenommenen Mütter als repräsentativer Querschnitt, zumindest der südbrandenburgischen Region, angesehen werden. Diesen Frauen wurde die Möglichkeit der Teilnahme an einem speziellen Präventionsprogramm zur Verhinderung plötzlicher Säuglingstodesfälle unterbreitet (d.h. 3 Schlaflaboruntersuchungen im Laufe des ersten Lebensjahres des Kindes sowie die kostenfreie Möglichkeit des Heimmonitorings).

89 Fragebögen (FB) wurden durch die Eltern an die Studienleitung zurückgesandt, zu einer ersten Polysomnographie erschienen 72 (30% von 236 erfaßten Eltern) Kinder von 89 erwarteten. Von diesen 72 Probanden erhielten 57 Kinder (24% des Ausgangswertes) eine Zweituntersuchung und 31 (13%) eine Drittuntersuchung. Das Gestationsalter der in die Studie aufgenommenen Säuglinge zeigte, wie in Diagramm 2 dargestellt, eine annähernde Normalverteilung.

Diagramm 2: Verteilung des Gestationsalters auf die Studiengruppe U 1 (72 Kinder)

In Tabelle 7 werden die Zusammensetzungen der einzelnen Untersuchungsgruppen gegenübergestellt. Die 72 Kinder der U 1 waren 32 weibliche und 40 männliche Säuglinge. Zum Zeitpunkt der ersten PSG hatten sie ein durchschnittliches Alter von 41 Tagen (Minimalwert 19 Tage, Maximalwert 115 Tage; Median 50,5 Tage) und ein Mediangewicht von 4220,0 g (SD ± 766,55). Die durchschnittliche Ableitzeit betrug im Schlaflabor 432,97 min (nachts).

Zur Zweituntersuchung U 2 hatten die Kinder (weiblich 25, männlich 32) ein durchschnittliches Alter von 95 Tagen (Median 105 Tage; Minimalwert 46 Tage, Maximalwert 192 Tage), ein Mediangewicht von 5950 g (Mittel 5843,26 g) und wurden im Mittel 441,86 min polysomnographiert.

Zur Drittuntersuchung U 3 , bei der noch 31 Kinder erfaßt werden konnten, erschienen 11 Mädchen und 20 Jungen. Deren durchschnittliches Alter betrug 365,1 Tag, das [Seite 54↓] durchschnittliche Gewicht 8800 g (Median 9150 g, SD ± 1741, 65). Die Untersuchungszeit lag im Mittel bei 472,42 min

Tabelle 7: Angaben zu den longitudinal, 3-zeitig polysomnographierten, gesunden Säuglingen
(U 1, 2, 3)

 

Anzahl n

untersucht (m/w)

davon Anzahl n

SID-Risikokinder

mittl. Gewicht
zur U (g)

mittl. Alter zur U

(Tage)

mittl. Ableitzeit

(min)

U 1

72 (37/35)

19 (26,3%)

4220

37

433

      

U 2

57 (31/26)

17 (29,8%)

5843,26

95,2

442

      

U 3

31 (19/12)

8 (25,8 %)

8800

368,3

472

5.1 Ergebnisse der Vergleichsstudie Thoraximpedanz versus Induktionsplethysmographie

In einer der Longitudinalstudie vorangestellten Vergleichsstudie zur Überprüfung der Signalsicherheit von Thoraximpedanz (TI) bzw. Induktionsplethysmographie (IP) wurden ausschließlich Säuglinge bis zum Ende des 1. Lebensjahres polygraphisch untersucht. Erfaßt wurden in dieser Studie 52 Patienten (22 Knaben und 30 Mädchen) mit einem Medianalter zum Termin der PSG von 15,1 Lebenswochen. Zum Zeitpunkt der Untersuchung waren die Kinder gesund bzw. boten keine aktuellen klinischen Auffälligkeiten.

Tabelle 8:Indikationen zur kompletten Polysomnographie mit simultaner Aufzeichnung der Atmungsbewegungen durch Thoraximpedanz (IM) sowie respiratorischer Induktionsplethysmographie (IP)

Indikationen zur PSG im Rahmen der Vergleichsstudie

SID-Fragebogenkampagne:

34; davon 12 ehemalige Frühgeborene

Kontroll-PSG bei bekanntem Apnoesyndrom:

9; davon 5 ehemalige Frühgeborene

PSG nach ambulantem Verdacht auf Apnoesyndrom:

4; davon 1 SID-Zwillingskind

anamnestisch bekannte Grunderkrankung:

1 – Z.n. Pneumonie

1 – Z.n. schwerer postnataler Depression

1 – Bronchopulmonale Dysplasie

1 – Z.n. Anämie u. Apnoesyndrom

1 – Z.n. Laparotomie u. Langzeitbeatmung

Bei 5 Probanden ergaben die polysomnographischen Untersuchungsergebnisse auffällige Befunde:


[Seite 55↓]

Bei 7 Kindern konnte in der Kontroll-PSG eine signifikante Befundbesserung bzw. –veränderung registriert werden. Bei einem ambulant eingewiesenen Kind bestätigte sich der Verdacht eines Apnoesyndromes, hier war eine atemstimulierende Therapie mit Theophyllin indiziert.

Durchschnittlich fanden sich bei allen 52 untersuchten Kindern 126 Apnoen. Dies entspricht einem Median pro Stunde Gesamtschlafzeit (TST) von 19,6 Apnoen. In Tab. 9 sind die jeweiligen Apnoefrequenzen für 4 Altersstufen zusammengefaßt (Oehlschläger 1999).

Tabelle 9: Häufigkeitsverteilung von Apnoen in unterschiedlichen Altersgruppen der 52
Studienkinder

Alter

alle

Bis 1 Monat

2- 3 Monate

4- 6 Monate

7-10 Monate

Apnoefrequenzen

     

Median/h TST

     

CA

17,9

22,3

22,2

12

15

OA

0,37

0,61

0,28

0,32

0,26

GA

0,84

1,43

1,05

0,05

0,82

alle Apnoen

19,1

24,34

23,5

12,4

16,1

respirator. Index-

     

faktoren

     

MA/ AS

2,07

2,74

0,34

1,25

1,73

MA /QS

0,94

0,85

1,4

0,57

0,61

RDI/ AS

24,79

31,08

29,61

16,21

20,85

RDI/ QS

10,25

8,71

16,2

6,59

6,35

Anteil periodischer

     

Atmung in %TST

1,23

1,78

1,84

0,33

0,71

Legende: TST-total sleep time, CA-zentrale Apnoe, OA-obstruktive Apnoe, GA-gemischte Apnoe, MA-mittlerer Atemausfall, AS-active sleep, QS-quiet sleep, RDI-respiratory disturbance index

In der durchgeführten Studie zeigt die Induktionsplethysmographie (IP) eine eindeutig bessere Erkennungssicherheit von Apnoen als die Thoraximpedanz (IM; Syn.: Impedanzrheographie). Zu 94,2% aller Fälle erkennt die IP Apnoen sicherer als die IM. Es gibt bei 94,2% der untersuchten Säuglinge keinen Zeitpunkt, zu welchem die IM eine Apnoe erkennen würde, die IP jedoch nicht. Vergleicht man die summarische Gesamtzahl aller korrekten Apnoeerkennungen, schließt die IP mit 99,5% zu 98,9% der IM besser ab. Ein signifikanter [Seite 56↓]Unterschied konnte aber nicht ermittelt werden.. Insgesamt gab es mehr 10-Minuten-Intervalle (24), in denen die IM jeweils eine Apnoe nicht erkannte. Bei der IP wurde dieses Fehlreaktion nur 9 mal beobachtet.

Hinsichtlich fehlerhaft zuviel registrierter Apnoephasen zeigt die IM ein besseres Resultat. In der überwiegenden Anzahl der Fälle (96,2%) gibt es Zeitpunkte, in welchen die IP in den falsch positiven Reaktionen schlechter abschneidet als die IM, d.h. eine Apnoe wurde registriert, obwohl eine regelrechte Atemtätigkeit vorlag.

Betrachtet man nochmals die Häufigkeiten für falsch positive und falsch negative Apnoeerkennung beider Methoden in einer Kreuztabelle wird neben den genannten Fehlerreaktionen ein gutes Gesamtergebnis sichtbar. In 2246 der 2275 möglichen Zeitintervalle (= 98,75%) aller abgeleiteten Säuglinge liefern beide Methoden eine korrekte Apnoeerkennung und registrieren die jeweils vorliegende Apnoe richtig. In 92% aller Fälle kommt es bei beiden Methoden darüber hinaus zu falsch positiven Apnoeerkennungen, dargestellt in Tab. 10


[Seite 57↓]

Tabelle 10: Vergleichende Aufstellung aller objektiv richtig erkannten sowie falsch positiv registrierter Apnoen durch Impedanz bzw. Induktionsplethysmographie

  

Anzahl der von der Impedanzmethode falsch positiv

  

bewerteten Apnoen

   
  

kein Fehler

1 Fehler

2 Fehler

3 Fehler

5 Fehler

Anzahl der von der

kein Fehler

2093

2

   

Induktionsmethode

      

falsch positiv

1 Fehler

72

60

   

bewerteten

2 Fehler

7

9

17

  

Apnoen

3 Fehler

1

3

3

3

 
 

4 Fehler

  

2

  
 

5 Fehler

    

1

 

6 Fehler

1

   

1

Gesamt

 

2174

74

22

3

2


[Seite 58↓]

  

Anzahl der von der Impedanzmethode falsch negativ

  

bewerteten Apnoen

  
  

objektiv erkannt

1 Fehler

2 Fehler

Gesamt

Anzahl der von der

objektiv

    

Induktionsmethode

erkannt

2246

17

1

2264

falsch negativ

1 Fehler

2

7

 

9

bewerteten

2 Fehler

1

 

1

2

Apnoen

     

Gesamt

 

2249

24

2

2275

Für eine Aussage der Form „Methode 1 ist besser als Methode 2“ ist wesentlich, daß die Gleichheit beider Methoden durch die Wahrscheinlichkeit p = 0,5 repräsentiert ist. Die Intervallschätzung der Vertrauensgrenzen der ermittelten relativen Häufigkeit h (h = 0,94) wurde mittels der Methode von Clopper und Pearson vorgenommen. Aus dem Diagramm von Clopper und Pearson ist erkennbar, daß bereits bei einem Stichprobenumfang n = 10 der Wert p = 0,5 deutlich unterhalb der unteren Grenze liegt. Auf eine exakte Berechnung der symmetrischen Konfidenzgrenzen wurde aufgrund der relativen Häufigkeit von > 0,9 verzichtet.

5.2 Polysomnographische Meßergebnisse der Erstuntersuchung (U 1)

Nach manueller Validierung wurden alle Polysomnographieparameter erfaßt (Microsoft Excel®) und statistisch bearbeitet (SPSS®). In die getrennte Ergebnisberechnung der Erstuntersuchung wurden alle 72 polysomnographierten Säuglinge aufgenommen, während beim Vergleich der Longitudinalmessungen nur Werte der Kinder berücksichtigt wurden, die an allen 3 Untersuchungen teilgenommen hatten. Die Struktur der U1 – Kinder ist Tabelle 11 zu entnehmen.


[Seite 59↓]

Tabelle 11:Struktur der Untersuchungsgruppe zur U 1 (72 gesunde Säuglinge)

U 1

n

mittleres

Geburtsgewicht

mittleres

Gestationsalter

mittleres

Gewicht bei U 1

mittlere Risikopunktzahl

nach Grazer

Fragebogen

Gesamtzahl

72

2917,4

37,9

4220,0

3,5

„Normalkinder“

53

3236,5

38,7

4204,7

2,5

Risikokinder

19

2878,9

35,9

4187,0

6,5

Nach der retrospektiven Analyse der SID-Risikofragebögen wurden 19 Kinder als besonders gefährdet (im Weiteren hier: Risikokinder) eruiert, neben 53 statistisch weniger gefährdeten Kindern (im Weiteren hier: „Normalkinder“). Im Körpergewicht zum Untersuchungszeitpunkt bestanden keine bedeutsamen Unterschiede, die Risikogruppe war durch ehemals Frühgeburtlichkeit offenbar stärker belastet.

