4 Zusammenfassung der Ergebnisse

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Myokardiale Erkrankungen sind gekennzeichnet durch spezifische Störungen der Gewebezusammensetzung, die sekundär zu morphologischen Veränderungen und zu Einschränkungen der Funktion führen.

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Unter Verwendung der MR-Spektroskopie (MRS) konnte gezeigt werden, dass hochgradige Koronarstenosen mit einer messbaren Veränderungen des Stoffwechsels der energiereichen Phosphate einhergeht, allerdings für den klinischen Einsatz sehr hohe Anforderungen stellt.

Die MR-Tomographie wurde zunächst eingesetzt, um die morphologischen und funktionellen Veränderungen an Patienten mit myokardialen Erkrankungen zu erfassen.

Bei Patienten mit dilatativer Kardiomyopathie konnte gezeigt werden, dass die MRT eine aussergewöhnlich gute Reproduzierbarkeit aufweist und sich für Verlaufsbeobachtungen bei kleinen Änderungen der linksventrikulären Masse eignet. Diese Eignung wurde in einer weiteren Arbeit für vereinfachte, zweidimensionale Techniken nachgewiesen für Patienten mit globalen morphologischen bzw. funktionellen Veränderungen.

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Ein weiteres Forschungsgebiet befasste sich mit der Analyse der hämodynamischen Konsequenzen morphologischer Veränderungen.

Zunächst wurde unter Verwendung eines Flussmodells ein geeignetes Protokoll entwickelt und bei Patienten mit Aortenklappenstenose eingesetzt. Anschließend konnte bei der hypertrophisch-obstruktiven Kardiomyopathie gezeigt werden, dass die MRT eine hervorragende Möglichkeit bietet, den Grad der Obstruktion des linksventrikulären Ausflusstraktes quantitativ zu bestimmen und im Verlauf nach therapeutischer Intervention zu beurteilen.

Hauptgegenstand der wissenschaftlichen Arbeit war die Darstellung der Gewebeveränderungen selbst.

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Bei der arrythmogenen rechtsventrikulären Dysplasie fand sich eine eingeschränkte Spezifität der als typisch bezeichneten Gewebeveränderungen.

Für das Krankheitsbild der akuten Myokarditis wurde ein neuer Ansatz entwickelt, der die entzündlichen Veränderungen des Gewebes mittels Kontrastmittel-verstärkter MRT sichtbar macht. In der dazu durchgeführten prospektiven Studie konnte gezeigt werden, dass die MRT-Kriterien für eine entzündliche Aktivität im Myokard als Verlaufsparameter verwendet werden können.

Unter Verwendung vergleichbarer Techniken konnte die entzündliche Mitbeteiligung des Myokards bei der Sarkoidose mittels MRT dargestellt werden.

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Schließlich konnte nachgewiesen werden, dass potenziell kardiotoxische Substanzen frühzeitig zu erkennbaren funktionellen Störungen und Veränderungen der Gewebetextur führen, deren Ausmaß prognostisch relevant ist.


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08.09.2005