5.2.1 Apnoehäufigkeiten der Erstuntersuchung (U 1)

Bei der Berechnung der Apnoehäufigkeiten von 72 Säuglingen der U 1 ergaben sich die in Tabelle 12 zusammengefaßten Resultate: Mittelwert, Standardabweichung, Medianwert sowie Konfidenzintervalle 95% und 99% zentraler Apnoen, getrennt nach Dauer ( ≥3 sec. – 5 sec. - zak; 6 – 9 sec. – zam; ≥10 - 14 sec. – zal; ≥15 sec. – zasl), obstruktiver Apnoen, getrennt nach Dauer (≥6 – 9 sec. – oak; ≥10 sec. – oal), gemischter Apnoen, getrennt nach Dauer (≥6 - 9 sec. – gemak; ≥10 - 14 sec. – gemam; ≥15 sec. – gemal). Außerdem sind jeweils die Häufigkeitsverteilungen der längsten zentralen, obstruktiven und gemischten Apnoen dargestellt.


[Seite 60↓]

Tabelle 12:Mittelwert, Standardabweichung, Medianwert und Konfidenzintervalle (95% und 99%) von Atmungsparametern bei 72 gesunden Säuglingen

Parameter U1

Mittel-

wert

SD

Median

Modal-

wert

Konfidenz

95%

Konfidenz

99%

zak/h s (≥3-5s)

7,74

7,50

5,41

0,00

1,73

2,28

zam/h s (≥6-9s)

7,01

8,13

4,09

0,00

1,88

2,47

zal/h s (≥10-14s)

0,29

0,67

0,00

0,00

0,15

0,20

zasl/h s (≥15s)

0,01

0,03

0,00

0,00

0,01

0,01

zamax

(längste in s)

9,24

2,94

9,50

10,50

0,68

0,89

oak/h s (≥6-9s)

0,59

1,17

0,28

0,00

0,27

0,36

oal/h s (≥10s)

0,10

0,24

0,00

0,00

0,05

0,07

oamax

(längste in s)

10,96

16,75

8,00

0,00

3,87

5,08

gemak/h s (≥6-9s)

0,73

0,89

0,42

0,00

0,21

0,27

gemam/h s (≥10-14s)

0,23

0,79

0,00

0,00

0,18

0,24

gemal/h s (≥15s)

0,03

0,10

0,00

0,00

0,02

0,03

gemax

(längste in s)

11,62

27,87

9,50

0,00

6,44

8,46

5.2.2 Hypopnoen, Desaturationen und CO2-Werte der Erstuntersuchung (U 1)

In Tabelle 13 werden die Resultate und Berechnungsergebnisse von allen 72 Säuglingen der U 1 folgender Parameter angegeben: Hypopnoehäufigkeiten (hy/h sleep), Verteilung der mittleren Sauerstoffsättigung in active und quiet sleep (msaa und msaq), Häufigkeiten von Desaturationsereignissen unter 90% in active und quiet sleep (des90a und des90q) und CO2-Wert-Verteilungen (endexspiratorisch-kapnographisch – micoa, micoq und transkutan – mitcco2a, mitcco2q) mit Mittelwert, Standardabweichung, Medianwert sowie Konfidenzintervallen 95% und 99%.


[Seite 61↓]

Tabelle 13:Mittelwert, Standardabweichung, Median und Konfidenzintervalle (95% und 99%) von Hypopnoen pro Stunde Schlaf, maximaler Hypopnoe, mittlerer Sauerstoffsättigung in active und quiet sleep, Desaturationen unter 90% sowie der mittleren CO2-Werte (in active- und quiet sleep - transkutan und endexspiratorisch gemessen) in U 1

Parameter U1

Mittel-

wert

SD

Median

Modal-

wert

Konfidenz

95%

Konfidenz

99%

hy / h s(≥10 s)

0,07

0,19

0,00

0,00

0,04

0,06

hymax (längste in s)

6,74

18,52

0,00

0,00

4,31

5,66

msaa(in %)

97,51

0,86

98,00

98,00

0,20

0,26

msaq(in %)

97,74

0,92

98,00

98,00

0,21

0,28

des90a

0,41

0,81

0,00

0,00

0,19

0,25

des90q

0,05

0,27

0,00

0,00

0,06

0,08

micoa(mmHg)

40,77

4,74

42,00

43,00

1,12

1,47

micoq(mmHg)

40,43

4,95

41,00

43,00

1,17

1,53

mitcco2a (mmHg)

37,49

5,52

36,50

35,70

1,34

1,76

mitcco2q (mmHg)

38,81

5,25

38,20

37,00

1,28

1,68

5.2.3 Mittlere Atemfrequenz, periodische Atmung und mittlere Herzfrequenz der Erstuntersuchung (U 1)

Mittelwert, Standardabweichung, Medianwert sowie Konfidenzintervalle 95% und 99% der mittleren Atem- bzw. Herzfrequenz (in Abhängigkeit vom Schlafstadium, mafa, mafq, mhfa, mhfq) und vom prozentualen Anteil der periodischen Atmung (pa), von allen 72 Säuglingen der U 1, sind in Tabelle 14 zusammengefaßt.

Tabelle 14:Mittlere Atem- bzw. Herzfrequenz im active- bzw. quiet sleep in U 1

Parameter U1

Mittel-

wert

SD

Median

Modal-

wert

Konfidenz

95%

Konfidenz

99%

mafa (bpm)

35,21

9,87

34,00

35,00

2,28

2,99

mafq (bpm)

38,43

13,14

35,00

35,00

3,03

3,99

pa (%)

1,50

2,96

0,40

0,00

0,68

0,90

mhfa (bpm)

138,64

9,13

137,70

124,00

2,11

2,77

mhfq (bpm)

134,47

9,21

133,30

130,10

2,13

2,80

5.2.4 Ergebnisse der Schlafparameter MA, RDI und AI der Erstuntersuchung (U 1)

Mittelwert, Standardabweichung, Medianwert sowie Konfidenzintervalle 95% und 99% des mittleren Atemausfalls in Abhängigkeit vom Schlafstadium (maas, maqs), des Apnoeindex (ai) [Seite 62↓]sowie des respiratory disturbance index in Abhängigkeit vom Schlafstadium (rdia, rdiq), von allen 72 Säuglingen der U 1, werden in Tabelle 15 angegeben.


[Seite 63↓]

Tabelle 15:Mittlerer Atemausfall, Apnoeindex und Respiratory disturbance index der Erstuntersuchung an 72 gesunden Säuglingen

Parameter U1

Mittel-

wert

SD

Median

Modal-

wert

Konfidenz

95%

Konfidenz

99%

maas (s/min sleep)

1,71

1,47

1,31

0,70

0,34

0,45

maqs (s/min sleep)

0,67

1,32

0,30

0,00

0,31

0,40

ai (Apnoen/h s)

14,18

13,46

9,65

6,10

3,11

4,09

rdia (resp.events/h sleep)

19,73

15,85

14,50

11,90

3,66

4,81

rdiq (resp.events/h sleep)

7,12

15,73

2,55

0,00

3,63

4,78

5.3 Polysomnographische Meßergebnisse der Zweituntersuchung (U 2)

Nach der Durchführung einer zweiten Ganznachtpolysomnographie und der manuellen Validierung (Nachbeurteilung der Schlafstadien, Registrierung nicht erfaßter Atmungsstörungen, Eliminierung falsch positiv markierter Atmungsstörungen) wurden die Ableitergebnisse wie nach der U 1 mittels Excel® erfaßt. Darüber hinaus erfolgten Signifikanztests (Zweistichproben-t-Test und F-Test) zwischen den Einzelwerten der U 1 und U 2.

Tabelle 16:Struktur der Untersuchungsgruppe zur zweiten Polysomnograpie

U 2

n

mittleres

Geburtsgewicht

mittleres

Gestationsalter

mittleres

Gewicht bei U 1

mittlere Risikopunktzahl

nach Grazer

Fragebogen

Gesamtzahl

57

3168,2

37,9

5843,2

3,6

„Normalkinder“

40

3202,8

38,5

5785,9

2,5

Risikokinder

17

2955,3

36,4

5974,3

6,4

Zur U 2 erschienen 57 Kinder von ursprünglich 72, davon hatten 17 Kinder lt. Risikofragebogen ein erhöhtes SID-Risiko (im Mittel mindestens 6 Risikofaktoren). In der Risikogruppe waren [Seite 64↓]mehr ehemalige Frühgeborene als in der Gruppe der „Normalkinder“. Die mittleren Körpergewichte zur 2. Untersuchung waren nahezu identisch.

5.3.1 Apnoehäufigkeiten der Zweituntersuchung (U 2)

Bei der Berechnung der Apnoehäufigkeiten von 57 Säuglingen der U 2 ergaben sich die in Tabelle 17 zusammengefaßten Resultate: Mittelwert, Standardabweichung, Medianwert sowie Konfidenzintervalle 95% und 99% zentraler Apnoen, getrennt nach Dauer ( ≥3 sec. – 5 sec. - zak; 6 – 9 sec. – zam; ≥10 - 14 sec. – zal; ≥15 sec. – zasl), obstruktiver Apnoen, getrennt nach Dauer (≥6 – < 10 sec. – oak; ≥10 sec. – oal), gemischter Apnoen, getrennt nach Dauer (≥6 - 9 sec. – gemak; ≥10 - 14 sec. – gemam; ≥15 sec. – gemal). Außerdem sind jeweils die Häufigkeitsverteilungen der längsten zentralen, obstruktiven und gemischten Apnoen dargestellt und es werden die Ergebnisse eines Zweistichproben – t - Tests sowie Signifikanz – F - Tests zwischen U1 und U2 angegeben.


[Seite 65↓]

Tabelle 17:Mittelwert, Median, Standardabweichung, Konfidenzintervall 95% von Apnoehäufigkeiten der U2. Signifikanztests zwischen Apnoewerten der U 1 und U 2.

Parameter U2

Mittel-

wert

SD

Median

Modal-

wert

Konfidenz

95%

t –Test

U1-U2

F – Test

U1-U2

zak/h s (≥3-5s)

5,56

6,64

3,43

0,00

1,72

0,08

0,3462

zam/h s (≥6-9s)

3,90

5,36

1,82

0,00

1,39

0,01

0,0015

zal/h s (≥10-14s)

0,12

0,28

0,00

0,00

0,07

0,06

0,0000

zasl/h s (≥15s)

0,00

0,00

0,00

0,00

#ZAHL!

0,05

-

zamax (längste in s)

7,90

3,10

8,50

7,00

0,82

0,01

0,2671

oak/h s (≥6-9s)

0,39

0,81

0,15

0,00

0,21

0,25

0,0047

oal/h s (≥10s)

0,03

0,15

0,00

0,00

0,04

0,05

0,0008

oamax (längste in s)

10,73

34,37

6,50

0,00

9,08

0,90

0,0000

gemak/h s (≥6-9s)

0,68

1,08

0,30

0,00

0,28

0,79

0,1356

gemam/h s (≥10-14s)

0,22

0,52

0,00

0,00

0,13

0,89

0,0013

gemal/h s (≥15s)

0,01

0,04

0,00

0,00

0,01

0,07

0,0000

gemax (längste in s)

8,25

7,20

8,50

0,00

1,87

0,33

0,0000

- die in Spalte t-Test fett gedruckten Zahlen geben an, daß die verglichenen Datenreihen den gleichen Mittelwert
haben

5.3.2 Hypopnoen, Desaturationen und CO2 – Werte der Zweituntersuchung (U 2)

In Tabelle 18 werden die Resultate und Berechnungsergebnisse von allen 57 Säuglingen der U 2 folgender Parameter angegeben: Hypopnoehäufigkeiten (hy/h sleep), Verteilung der mittleren Sauerstoffsättigung in active und quiet sleep (msaa und msaq), Häufigkeiten von Desaturationsereignissen unter 90% in active und quiet sleep (des90a und des90q) und CO2-Wert-Verteilungen (endexspiratorisch-kapnographisch – micoa, micoq und transkutan – mitcco2a, mitcco2q) mit Mittelwert, Standardabweichung, Medianwert sowie Konfidenzintervallen 95% und 99%, in der letzten Spalte finden sich die Ergebnisse eines vergleichenden Signifikanztests zwischen den entsprechenden Werten der U 1 und U 2.


[Seite 66↓]

Tabelle 18: Hypopnoehäufigkeiten (pro h sleep), mittlere Sauerstoffsättigung, Desaturationen unter 90%, transkutane und endexspiratorische CO2-Werte in Abhängigkeit vom Schlafstadium – Mittelwerte, Median, Modalwert, Konfidenzintervall 95% und Signifikanztests zwischen entsprechenden Werten der U 1 und U 2

Parameter U2

Mittel-

wert

SD

Median

Modal-

wert

Konfidenz

95%

t –Test

U1-U2

F – Test

U1-U2

hy / h s(≥10 s)

0,04

0,14

0,00

0,00

0,04

0,45

0,0222

hymax (längste in s)

2,58

6,50

0,00

0,00

1,72

0,08

0,0000

msaa(in %)

97,63

1,08

98,00

98,00

0,28

0,50

0,0643

msaq(in %)

97,75

1,14

98,00

98,00

0,30

0,92

0,0886

des90a

0,26

0,77

0,00

0,00

0,20

0,27

0,6731

des90q

0,02

0,13

0,00

0,00

0,03

0,35

0,0000

micoa(mmHg)

39,21

3,57

39,00

37,00

0,94

0,04

0,0315

micoq(mmHg)

39,45

4,10

39,50

38,00

1,07

0,22

0,1510

mitcco2a (mmHg)

35,85

3,40

36,40

36,90

1,05

0,06

0,0016

mitcco2q (mmHg)

37,02

3,74

36,95

36,20

1,16

0,04

0,0247

- die in Spalte t-Test fett gedruckten Zahlen geben an, daß die verglichenen Datenreihen den gleichen Mittelwert
haben


[Seite 67↓]

5.3.3  Mittlere Atemfrequenz, periodische Atmung und mittlere Herzfrequenz der Zweituntersuchung (U 2)

Von allen 57 Säuglingen der U 2 sind Mittelwert, Standardabweichung, Medianwert sowie Konfidenzintervall 95% der mittleren Atem- bzw. Herzfrequenz (in Abhängigkeit vom Schlafstadium, mafa, mafq, mhfa, mhfq) und vom prozentualen Anteil der periodischen Atmung (pa) in Tabelle 19 angegeben. Außerdem wurden die ermittelten Werte von U 1 und U 2 auf signifikante Unterschiede geprüft.

Tabelle 19:Mittlere Atem- und Herzfrequenz in Abhängigkeit vom Schlafstadium sowie periodische Atmung bei 57 gesunden Säuglingen (U 2)

Parameter U2

Mittel-

wert

SD

Median

Modal-

wert

Konfidenz

95%

t –Test

U1-U2

F – Test

U1-U2

mafa (bpm)

30,06

7,72

28,0

26,00

2,02

0,00

0,0594

mafq (bpm)

30,52

9,15

28,0

28,00

2,40

0,00

0,0058

pa (%)

1,11

2,52

0,20

0,00

0,67

0,01

0,2202

mhfa (bpm)

126,53

8,68

125,80

125,4

2,25

0,00

0,6941

mhfq (bpm)

122,12

10,04

123,20

121,3

2,61

0,00

0,4882

- die in Spalte t-Test fett gedruckten Zahlen geben an, daß die verglichenen Datenreihen den gleichen Mittelwert
haben

5.3.4 Ergebnisse der Schlafparameter MA, RDI und AI der Zweituntersuchung (U 2)

Die Resultate von Mittelwert, Standardabweichung, Medianwert und Konfidenzintervall 95% des mittleren Atemausfalls in Abhängigkeit vom Schlafstadium (maas, maqs), des Apnoeindex (ai) sowie des respiratory disturbance index gleichfalls in Abhängigkeit vom Schlafstadium (rdia, rdiq) aller 57 Säuglinge der U 2 und Signifikanzprüfungen auf Unterschiede zwischen Werten von U 1 und U 2 sind in Tabelle 20 zusammengefaßt.


[Seite 68↓]

Tabelle 20:Mittlerer Atemausfall, Apnoeindex und Respiratory disturbance index der Zweituntersuchung

Parameter U2

Mittel-

wert

SD

Median

Modal-

wert

Konfidenz

95%

t –Test

U1-U2

F – Test

U1-U2

maas (s/min sleep)

1,14

1,12

0,85

0,1

0,29

0,01

0,032

maqs (s/min sleep)

0,53

0,36

0,36

0,00

0,16

0,44

0,000

ai (Apnoen/h s)

9,51

10,33

6,7

0,5

2,68

0,03

0,0407

rdia (resp.events/h sleep)

13,83

13,42

8,3

3,5

3,48

0,02

0,1964

rdiq (resp.events/h sleep)

5,59

7,27

3,8

0,00

1,89

0,47

0,0000

- die in Spalte t-Test fett gedruckten Zahlen geben an, daß die verglichenen Datenreihen den gleichen Mittelwert
haben

5.4 Polysomnographische Meßergebnisse der Drittuntersuchung (U 3)

Nach der Durchführung einer dritten Ganznachtpolysomnographie und der manuellen Validierung (Nachbeurteilung der Schlafstadien, Registrierung nicht erfaßter Atmungsstörungen, Eliminierung falsch positiv markierter Atmungsstörungen) wurden die Ableitergebnisse wie nach der U 2 mittels Excel® erfaßt. Darüber hinaus erfolgten Signifikanztests (Zweistichproben – t - Test und F - Test) zwischen den Einzelwerten der U 2 und U 3.


[Seite 69↓]

Tabelle 21:Ergebnisse der Drittuntersuchung (U 3) an 31 gesunden Säuglingen bzw. Kleinkindern

U 3

n

mittleres Geburtsgewicht

mittleres Gestationsalter

mittleres Gewicht bei U 1

mittlere Risikopunktzahl

nach Grazer

Fragebogen

Gesamtzahl

31

2846,1

37,0

8800,0

3,2

„Normalkinder“

23

3122

38,1

9166,6

2,3

Risikokinder

8

2165,2

33,6

5500

6

Zur U 3 erschienen 31 Kinder von ursprünglich 72, davon hatten 8 Kinder lt. Risikofragebogen ein erhöhtes SID-Risiko (im Mittel 6 Risikofaktoren). In der Risikogruppe waren mehr ehemalige Frühgeborene als in der Gruppe der „Normalkinder“. Die mittleren Körpergewichte zur 3. Untersuchung sind wegen mehrerer fehlender Daten nicht vergleichbar.

5.4.1 Apnoehäufigkeiten der Drittuntersuchung (U 3)

Bei der Berechnung der Apnoehäufigkeiten von 31 Säuglingen der U 3 ergaben sich die in Tabelle 22 aufgelisteten Resultate: Mittelwert, Standardabweichung, Medianwert sowie Konfidenzintervalle 95% und 99% zentraler Apnoen, getrennt nach Dauer ( ≥3 sec. – 5 sec. - zak; ≥6 – 9 sec. – zam; ≥10 - 14 sec. – zal; ≥ 15 sec. – zasl), obstruktiver Apnoen, getrennt nach Dauer (≥6 – < 10 sec. – oak; ≥10 sec. – oal), gemischter Apnoen, getrennt nach Dauer (≥6 - 9 sec. – gemak; ≥10 - 14 sec. – gemam; ≥15 sec. – gemal). Außerdem sind jeweils die Häufigkeitsverteilungen der längsten zentralen, obstruktiven und gemischten Apnoen dargestellt und es werden die Ergebnisse eines Zweistichproben – t - Tests sowie Signifikanz – F - Tests zwischen U2 und U3 angegeben.


[Seite 70↓]

Tabelle 22:Mittelwerte, Median, Modalwerte, Konfidenzintervall 95%, t-Test, F-Test von Ap-noeparametern der U3

Parameter U3

Mittel-

wert

SD

Median

Modal-

wert

Konfidenz

95%

t –Test

U2-U3

F – Test

U2-U3

zak/h s (≥3-5s)

1,23

1,21

1,09

0,00

0,43

0

0,0

zam/h s (≥6-9s)

1,15

1,21

1,00

0,00

0,43

0

0,0

zal/h s (≥10-14s)

0,11

0,18

0,00

0,00

0,06

0,76

0,0086

zasl/h s (≥15s)

0,00

0,00

0,00

0,00

#ZAHL!

-

-

zamax (längste in s)

7,66

4,27

9,00

0,00

1,50

0,97

0,1324

oak/h s (≥6-9s)

0,16

0,40

0,00

0,00

0,14

0,08

0,0001

oal/h s (≥10s)

0,08

0,18

0,00

0,00

0,06

0,19

0,3056

oamax (längste in s)

3,77

4,94

0,00

0,00

1,74

0,15

0,0

gemak/h s (≥6-9s)

0,22

0,40

0,14

0,00

0,14

0,01

0,0

gemam/h s (10-14s)

0,24

0,54

0,00

0,00

0,19

0,84

0,7672

gemal/h s (≥15s)

0,01

0,05

0,00

0,00

0,02

0,65

0,3528

gemax (längste in s)

6,34

5,87

7,00

0,00

2,07

0,18

0,2281

- die in Spalte t-Test fett gedruckten Zahlen geben an, daß die verglichenen Datenreihen den gleichen Mittelwert
haben

5.4.2 Hypopnoen, Desaturationen und CO2 – Werte der Drittuntersuchung (U3)

In Tabelle 23 werden die Resultate und Berechnungsergebnisse von allen 31 Säuglingen der U 3 folgender Parameter angegeben: Hypopnoehäufigkeiten (hy/h sleep), Verteilung der mittleren Sauerstoffsättigung in active und quiet sleep (msaa und msaq), Häufigkeiten von Desaturationsereignissen unter 90% in active und quiet sleep (des90a und des90q) und CO2-Wert-Verteilungen (endexspiratorisch-kapnographisch – micoa, micoq und transkutan – mitcco2a, mitcco2q) mit Mittelwert, Standardabweichung, Medianwert sowie Konfidenzintervallen 95% und 99%, in der letzten Spalte finden sich die Ergebnisse eines vergleichenden Signifikanztests zwischen den entsprechenden Werten der U 2 und U 3.


[Seite 71↓]

Tabelle 23:Hypopnoehäufigkeiten (pro h sleep), mittlere Sauerstoffsättigung, Desaturationen unter 90%, transkutane und endexspiratorische CO2-Werte in Abhängigkeit vom Schlafstadium – Mittelwerte, Median, Modalwert, Konfidenzintervall 95% und Signifikanztests zwischen entsprechenden Werten der U 2 und U 3

Parameter U3

Mittel-

wert

SD

Median

Modal-

wert

Konfidenz

95%

t –Test

U2-U3

F – Test

U2-U3

hy / h s(≥10 s)

0,02

0,09

0,00

0,00

0,03

0,30

0,0032

hymax (längste in s)

0,94

3,64

0,00

0,00

1,28

0,15

0,0013

msaa(in %)

97,77

0,88

98,00

98,00

0,31

0,51

0,2363

msaq(in %)

97,74

0,86

98,00

98,00

0,30

0,95

0,0919

des90a

0,00

0,00

0,00

0,00

#ZAHL!

0,01

-

des90q

0,00

0,00

0,00

0,00

#ZAHL!

0,32

-

micoa (Torr)

37,68

4,75

37,50

44,00

1,76

0,14

0,0744

micoq (Torr)

37,61

5,84

39,00

44,00

2,16

0,14

0,0263

mitcco2a (Torr)

43,16

6,54

42,10

42,20

3,02

0,00

0,0007

mitcco2q (Torr)

44,63

7,27

43,40

43,40

3,36

0,00

0,0006

- die in Spalte t-Test fett gedruckten Zahlen geben an, daß die verglichenen Datenreihen den gleichen Mittelwert
haben

5.4.3 Mittlere Atemfrequenz, periodische Atmung und mittlere Herzfrequenz der Drittuntersuchung (U 3)

Von allen 31 Säuglingen der U 3 sind Mittelwert, Standardabweichung, Medianwert sowie Konfidenzintervall 95% der mittleren Atem- bzw. Herzfrequenz (in Abhängigkeit vom Schlafstadium, mafa, mafq, mhfa, mhfq) und vom prozentualen Anteil der periodischen Atmung (pa) in Tabelle 24 angegeben. Außerdem wurden die ermittelten Werte von U 2 und U 3 auf signifikante Unterschiede geprüft.

Tabelle 24:Mittlere Atem- und Herzfrequenz in Abhängigkeit vom Schlafstadium und periodische Atmung der Drittuntersuchung (U3)

Parameter U3

Mittel-

wert

SD

Median

Modal-

wert

Konfidenz

95%

t –Test

U2-U3

F – Test

U2-U3

mafa (bpm)

23,77

5,14

23,00

23,00

1,84

0,00

0,0196

mafq (bpm)

23,53

5,48

22,50

24,00

1,96

0,00

0,0038

pa (%)

0,12

0,41

0,00

0,00

0,14

0,01

0,0000

mhfa (bpm)

114,62

9,66

114,80

110,40

3,40

0,00

0,4805

mhfq (bpm)

108,83

9,64

108,20

106,20

3,39

0,00

0,8254

- die in Spalte t-Test fett gedruckten Zahlen geben an, daß die verglichenen Datenreihen den gleichen Mittelwert
haben

5.4.4 Ergebnisse der Schlafparameter MA, RDI und AI der Drittuntersuchung (U 3)

Die Resultate von Mittelwert, Standardabweichung, Medianwert und Konfidenzintervall 95% des mittleren Atemausfalls in Abhängigkeit vom Schlafstadium (maas, maqs), des Apnoeindex (ai) sowie des respiratory disturbance index gleichfalls in Abhängigkeit vom Schlafstadium (rdia, [Seite 72↓]rdiq) aller 31 Säuglinge der U 2 und Signifikanzprüfungen auf Unterschiede zwischen Werten von U 2 und U 3 sind in Tabelle 25 zusammengefaßt.


[Seite 73↓]

Tabelle 25:Mittlerer Atemausfall, Respiratory disturbance index in Schlafstadienabhängigkeit und Apnoeindex der drittuntersuchten, gesunden 31 Säuglinge bzw. Kleinkinder

Parameter U3

Mittel-

wert

SD

Median

Modal-

wert

Konfidenz

95%

t –Test

U2-U3

F – Test

U2-U3

maas (s/min sleep)

0,46

0,31

0,46

0,13

0,11

0,00

0,0000

maqs (s/min sleep)

0,18

0,17

0,15

0,00

0,06

0,00

0,0000

ai (Apnoen/h s)

2,74

1,97

2,50

2,50

0,69

0,00

0,0000

rdia (resp.events/h sleep)

4,95

3,80

4,80

4,90

1,34

0,00

0,0000

rdiq (resp.events/h sleep)

1,58

1,34

1,30

0,00

0,47

0,00

0,0000

- die in Spalte t-Test fett gedruckten Zahlen geben an, daß die verglichenen Datenreihen den gleichen Mittelwert
haben

5.5 Ergebnisse des longitudinalen Vergleiches

Über den Verlauf des ersten Lebensjahres wurden insgesamt 31 zufällig ausgewählte Kinder 3 Mal polysomnographisch untersucht und teilweise mit einem Heimmonitor überwacht. Im Folgenden werden Boxplot-Darstellungen der Einzelparameter im longitudinalen Verlauf dargestellt, die sich signifikant oder zumindest deutlich verändert haben.

5.5.1 Box – Plot - Darstellung zentraler, obstruktiver und gemischter Apnoen im 1. Lebensjahr


[Seite 74↓]

Graphik 1: Boxplotdarstellung der Häufigkeitsverteilung kurzer, zentraler Apnoen (zak; Dauer 3-5 sec.) pro Stunde Schlaf (/ h sleep) in Altersabhängigkeit (1., 2., 3. Untersuchung)

Graphik 2: Boxplotdarstellung der Häufigkeitsverteilung mittellanger, zentraler Apnoen (zam; Dauer 6-10 sec.) pro Stunde Schlaf (/ h sleep) in Altersabhängigkeit

Graphik 3: Boxplotdarstellung der Häufigkeitsverteilung langer, zentraler Apnoen (zal; Dauer 11-15 sec.) pro Stunde Schlaf (/ h sleep) in Altersabhängigkeit

Graphik 4: Boxplotdarstellung der Verteilung der längsten, zentralen Apnoen (zamax in sec.) in Altersabhängigkeit

Die folgende Darstellung zeigt die Verteilung aller zentralen Apnoen (zak + zam + zal + zasl) pro Stunde Schlaf im longitudinalen Verlauf bei 31 (auswertbare Parameter lieferten nur 29 Probanden) gesunden Säuglingen. Die Abnahme der Häufigkeit und die kleiner werdende Streuung werden mit zunehmendem Alter deutlich.

Während die mittellangen, zentralen Atempausen in ihrer Inzidenz über das erste Lebensjahr relativ konstant bleiben, zeigt sich bei den längsten Apnoen ein größer werdender Interquartilrange (IQR). Je älter also das Kind, umso seltener, aber evtl. auch bedeutsamer, sind lange Apnoen über 10 – 15 sec. Dauer.

Graphik 5: Zusammenfassung aller zentralen Apnoeereignisse pro Stunde Schlaf in Altersabhängigkeit

Graphik 6: Boxplotdarstellung der Häufigkeiten kurzer, obstruktiver Apnoen (oak; Dauer 6-10 sec.) pro Stunde Schlaf (/ h sleep) in Altersabhängigkeit

Graphik 7: Boxplotdarstellung der Häufigkeit langer, obstruktiver Apnoen pro Stunde Schlaf (oal; Dauer > 10 sec.)

[Seite 78↓]
Graphik 8: Verteilung der Dauern längster obstruktiver Apnoen (oamax) im ersten Lebensjahr


[Seite 79↓]

Die folgende Darstellung zeigt die Verteilung aller obstruktiven Apnoen (oak + oal) pro Stunde Schlaf im longitudinalen Verlauf bei 31 (auswertbare Parameter lieferten nur 29 Probanden) gesunden Säuglingen. Die Abnahme der Häufigkeit und der kleiner werdende IQR werden mit zunehmendem Alter deutlich.

Graphik 9: Zusammenfassung aller obstruktiven Apnoeereignisse pro Stunde Schlaf in Altersabhängigkeit

Graphik 10: Boxplotdarstellung der Häufigkeiten kurzer, gemischter Apnoen (gemak; Dauer 6-10 sec.) pro Stunde Schlaf (/ h sleep) in Altersabhängigkeit


[Seite 80↓]

Graphik 11: Boxplotdarstellung der Häufigkeit mittellanger, gemischter Apnoen (gemam; Dauer 10-15 sec.) pro Stunde Schlaf (/ h sleep) in Altersabhängigkeit

Graphik 12: Boxplotdarstellung der Verteilung der Dauern der längsten gemischten Apnoen (gemax) in Altersabhängigkeit

Die folgende Darstellung zeigt die Verteilung aller gemischten Apnoen (gemak + gemam + gemal) pro Stunde Schlaf im longitudinalen Verlauf bei 31 (auswertbare Parameter lieferten nur 29 Probanden) gesunden Säuglingen. Die Abnahme der Häufigkeit und die kleiner werdende Streuung werden mit zunehmendem Alter deutlich.


[Seite 81↓]

Graphik 13: Zusammenfassung aller gemischten Apnoeereignisse pro Stunde Schlaf in Altersabhängigkeit

5.5.2 Box – Plot – Darstellung von Desaturationsereignissen unter 90% und kapnographisch und transkutan gemessener CO2 – Werte im ersten Lebensjahr

Die graphische Darstellung der longitudinalen Verteilung von Hypopnoen im ersten Lebensjahr erscheint wegen geringer Häufigkeit (die der Diskussion bedarf) in vorliegender Studiengruppe nicht sinnvoll.

Graphik 14: Longitudinale Entwicklung des prozentualen Desaturationsanteils unter 90% SaO2 im active sleep (des90a) an der Totalschlafzeit (TST)

Die Darstellung von Desaturationsereignissen im quiet sleep erscheint wegen geringer Häufigkeit und minimaler Streuung nicht sinnvoll.


[Seite 82↓]

Graphik 15: Boxplotdarstellung des kapnographisch, endexspiratorisch gemessenen mittleren CO2-Gehaltes im active sleep (micoa) in Altersabhängigkeit

Graphik 16: Boxplotdarstellung des kapnographisch, endexspiratorisch gemessenen, mittleren CO2-Gehaltes im quiet sleep (micoq) in Altersabhängigkeit

Graphik 17: Boxplotdarstellung des transkutan gemessenen, mittleren CO2-Partialdruckes im active sleep (mitcco2a) in Altersabhängigkeit

Graphik 18: Boxplotdarstellung des transkutan gemessenen, mittleren CO2-Partialdruckes im quiet sleep (mitcco2q)


[Seite 84↓]

5.5.3  Ergebnisse des altersabhängigen Wertigkeitsvergleiches der beiden CO2 - Bestimmungsmethoden

Tabellarisch sind die Ergebnisse des Vergleichs zwischen Mittelwerten und Standardabweichungen der mittleren kapnographisch gemessenen CO2- Werte und der mittleren transkutan gemessenen CO2 – Werte dargestellt (Tab. 26). Mittels Signifikanz- und Korrelationstestung ergeben sich zwar Unterschiede zwischen den Mittelwerten, die Standardabweichungen korrelieren jedoch stark. Die Ähnlichkeit der CO2 – Werte der beiden Methoden wurde exemplarisch mit Hilfe einer graphischen Darstellung (Diagramm 3) der Meßwerte im active bzw. quiet sleep der U 1 verdeutlicht.

Die Ergebnisse des Vergleiches weisen auf eine gewisse Identität der Meßmethoden hin.


[Seite 85↓]

Tabelle 26:Mittelwert- und Standardabweichungsvergleich der transkutanen und kapnographischen CO2 – Wertbestimmung U1, 2 und 3 (getrennt nach active- und quiet sleep)

 

Mittelwert

SD

t – Test

F – Test

Korrelation

      

micoa_1

40,77

4,74

0,00

0,2149

0,129

mitcco2a_1

37,49

5,52

   
      

micoa_2

39,21

3,57

0,00

0,7572

-0,028

mitcco2a_2

35,85

3,40

   
      

micoa_3

37,68

4,75

0,00

0,1328

0,470

mitcco2a_3

43,16

6,54

   
      

micoq_1

40,43

4,95

0,07

0,6220

0,117

mitcco2q_1

38,81

5,25

   
      

micoq_2

39,45

4,10

0,00

0,5551

-0,223

mitcco2q_2

37,02

3,74

   

     

micoq_3

37,61

5,84

0,00

0,2995

0,723

mitcco2q_3

44,63

7,27

   


[Seite 86↓]

Diagramm 3: Einzelwerte der kapnographischen und transkutanen CO2 – Bestimmungen der U1 in active bzw. quiet sleep


[Seite 87↓]

5.5.4  Box –Plot – Darstellung periodischer Atmung, mittlerer Atem- und Herzfrequenz im ersten Lebensjahr

Graphik 19: Altersabhängige Entwicklung des prozentualen Anteils periodischer Atmung (pa) an der Gesamtschlafzeit bei Säuglingen

Graphik 20: Die mittlere Atemfrequenz im active- und quiet sleep (maf a; maf q) in Altersabhängigkeit


[Seite 88↓]

Graphik 21: Mittlere Herzfrequenz im active- und quiet sleep (mhfa; mhfq) bei gesunden Säuglingen in Altersabhängigkeit

5.5.5 Box – Plot – Darstellung der Schlafparameter Mittlerer Atemausfall, Apnoeindex und Respiratory disturbance index im Verlauf des ersten Lebensjahres

Graphik 22: Boxplotdarstellung der altersabhängigen Veränderung des mittleren Atemausfalls im active- und quiet sleep (maas; maqs in s / min)


[Seite 89↓]

Graphik 23: Graphische Darstellung der altersabhängigen Entwicklung des Apnoeindex bei gesunden Säuglingen


Graphik 24: Boxplotdarstellung der altersabhängigen Entwicklung des respiratory disturbance index im active- und quiet sleep (rdi a; rdi q) bei Säuglingen


[Seite 90↓]

5.5.6  Deklaration longitudinaler „Normbereiche“ der Polysomnographieparameter Mittlerer Atemausfall (MA), Respiratory disturbance index (RDI), Anteil periodischer Atmung (PA), der Summe zentraler bzw. obstruktiver Apnoen (Sum_za, Sum_oa)

Eine lineare Entwicklung der punktuell, longitudinal dreimal während der Säuglingsperiode gemessenen Polysomnographieparameter vorausgesetzt, werden für zusammenfassende Schlafdaten Normbereiche deklariert. Dazu können minimale und maximale Werte der Interquartilranges der U1, U2 und U3 verbunden werden. Die so entstandenen Sektoren, begrenzt also jeweils durch 25. und 75. Perzentile, dienen einer praktikablen aber groben Orientierung, ob das jeweils erhaltene Meßergebnis einer Polysomnographie im ersten Lebensjahr zumindest näherungsweise als unauffällig oder auffällig zu betrachten ist.

Graphik 25: Deklarierte Normbereiche des mittleren Atemausfalls im active- bzw. quiet sleep bei Säuglingen (ma in s/min sleep)


[Seite 91↓]

Graphik 26: Deklarierte Normbereiche für den respiratory disturbance index (rdi) im active- bzw. quiet sleep im Säuglingsalter (Anzahl Atmungsstörungen / Std. Schlaf)


[Seite 92↓]

Graphik 27: Deklarierter Normbereich für den prozentualen Anteil periodischer Atmung am Gesamtschlaf in Altersabhängigkeit

Graphik 28: Deklarierte Normbereiche für die Anzahl aller zentralen bzw. obstruktiven Apnoen pro Stunde Schlaf im Verlauf des ersten Lebensjahres


[Seite 93↓]

5.5.7  Veränderung der Schlafstruktur im Verlauf der Longitudinaluntersuchung

Die automatische Schlafstadienanalyse des verwendeten Polysomnographiesystems kann nur eine orientierende Aussage bezüglich der Schlafstruktur geben. Jede automatische Analyse bedarf bisher der manuellen Nachvalidierung, die bei allen Studienkindern erfolgte. Bei der Auswertung der Schlafstadienanteile wurden, um eine praktikable Beurteilungsmöglichkeit zu schaffen, nur active- und quiet sleep Phasen berücksichtigt. Die gleichmäßig verteilten indeterminated – sleep Phasen und alle Wach – Phasen wurden regelmäßig dem quiet sleep zugeordnet.

Diagramm 4:Schlafstadienverteilung der 31 longitudinal polysomnographierten, gesunden Säuglinge

Der Anteil active sleep nahm in der Studiengruppe mit zunehmendem Alter ab, während der quiet sleep Anteil zunahm. Durchschnittlich wurden alle Kinder 7 bis 8 Stunden im Schlaflabor untersucht, diese Zeit beinhaltet auch die Vorbereitung zur Polysomnographie, evtl. Wachphasen oder Fütterungszeiten. In allen 3 Untersuchungen betrug der auswertbare Schlafanteil etwa 80%. Am longitudinalen Verlauf unserer Studiengruppe kann ein altersabhängiger, zunehmender quiet sleep – Anteil, als physiologisches Entwicklungskriterium, eindeutig nachvollzogen werden.


[Seite 94↓]

Tabelle 27:Anteile von active- bzw. quiet sleep an der Gesamtuntersuchungszeit

Statistikfunktion

Nummer

der Untersuchung

gesamte Unter-suchungszeit (min)

Anteil

active sleep

Anteil

quiet sleep

U1

432,97

21,96%

62,10%

Mittelwert

U2

441,86

30,73%

52,44%

 

U3

484,00

45,25%

38,22%

U1

72,94

59,26

92,53

Standardabweichung

U2

77,32

64,05

85,72

 

U3

78,51

73,36

70,45

U1

431,00

21,06

62,41

Medianwert

U2

434,00

31,45

50,92

 

U3

484,00

45,25

38,22

   

active sleep (min)

quiet sleep

(min)

Minimalwert

U1

180

11,5

97

 

U2

188

36

77,5

 

U3

322

105

85,5

Maximalwert

U1

598

248

418

 

U2

596

311

369

 

U3

598

388

305

5.5.8 Einfluß von Schlafstadium auf Polysomnographieparameter

Um den Einfluß des aktuellen Schlafstadiums auf die jeweiligen Polygraphieparameter zu untersuchen, werden Werte aus active- und quiet sleep verglichen. Mit Hilfe des nichtparametrischen Wilcoxon – Tests konnten bei der mittleren Herzfrequenz, dem mittleren Atemausfall, dem Respiratory disturbance index aller 3 Untersuchungen die in Tabelle 28 folgenden, statistisch signifikanten Unterschiede festgestellt werden. Die mittlere [Seite 95↓]Sauerstoffsättigung, die Inzidenz von Desaturationen unter 90%, die mittlere, endexspiratorische CO2-Konzentration und die Inzidenz von Hyperkapnien über 50mmHg zeigen in den ersten beiden Untersuchungen (U1 und U2) signifikante Unterschiede zwischen active- und quiet sleep. Die mittlere Atemfrequenz war nur zum Zeitpunkt der Erstuntersuchung im quiet sleep signifikant niedriger als im active sleep.

Insgesamt zeigt der Vergleich mittels Wilcoxon-Test (Tab. 28), der auch bei Anwendung des T-Tests (Untersuchung zur Korrelation bei gepaarten Stichproben) nahezu identische Ergebnisse erbrachte (Ausnahme hier: Inzidenz von Desaturationen unter 90% in U1 – kein signifikanter Unterschied), statistisch signifikante Unterschiede zwischen den beiden hauptsächlichen Schlafstadien.


[Seiten 96 - 97↓]

Tabelle 28:Wilcoxon-Test zum nichtparametrischen, paarweisen Vergleich polysomnographischer Parameter zwischen quiet- und active- sleep

Parameterpaare

getrennt für

U1, U2, U3

Asymptotische

Signifikanz

(p<0,05)

rdiq_1 - rdia_1

0,000

rdiq_2 - rdia_2

0,000

rdiq_3 - rdia_3

0,000

maqs_1 - maas_1

0,000

maqs_2 - maas_2

0,000

maqs_3 - maas_3

0,000

mhfq_1 - mhfa_1

0,000

mhfq_2 - mhfa_2

0,000

mhfq_3 - mhfa_3

0,000

msaq_1 - msaa_1

0,004

msaq_2 - msaa_2

0,035

msaq_3 - msaa_3

0,655

des90q_1 - des90a_1

0,000

des90q_2 - des90a_2

0,003

des90q_3 - des90a_3

1,000

micoq_1 - micoa_1

0,288

micoq_2 - micoa_2

0,306

micoq_3 - micoa_3

0,664

co50q_1 - co50a_1

0,000

co50q_2 - co50a_2

0,002

co50q_3 - co50a_3

0,102

mitcoq_1 - mitcoa_1

0,000

mitcoq_2 - mitcoa_2

0,002

mitcoq_3 - mitcoa_3

0,069

mafq_1 - mafa_1

0,000

mafq_2 - mafa_2

0,970

mafq_3 - mafa_3

0,495


[Seite 98↓]

5.6  Ergebnisse der retrospektiven Analyse des Risikofragebogens

Von 236 ausgegebenen SID – Risikofragebögen konnten nach Rückerhalt 89 ausgewertet werden. In die Analyse wurden aber nur die Bögen aufgenommen, von denen die Kinder zu mindestens einer Polysomnographie erschienen waren – 72.

Diagramm 5: Darstellung der Häufigkeiten des Auftretens der erfragten Risikofaktoren

Legende:
fst; Familienstand der Mutter, rpp; Rauchen präpartal (vor Entbindung), st; Stillen (1 = <6Wo gestillt, 0 = gestillt), fg; Frühgeburt (<37 SSW), kr; Familienkrankheiten, kl23; bei Entbindung jünger als 23 Jahre?, frsw; vor aktueller Schwangerschaft (SS) bereits schwanger?, 2js; in letzten 2 Jahren schwanger?, bron; Anamnese mit Bronchitis belastet?, epi; Epileptiker in Familie?, sid; Fälle Plötzlichen Säuglingstodes (SID) in Familie?, erbr; während SS häufig erbrochen?, rr; während SS häufig niedriger Blutdruck (RR)?, wbew; Kind während SS wenig bewegt?, medik; zur Geburtseinleitung Medikamente erhalten?, sec; Geburt durch Kaiserschnitt (Sectio)?, kopn; Komplikationen beim Kind nach der Geburt?, ikt; Neugeborenengelbsucht (Ikterus)?, vers; Kind verschluckt sich häufig?, raupn; Rauchen nach der Entbindung?, schwi; Kind schwitzt stark?, bau; Kind wird in Bauchlage zum Schlafen gelegt?, tief; Kind schläft oft so tief, daß es kaum erweckbar ist?, ruhe; Kind oft sehr ruhig?, blß; Kind oft sehr blaß?, blu; Kind wird oft bei Belastung blau (oder bei Trinken)?, geschr; Kind hat aus Schlaf schon öfter jäh aufgeschrien?, apno; Kind macht häufige Atempausen?

Der häufigste Risikofaktor war in der Studiengruppe das fehlende oder kurze Stillen (unter 6 Wochen) vor der Notwendigkeit einer medikamentösen Therapie zur Geburtseinleitung. Besonders häufig traten die Faktoren: Rauchen vor der Geburt, Frühgeburtlichkeit, Alter der Mutter jünger als 23 Jahre, während der Schwangerschaft häufig niedriger Blutdruck und häufiges Verschlucken des Kindes, auf. Die Tatsache, daß kein Kind in Bauchlage zum Schlafen gelegt wurde, spricht für die gute Aufklärung über das Phänomen SID unter der Bevölkerung.

5.7 Vergleich polysomnographischer Parameter im longitudinalen Verlauf von SID – Risikokindern und Nicht – Risikokindern

Mit Grafik 29 und in den Tabellen 29-31 werden die Vergleichsergebnisse polysomnographischer Parameter zwischen den Gruppen „Risikokinder“ (alle Kinder mit mindestens 5 SID - Risikofaktoren) bzw. „Nichtrisikokinder“ (0 – 4 Risikofaktoren) jeweils longitudinal dargestellt.


[Seite 99↓]

Graphik 29: Vergleich aller Apnoen pro Stunde Schlaf zwischen „Nichtrisiko“- und Risikokindern im Verlauf des ersten Lebensjahres

Wie bei den „Nichtrisikokindern“ fällt auch bei den „Risikosäuglingen“ die Häufigkeit von Atmungsstörungen im Schlaf mit zunehmendem Alter ab. In der Risikogruppe zeigt sich aber ein deutlich geringerer Interquartilrange (IQR) der Werte. Dieses Phänomen zeigt sich bei sehr vielen Polysomnographieparametern, exemplarisch dafür wird eine vergleichende Darstellung des Apnoeindex (AI) von Nicht- bzw.- Risikokindern im longitudinalen Verlauf gegeben. Graphik 29

Nach der Unterteilung der Studiengruppen von U1, 2 und 3 in jeweils „Nichtrisikogruppe“ (Gruppe 1) bzw. „Risikogruppe“ (Gruppe 2) wurden die bekannten Polysomnographieparameter dieser beiden Gruppen hinsichtlich Mittel- und Medianwerten, Standardabweichung und Konfidenzintervallen verglichen. In der nachfolgenden Tabelle (Tab.29) sind die Parameter aufgelistet, die sich zum Untersuchungszeitpunkt U 1 lt. F – Test signifikant unterscheiden. Die Vergleiche zwischen Schlafparametern der Gruppe 1 und Gruppe 2 wurden äquivalent für die U2 bzw. die U3 durchgeführt. Tab. 30 und 31


[Seite 100↓]

Tabelle 29:Schlafparameter von „Nichtrisikokindern“( Gr.1) und „SID-Risikokindern“ (Gr.2), die sich in der Erstuntersuchung (U1) signifikant unterscheiden

Statistikfunktion, U1

Gruppe

zam

zal

oak

oal

oa-

max

hy-

max

ge-

mam

ge-

max

rdi

q

Mittelwert

GRU1

42,87

1,79

2,98

0,53

9,27

5,52

1,70

8,66

6,82

 

GRU2

39,47

1,26

6,16

1,00

15,66

10,33

0,47

19,87

7,94

Standardabweichung

GRU1

52,63

3,87

4,01

0,97

12,73

9,93

4,78

5,92

17,45

 

GRU2

32,41

2,08

14,96

2,73

24,64

33,05

0,77

53,53

9,77

Medianwert

GRU1

24,00

0,00

2,00

0,00

8,00

0,00

0,00

9,50

2,40

 

GRU2

27,00

0,00

2,00

0,00

10,00

0,00

0,00

9,00

2,60

Konfidenzintervall 95%

GRU1

14,17

1,04

1,08

0,26

3,43

2,67

1,29

1,59

4,70

 

GRU2

14,57

0,93

6,73

1,23

11,08

15,27

0,35

24,07

4,39

F-Test (p<0,05)

GRU1-GRU2

0,026

0,005

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

Maximalwert

GRU1

254,0

24,0

17,0

4,0

80,5

56,5

32,0

18,5

124,3

 

GRU2

116,0

6,0

67,0

12,0

114,5

137,5

2,0

240,0

31,3

Minimalwert

GRU1

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

 

GRU2

7,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

Legende für die Tab. 28-29: uzei; Gesamtuntersuchungszeit, qs; Quiet sleep in min, as; Active sleep in min, maas; Mittlerer Atemausfall im active sleep in s/min, maqs; Mittlerer Atemausfall im quiet sleep in s/min, zak; Zentrale Apnoe 3 – 5 s (kurz), zam; Zentrale Apnoe 6 – 10 s (mittel lang), zal; Zentrale Apnoe 11 – 15 s (lang), zasl; Zentrale Apnoe > 15 s (sehr lang), zamax; Längste zentrale, Apnoe (maximal), oak; Obstruktive Apnoe 6 – 10 s (kurz), oal; Obstruktive Apnoe > 10 s (lang), oamax; Längste obstruktive Apnoe (maximal), gemak; gemischte Apnoe 6 – 10 s (kurz), gemam; gemischte Apnoe 10 – 15 s (mittel lang), gemal; gemischte Apnoe > 15 s (lang), gemax; längste gemischte Apnoe, hy ; Hypopnoen ab 10 sec., hymax; Längste Hypopnoe (maximal), ai; Apnoeindex (= alle Apnoen pro Stunde Schlaf), rdia; Respiratory disturbance index im active sleep, rdiq; Respiratory disturbance index im quiet sleep, pa; Periodische Atmung, mhfa; Mittlere Herzfrequenz im active sleep / min, mhfq; Mittlere Herzfrequenz in quiet sleep / min, msaa; Mittlere Sauerstoffsättigung im active sleep in %, msaq; Mittlere Sauerstoffsättigung im quiet sleep in %, des90a; Anzahl Desaturationen unter 90% im active sleep, des90q; Anzahl Desaturationen unter 90% im quiet sleep, micoa; Mittlere CO2-Konzentration im active sleep in Torr (Kapnographie), micoq; Mittlere CO2-Konzentration im quiet sleep in Torr (Kapnographie), mafa; Mittlere Atemfrequenz im active sleep, mafq; Mittlere Atemfrequenz im quiet sleep, mitcco2a; Mittlere CO2-Konzentration transkutan im active sleep, mitcco2q; Mittlere CO2-Konzentration transkutan im quiet sleep


[Seite 102↓]

Tabelle 30:Schlafparameter von „Nichtrisikokindern“ (Gr.1) und „SID-Risikokindern“ (Gr.2), die sich in der Zweituntersuchung (U2) signifikant unterscheiden

Statistikfunktion,

U2

Gruppe

zak

zal

oak

oamax

hy

hymax

gemax

rdi q

pa

maf

q

Mittelwert

GRU1

40,1

0,7

1,5

5,7

0,2

1,9

7,4

6,1

1,3

29,2

 

GRU2

26,3

1,2

4,1

22,9

0,5

4,3

10,4

4,4

0,5

33,6

Standardabweichung

GRU1

51,9

1,3

2,8

5,7

0,7

4,6

4,7

8,1

2,9

6,0

 

GRU2

26,4

2,7

6,2

62,8

1,4

9,7

11,0

4,7

1,3

13,7

Medianwert

GRU1

25,5

0,0

1,0

6,5

0,0

0,0

8,5

4,1

0,2

28,0

 

GRU2

19,0

0,0

1,0

7,3

0,0

0,0

9,0

3,6

0,0

28,0

Konfidenzintervall 95%

GRU1

16,1

0,4

0,9

1,8

0,2

1,5

1,5

2,5

0,9

1,9

 

GRU2

12,5

1,3

2,9

30,8

0,7

4,7

5,2

2,3

0,6

6,5

F-Test (p<0,05)

GRU1-GRU2

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

Maximalwert

GRU1

246,0

5,0

15,0

20,0

4,0

15,5

15,5

42,8

13,7

54,0

 

GRU2

79,0

10,0

24,0

256,0

5,0

32,0

49,5

19,5

5,0

66,0

Minimalwert

GRU1

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

22,0

 

GRU2

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

18,0


[Seite 103↓]

Tabelle 31:Schlafparameter von „Nichtrisikokindern“ (Gr.1) und „SID-Risikokindern“ (Gr.2), die sich in der Drittuntersuchung (U3) signifikant unterscheiden

Statistikfunktion, U3

Gruppe

zam

zal

hy

gemak

gemam

pa

msaa

msaq

mitc

co2a

Mittelwert

GRU1

5,9

1,0

0,0

1,4

1,8

0,0

97,8

97,7

43,7

 

GRU2

14,4

0,5

0,4

1,6

0,9

0,4

97,8

97,9

41,7

Standardabweichung

GRU1

6,7

1,6

0,2

2,8

3,8

0,1

1,0

1,0

4,1

 

GRU2

12,4

0,8

1,1

1,2

1,7

0,8

0,5

0,4

11,3

Medianwert

GRU1

5,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

98,0

98,0

42,2

 

GRU2

11,5

0,0

0,0

1,5

0,0

0,0

98,0

98,0

41,8

Konfidenzintervall 95%

GRU1

2,7

0,7

0,1

1,2

1,6

0,0

0,4

0,4

2,2

 

GRU2

8,6

0,5

0,7

0,8

1,2

0,5

0,3

0,2

9,9

F-Test (p<0,05)

GRU1-GRU2

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

Maximalwert

GRU1

19,0

6,0

1,0

12,0

14,0

0,4

100,0

99,0

52,3

 

GRU2

32,0

2,0

3,0

4,0

5,0

2,2

98,0

98,0

56,3

Minimalwert

GRU1

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

95,0

95,0

38,8

 

GRU2

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

0,0

97,0

97,0

25,0

Zahlreiche schlafbezogene Atmungsparameter und Komplexparameter (wie z.B. rdi oder Anteil periodischer Atmung-pa) von „Risiko- und Nichtrisikokindern“ unterscheiden sich signifikant. Diese Unterschiede sind altersabhängig und bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres regredient.

5.8 Verhältnis Extremfälle / Ausreißer zu Risiko- bzw. Nichtrisikogruppe

Aus den Ergebnissen (Boxplots) der polysomnographischen Erstuntersuchung wurden die Extremwerte- und Ausreißer-Patienten gefiltert. 22 Kinder weisen mindestens 5 Mal in den PSG - Resultaten Extremwerte oder Ausreißerwerte auf. Nun wird untersucht, ob diese Kinder der „Risiko- oder Nichtrisikogruppe“ angehören.


[Seite 104↓]

Diagramm 6:Verhältnis von PSG - Extremwerten zu SID - Risikofaktoren

Differenziert werden konnten folgende Kollektive:

  1. Kinder der Nichtrisikogruppe ohne Extrem- oder Ausreißerwerte
  2. Kinder der Nichtrisikogruppe mit Extrem- oder Ausreißerwerten
  3. Risikokinder ohne Extrem- oder Ausreißerwerte
  4. Risikokinder mit Extrem- oder Ausreißerwerten (siehe Diagramm 6).

Die Tatsache, daß fast die Hälfte der Kinder keine Extrem- oder Ausreißerwerte aufweist und gleichzeitig auch der Nichtrisikogruppe angehört, spricht entweder für die Bedeutung der Risikofaktoren oder aber für die Aussagekraft der Polysomnographie. In dem Kollektiv b) könnten sich Kinder verbergen, die zwar lt. Fragebogen nicht gefährdet sind, dem Polysomnographiebefund jedoch folgend evtl. doch einem Risiko unterliegen.

5.9 Zusammenhang zwischen Risikofaktoren und Polysomnographieparametern

Geprüft wurde mit welcher Sensitivität und Spezifität über epidemiologisch gesicherte Risikofaktoren wie z.B. Rauchen vor oder nach der Schwangerschaft (rpp und raupn), fehlendes Stillen (st), SID-Fälle in der Familie (sid), Frühgeburtlichkeit (fg) oder Familienstand der Mutter (fst), auffällige bzw. vermeintlich normale Polysomnographiebefunde vorausgesagt werden können.

Ausgehend von den berechneten Referenzbereichen und Interquartile Ranges der Einzelparameter wurden Grenzwerte festgelegt: für kurze zentrale Apnoen (zak) 5/h sleep, sehr lange zentrale Apnoen (zasl) 1/h sleep, die Summe aller zentraler Apnoen (S_ZA) 10/h sleep, kurze obstruktive Apnoen (oak) 0,1/ h sleep, lange obstruktive Apnoen (oal) 0,1/h sleep, periodische Atmung (pa) 50% von TST, mittlerer Atemausfall im active sleep (maas) 1 s/min sleep, mittlerer Atemausfall im quiet sleep (maqs) 0,2 s/min sleep, Respiratory disturbance Index im active sleep (rdia) 8/h sleep, Respiratory disturbance Index im quiet sleep (rdiq) 2/h sleep, Apnoeindex (AI) 5/h sleep, mittlerer endexspiratorischer CO2 im active sleep (micoa) 38 mmHg und mittlerer endexspiratorischer CO2 im quiet sleep (micoq) 38 mmHg. Im Vergleich mit o.g. Anamnesefaktoren ergaben sich folgende Sensitivitäten und Spezifitäten.


[Seite 105↓]

Tabelle 32:Zusammenhang zwischen Apnoen im Schlaf bei Säuglingen und gesicherten SID-Risikofaktoren

Risiko-faktor

zak

Sensitivität Spezifität

zasl

Sensitivität Spezifität

S_ZA

Sensitivität Spezifität

oak

Sensitivität Spezifität

oal

Sensitivität Spezifität

rpp

0,57

0,47

0,86

0,19

0,57

0,50

0,93

0,24

0,57

0,74

st

0,53

0,44

0,84

0,21

0,47

0,44

0,76

0,18

0,79

0,62

raupn

0,25

0,42

0,75

0,17

0,38

0,47

0,75

0,20

0,38

0,67

fst

0,75

0,47

1,00

0,19

0,75

0,50

1,00

0,22

0,25

0,69

sid

1,00

0,46

1,00

0,18

1,00

0,49

1,00

0,21

1,00

0,69

fg

0,64

0,48

0,91

0,20

0,45

0,48

1,00

0,25

0,82

0,67

Tabelle 33:Zusammenhang zwischen periodischer Atmung, mittlerem Atemausfall bei
Säuglingen im Schlaf und SID-Risikofaktoren

Risiko-faktor

pa

Sensitivität Spezifität

maas

Sensitivität Spezifität

maqs

Sensitivität Spezifität

rpp

0,57

0,62

0,64

0,48

0,64

0,43

st

0,42

0,59

0,53

0,44

0,50

0,32

raupn

0,38

0,58

0,50

0,45

0,63

0,42

fst

0,75

0,60

1,00

0,49

1,00

0,44

sid

1,00

0,59

1,00

0,46

1,00

0,42

fg

0,45

0,59

0,45

0,44

0,64

0,43


[Seite 106↓]

Tabelle 34:Zusammenhang von RDI, AI bei Säuglingen und SID-Risikofaktoren

Risiko-faktor

rdia

Sensitivität Spezifität

rdiq

Sensitivität Spezifität

ai

Sensitivität Spezifität

rpp

0,93

0,28

0,57

0,41

0,79

0,26

st

0,74

0,21

0,53

0,35

0,76

0,26

raupn

0,63

0,22

0,50

0,41

0,63

0,23

fst

1,00

0,25

0,75

0,43

1,00

0,26

sid

1,00

0,24

1,00

0,42

1,00

0,25

fg

0,82

0,25

0,73

0,44

0,82

0,26

Tabelle 35:Zusammenhang zwischen endexspiratorischem CO2 bei Säuglingen im Schlaf und gesicherten SID-Risikofaktoren

Risiko-faktor

micoa

Sensitivität Spezifität

micoq

Sensitivität Spezifität

rpp

0,64

0,24

0,57

0,24

st

0,84

0,38

0,79

0,35

raupn

0,50

0,23

0,38

0,23

fst

0,50

0,25

0,25

0,25

sid

1,00

0,27

1,00

0,28

fg

1,00

0,28

0,82

0,30

5.10 Ergebnisse der logistischen Regression und bivariaten
Korrelationsanalyse

Im Ergebnis von Regressionsanalysen (logistische Regressionsanalyse bzw. bivariate Korrelationsanalyse nach Pearson) fanden sich keine signifikanten Beziehungen zwischen [Seite 107↓]polysomnographischen Einzelparametern und SID – Risikofaktoren. Verglichen wurden PSG - Variablen, die als Risikofaktoren für einen Plötzlichen Säuglingstod diskutiert werden (wie z.B. Apnoen allgemein, obstruktive Apnoen, periodische Atmung usw.) und die anamnestischen Fragebogenkriterien, um somit evtl. Zusammenhänge zwischen polysomnographischen Einzelparametern und anamnestischen Besonderheiten (Risikofaktoren) zu untersuchen. Wie in Tab. 36 dargestellt zeigen sich aber bei einer bivariaten Korrelation Zusammenhänge zwischen Schlafparametern und den Faktoren wie z.B. niedriger Blutdruck in der Schwangerschaft, Rauchen während und nach der Schwangerschaft, häufiges Erbrechen in der Schwangerschaft, wenige Kindsbewegungen und Kaiserschnittentbindung.


[Seiten 108 - 110↓]

Tabelle 36:Korrelative Zusammenhänge zwischen SID-Risikofaktoren und polysomnographischen Parametern in Abhängigkeit vom Untersuchungszeitpunkt

Risiko-faktor

Apnoe-index

U 1

U 2

U 3

Kaiserschnitt

 

Korr.:-0,4

Sig.:0,078

 

SID in Familie

  

Korr.:0,383

Sig.:0,032

niedriger RR während SS

 

Korr.:0,371

Sig.:0,005

 

Risiko-faktor

∑ zentrale Apnoen

U 1

U 2

U 3

Rauchen vor SS

  

Korr.:0,045

Sig.:0,024

Kaiserschnitt

  

Korr.:0,46

Sig.:0,009

Rauchen nach SS

  

Korr.:0,488

Sig.:0,005

Risiko-faktor

kurze,

obstruktive Apnoen

U 1

U 2

U 3

Rauchen vor SS

  

Korr.:0,381

Sig.:0,034

Alter der Mutter<23 J.

Korr.:0,342

Sig.:0,003

  

Familienkrankheiten

 

Korr.:0,655

Sig.:0,000

 

in SS oft erbrochen

Korr.:0,377

Sig.:0,001

Korr.:0,606

Sig.:0,000

 

Ikterus

Korr.:0,527

Sig.:0,000

  

Rauchen nach SS

 

Korr.:0,310

Sig.:0,019

Korr.:0,54

Sig.:0,002

starkes Schwitzen

 

Korr.:0,606

Sig.:0,000

 

Kind oft sehr ruhig

Korr.:0,527

Sig.:0,000

  

Risiko-faktor

obstruktive Apnoen

U 1

U 2

U 3

Frühgeburt

Korr.:0,259

Sig.:0,028

  

Alter der Mutter<23 J.

Korr.:0,363

Sig.:0,002

  

SID in Familie

 

Korr.:0,588

Sig.:0,000

 

in SS oft erbrochen

Korr.:0,482

Sig.:0,000

Korr.:0,366

Sig.:0,005

 

Kind in SS wenig bewegt

 

Korr.:0,378

Sig.:0,004

 

Kaiserschnitt

  

Korr.:0,366

Sig.:0,043

Ikterus

Korr.:0,622

Sig.:0,000

  

Rauchen nach SS

 

Korr.:0,264

Sig.:0,047

 

Kind oft sehr ruhig

Korr.:0,628

Sig.:0,000

  

starkes Schwitzen

 

Korr.:0,305

Sig.:0,021

 

jähes Aufschreien im Schlaf

Korr.:0,436

Sig.:0,000

  

Risiko-faktor

RDI im active sleep

U 1

U 2

U 3

Rauchen vor SS

  

Korr.:0,376

Sig.:0,037

Rauchen vor SS

  

Korr.:0,495

Sig.:0,005

Risiko-faktor

MA im active sleep

U 1

U 2

U 3

Rauchen nach SS

  

Korr.:0,487

Sig.:0,006

Risiko-faktor

MA im quiet sleep

U 1

U 2

U 3

Frühgeburt

 

Korr.:0,331

Sig.:0,012

Korr.:0,381

Sig.:0,035

Risiko-faktor

Desaturat.

unter 90%

U 1

U 2

U 3

Stillen unter 6 Wochen

Korr.:0,249

Sig.:0,035

  

Risiko-faktor

Anteil

period.

Atmung

U 1

U 2

U 3

Rauchen vor SS

  

Korr.:0,463

Sig.:0,009

Rauchen vor SS

  

Korr.:0,533

Sig.:0,002

Legende: Korr.= Korrelation nach Pearson; Sig.=Signifikanz (normal gedruckt=signifikant für p<0,05, fett gedruckt=hoch signifikant für p<0,01)

5.11 Langzeitergebnisse des Heimmonitorings

Allen 72 Müttern (bzw. in 75% der Fälle Eltern) die mit ihrem Kind zur ersten Untersuchung im Schlaflabor anwesend waren wurde das Angebot zum kostenfreien Monitoring unterbreitet. Zur Verfügung standen Herz – Atmungs - Monitore mit Speicheroption vom Typ Smartmonitor™ 900, Fa. Healthdyne Inc., U.S.A. Die Eltern konnten einen ca. 1 – stündigen Reanimationskurs mit Videodemonstration absolvieren und wurden intensiv im Handling des Monitors geschult.


[Seite 111↓]

Von 72 Eltern entschieden sich 53 (73,6%) für die Nutzung eines Heimmonitors. Im Verlauf von etwa 4 Wochen gaben 8 Eltern das Gerät wegen permanenter Fehlalarme zurück. Da die übrigen Eltern (n = 45) das Gerät bis zur nächsten vereinbarten Schlaflaboruntersuchung mit relativer Konstanz tatsächlich anwendeten, steht dieser Überwachungszeitraum für eine Auswertung zur Verfügung. Nach der ersten Polysomnographieverlaufskontrolle (d.h. nach U 2) gaben weitere 26 Eltern den Monitor im Laufe der nächsten 3-5 Monate zurück und lehnten die Nutzung ab. 19 Eltern wendeten das Überwachungsgerät auch nach der zweiten Untersuchung im Schlaflabor weiter an, 8 Eltern führten ein Heimmonitoring bis über das erste Lebenshalbjahr hinweg (Maximaldauer 8,6 Monate) durch.

Diagramm 7:Darstellung der Alarmverteilung im Verlauf der ersten 3 Lebensmonate bei 32 gesunden Säuglingen

Die Schwellwerteinstellung der Monitore ist im Kap. 4.1.5 Ausgabe der Heimmonitore und Praktisches Vorgehen bei der Langzeitbetreuung beschrieben.

Da sich nach der retrospektiven Auswertung der Risikofragebögen unter den mit Heimmonitoring überwachten Kindern auch potentielle SID – Risikokinder fanden, wurden die Überwachungsergebnisse (bis zur ersten Wiederholungsuntersuchung im Schlaflabor) der Risikokinder denen der Nicht – Risikokinder gegenübergestellt. Die Verteilung von echten Apnoe-, Tachy- bzw. Bradykardiealarmen und Fehlalarmen bei den Kindern, die länger als nur bis zur ersten Kontroll-PSG überwacht wurden, ist näherungsweise die gleiche wie die Alarmverteilung der Gruppe, die bis zur U 2 im häuslichen Milieu überwacht wurde.


[Seite 112↓]

Den Hauptanteil der häuslichen Alarmierungen (90%) machen Atmungsalarme aus, ein wesentlich geringerer Anteil entfällt auf Alarme wegen einer evtl. Bradykardie bzw. Tachykardie.

Diagramm 8:Darstellung der Atmungs- bzw. Herzfehlalarme bei den überwachten 32 gesunden Säuglingen

Mehr als die Hälfte (51%) aller Alarme mußten als Fehlalarme beurteilt werden, allein 42% aller aufgezeichneten Apnoealarme waren falsche Alarmierungen bzw. Aufzeichnungen. Ähnlich stellt sich das Überwachungsergebnis bei den „SID – Risikokindern“ dar. Auch hier entfällt der Hauptanteil der aufgezeichneten Alarme auf die Registrierung von Atmungsstörungen (79%), während Herzalarme relativ selten auftraten.

Diagramm 9:Darstellung der Alarmverteilung des Heimmonitorings bei 13 „SID – Risikokindern“ im Verlauf der ersten 3 Lebensmonate


[Seite 113↓]

Auch bei den „Risikokindern“ wurde ein hoher Anteil von Fehlalarmen registriert (43%) der sich hier aber sowohl aus falschen Apnoealarmen wie auch aus falschen Herzalarmen zusammensetzt.

Diagramm 10: Darstellung der Alarmverteilung bei 13 „SID – Risikokindern“ im Verlauf der ersten 3 Lebensmonate

Bezogen auf die mittlere Überwachungszeit (41 Tage), die in die Auswertung aufgenommen werden konnte, betrug die mittlere Alarmierungshäufigkeit nur 7 (Risikogruppe) bzw. etwa 8 Alarme. Allerdings mußten fast 50% der Alarme als Fehlalarme eingestuft werden.

Tabelle 37:Vergleich der mittleren Alarm- bzw. Fehlalarmanzahl im Überwachungszeitraum (mittlere Dauer ca. 41 Tage) bei gesunden Säuglingen („SID-Risiko“ und „Nicht-Risikokinder“)

 

n Tage (d)

Monitor

genutzt

Apnoealarme pro

ÜW -zeitraum

(Fehlalarme)

Herzalarme pro

ÜW – zeitraum

(Fehlalarme)

SID – Risikokinder

( n = 13 )

41

5,2

(1,4)

1,58

(1,48)

übrige Überwachungskinder

( n = 32 )

41,2

7,8

(3,6)

0,9

(0,8)


[Seite 114↓]

[Seite 115↓]

5.12  Untersuchungsergebnisse zum Einfluß von Anämie auf polysomnographische Parameter bei Säuglingen

Bei 6 Frühgeborenen persistierten die Apnoen bei laufenden Serumspiegelkontrollen trotz Therapie mit Methylxanthinen. Diese Behandlung konnte deshalb erst nach Transfusion beendet werden. 2 der unreifen Neugeborenen erhielten wegen intercurrenter Tachykardien keine medikamentöse Atmungsstimulation (Erler 1997).

In Tabelle 38 sind ausgewählte Parameter aller 12 Kinder, einschließlich polysomnographischer Befunde jeweils vor und nach Erythrozytengabe zusammengefaßt. In Tabelle 39 werden Medianwerte und Interquartilabstände (IQR) der wichtigsten Untersuchungsergebnisse prä- und posttransfusionem sowie die Resultate einer Signifikanztestung (Wilcoxon – Test) der gleichen Parameter angegeben.

Der mediane Hämoglobingehalt wurde von 6,1 mmol/l (IQR 5,45 – 6,5 mmo/l) auf einen Medianwert von 8,2 mmol/l (IQR 7,62 – 8,87 mmol/l) angehoben, der Median des Hämatokrit stieg nach Transfusion von 29% (IQR 24% – 30%) auf 39% (IQR 37% - 41%) an. Während nach der Gabe des Erythrozytenkonzentrates bei verschiedenen Atmungsparametern (mittlerer Atemausfall im Aktivschlaf, Inzidenzen zentraler Apnoen von 3 - 5 s Dauer und 6 - 10 s Dauer, Inzidenz von Apnoen mit Desaturationen, Apnoeindex, Respiratory disturbance index im Aktivschlaf) deutliche Abfälle zu verzeichnen waren, blieben andere atmungsassoziierte Parameter wie die Inzidenz obstruktiver Apnoen, die mittlere Atemfrequenz oder der transkutane CO2-Partialdruck, unbeeinflußt. Die Schlafdauer der erfaßten Schlafperioden war zwar nach Anämieausgleich kürzer, dafür nahm aber anteilig die Ruhigschlafzeit sehr deutlich zu. Sowohl im Aktivschlaf (von MD 159,9 auf MD 151,4) wie auch im Ruhigschlaf (von MD 153,4 auf MD 143,2) fiel die mittlere Herzfrequenz ab (im Ruhigschlaf statistisch signifikant), blieben aber die Medianwerte der mittleren Sauerstoffsättigung (SaO2) und des mittleren, transkutanen Kohlendioxidpartialdruckes (tc pCO2) nahezu unverändert (Abb. 36 und 37).

Bei allen untersuchten Kindern wurden unter stationären Bedingungen in einem Beobachtungszeitraum von mindestens 15 Tagen nach Transfusion keine klinisch bedeutsamen Atmungsstörungen mehr registriert (Erler 1999).


[Seiten 116 - 117↓]

Tabelle 38: Ausgewählte Einzelwerte der 12 Patienten vor und nach Transfusion

Einzelwerte vor Transfusion

Patient

Hb

mmol/l

Hk

mittlerer Atemausfall (MA) im Aktiv-schlaf s/min AS

mittlerer Atemausfall (MA) im Ruhig-schlaf s/min QS

zentrale Apnoen 3 – 5 s / h TST

Apnoen mit Desaturation / h TST

Apnoeindex (AI)

RDI

(Aktivschlaf)

RDI

(Ruhigschlaf)

mittlere Herzfrequenz im Aktivschlaf

mittlere Herzfrequenz im Ruhigschlaf

1

6,1

0,29

2,67

1,22

8,35

9,5

11,5

12,4

13,2

208,6

200,9

2

5,6

0,26

1,92

2,14

6,12

14

16,8

17,7

25,1

161,8

169,5

3

3,4

0,15

2,28

4,27

1,42

3,2

12,9

10,2

24

155,3

155

4

4,8

0,23

3,5

0

3,39

1,6

2,6

5,4

0

172,3

169,5

5

6,2

0,3

2,54

9,45

18,39

18

37,7

29,8

104,5

141,5

129,4

6

6,2

0,3

0,24

0

0,88

2

1,5

2,7

0

129,1

124

7

6,7

0,29

1,15

0,29

2,77

1,8

8,5

12

2,2

124,6

115,8

8

6,6

0,31

2,77

0,08

5,44

9,3

14,3

23

1,5

161,2

151,9

9

6,1

0,3

8,96

2,9

36,46

60

72,9

95

31,6

160,3

156,9

10

6,6

0,31

2,08

0,26

5,89

12,4

12

23,5

4

159,6

151,5

11

6,1

0,3

5,4

1,15

18,31

28,4

47,4

54,5

11,5

152,6

144,3

12

5,4

0,24

5,3

0,48

24,05

36

47,3

61,3

6,5

160,9

157,8

Einzelwerte nach Transfusion

1

9

0,42

0,98

0,38

2,08

2,85

6,1

6,5

6,4

166,5

165,2

2

9,6

0,46

0,84

0,4

1,83

6,2

7,8

8,4

4

153,1

150,8

3

6,9

0,32

0,65

1,38

1,0

2,8

6,5

6,1

8,1

145,1

139,8

4

6,7

0,33

0,67

0,39

0,85

1,86

3,5

4,4

4

161,3

156,7

5

9,5

0,45

1,86

0,36

11,06

2,85

13,8

23,1

2,4

150,9

140,3

6

8,1

0,39

0,22

0,07

1,0

1

1,8

2,6

0,8

114,5

108,8

7

8,2

0,38

0,56

0,05

2,24

1,11

4

6,5

0,5

118,4

114

8

8,3

0,39

1,32

0,69

5,22

6,5

6,2

12,4

6,9

145,7

136,1

9

8,5

0,4

1,59

0,68

9,69

8,75

12,3

19,8

6,9

154,7

146,2

10

8

0,39

0,39

0,76

4,24

6,12

5,7

11,2

8,6

146,6

136,3

11

8,2

0,39

1,7

0,92

12,24

8,57

16

20,1

13,8

170,6

164,5

12

7,5

0,37

1,97

0,48

10,42

10,42

16,3

26,5

6,1

151,9

146,8


[Seite 118↓]


[Seite 119↓]

Tabelle 39: : Medianwerte, Interquartile Range (IQR) vor und nach Transfusion sowie Ergebnisse des Wilcoxon - Tests zwischen ausgewählten Parametern bzw. prä- und posttransfusionem bei 12 anämischen Säuglingen

Parameter

Medianwerte

IQR vor

Transfusion

IQR nach

Transfusion

Wilcoxon (p<0,05) fett=signifikant

vor

Transfusion

nach

Transfusion

Hb (mmol/l)

6,1

8,2

5,45

6,5

7,62

8,87

0,002

Hk

0,29

0,39

0,24

0,3

0,37

0,41

0,002

Gesamtschlaf (in min)

200,7

186,2

168,75

236,75

149,12

226,12

0,48

Ruhigschlaf in min

45,5

52,2

38,37

74

47,5

62,37

0,754

Aktivschlaf in min

147,7

144,2

123,62

162,87

112

163,25

0,875

mittlerer Atemausfall (MA) im Aktivschlaf s/min AS

2,6

0,9

1,96

4,85

0,65

1,67

0,002

mittlerer Atemausfall (MA) im Ruhigschlaf s/min QS

0,8

0,44

0,12

2,71

0,36

0,74

0,131

zentrale Apnoen 3 – 5 s / h TST

5,9

3,2

2,92

18,37

1,20

10,22

0,003

zentrale Apnoen 6 – 10 s / h TST

4,5

3,3

2,14

22,40

1,77

5,27

0,028

Apnoen mit Desaturation / h TST

10,9

4,4

2,3

25,8

2,09

8,05

0,003

längste obstruktive Apnoe

9

8,7

1,75

15,87

0

10,25

0,406

längste Hypopnoe

16,5

20,2

0

23,62

3,25

26,37

0,959

längste gemischte Apnoe

9

6

6,25

12,50

0

9,87

0,075

Apnoeindex (AI)

13,6

6,3

9,25

44,90

4,42

13,42

0,005

RDI (Aktivschlaf)

20,3

9,8

10,65

48,32

6,2

20,02

0,002

RDI (Ruhigschlaf)

9

6,2

1,67

24,82

2,8

7,8

0,239

mittlere Herzfrequenz im Aktivschlaf

159,9

151,4

144,27

161,65

145,25

159,65

0,071

mittlere Herzfrequenz im Ruhigschlaf

153,4

143,2

133,1

166,57

136,15

155,22

0,05

mittlere Atemfrequenz / min

44,5

53

40,37

57,25

41,62

59,5

0,501

mittlere SaO2in % (Aktivschlaf)

97

97

96

98

96

97

0,317

mittlere SaO2 in % (Ruhigschlaf)

97,5

97

97

99

96,25

98

0,314

mittlere CO2 mmHg (Aktivschlaf)

33

34,5

26,50

40,5

25,5

40,5

0,373

mittlere CO2 mmHg (Ruhigschlaf)

36

33

27

40,25

24

41

0,959


[Seite 120↓]

Abbildung 36: Gesamtnachtansicht einer kompletten Polysomnographie eines anämischen Säuglings vor Transfusion

Abbildung 37: Gesamtnachtansicht einer kompletten Polysomnographie bei gleichem, ehemals anämischen Säugling, nach Transfusion


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14.02.2004