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Ergebnisse des low-Risk Kollektivs (Gr.A/B)

Nach Abschluß der Untersuchungen wurden alle Frauen gemäß tatsächlichem Geburtstermin entweder Gruppe A oder Gruppe B zugeordnet. Der Gruppe A wurden alle Frauen zugeordnet, deren tatsächlicher Geburtstermin vor vollendeten 37 SSW lag (= Frühgeburtsgruppe).

Der Gruppe B wurden alle Frauen zugeordnet deren tatsächlicher Geburtstermin nach vollendeten 37 SSW lag (= Termingeburtsgruppe). Die Frühgeburtlichkeit in dem hier betrachteten Kollektiv liegt bei 8,4 % (siehe Tab.2). Es kann von dem in der Grundannahme verlangten low-Risk Kollektiv mit einem für Deutschland erwarteten Risiko für eine Frühgeburt ausgegangen werden.

Tab.2Häufigkeit der Frühgeburt im Non Riskkollektiv (Gr.A/B)

Gesamtkollektiv

Häufigkeit

 

Anzahl

Prozent

Gruppe A – Frühgeburt

13

8,4

Gruppe B – Termingeburt

141

91,6

Gesamt

154

100,0

Von 154 Schwangeren hatten 13 eine Frühgeburt vor 37 vollendeten SSW. Das entspricht 8,4%.

4.1  Zervixlänge, Zervixbreite, Trichterbildung und der innere MM beim Valsalvamaneuver mit 22 SSW im low-Risk Kollektiv

Voraussetzung für die Anwendung des T-Tests für unabhängige Stichproben stellt eine Normalverteilung der Meßwerte dar. Die Normalverteilung der Werte der Zervixlänge – 22 SSW ist mit einer Signifikanz von 0,200 gegeben (Tab.3).

Tab.3Überprüfung auf Normalverteilung Zervixlänge – 22 SSW

Zervixlänge – 22. SSW

Anzahl

Signifikanz

Kolmogorov-Smirnov

154

0,200

Die gegebene Normalverteilung für die Zervixlänge – 22 SSW wird weiter durch die lineare Verteilung im Q-Q-Wahrscheinlichkeitsdiagramm bestätigt (siehe Abb. 9).


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Abb. 9 Q-Q-Wahrscheinlichkeitsdiagramm der Zervixlänge – 22 SSW

Die Anordnung der Werte entlang der vorgegebenen Graden bestätigt die Normalverteilung der Werte der Zervixlänge – 22 SSW. Die Zervixlänge – 22 SSW wurde bei 154 Schwangeren gemessen. Davon fallen 13 in Gruppe A – Frühgeburtsgruppe und 141 in Gruppe B – Termingeburtsgruppe. Das Minimum der Zervixlänge in Gruppe Awurde mit 23 mm und das Maximum mit 62 mm gemessen. Es errechnet sich ein Mittelwert von 36,08 mm mit einer Standardabweichung von 10,62. Das Minimum der Zervixlänge in Gruppe B wird mit 23 mm und das Maximum mit 61 mm gemessen. Es errechnet sich als Mittelwert 41,93 mm mit einer Standardabweichung von 8,16. Die Verteilung der Meßergebnisse ist in Abb.10 dargestellt. Die ähnliche Verteilung der Maxima und Minima in Gruppe A und B der Zervixlänge – 22. SSW wird relativiert durch die unterschiedliche Gruppierung der Ergebnisse um verschiedene Mittelwerte.


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Tab.4 Beschreibung der Meßergebnisse Zervixlänge – 22 SSW

Zervixlänge – 22. SSW

Anzahl

Minimum

Maximum

Mittel-wert

Standard-abweichung

  

in mm

in mm

in mm

in mm

Gruppe A – Frühgeburt

13

23,0

62,0

36,077

10,618

Gruppe B – Termingeburt

141

23,0

61,0

41,928

8,162

Abb. 10 Meßwertverteilung Zervixlänge – 22 SSW, Gruppe A und B

In der Abb.10 sind links die Werte der Zervixlänge – 22 SSW der Gruppe A mit Mittelwert dargestellt. Rechts sind die Werte der Zervixlänge – 22 SSW der Gruppe B mit Mittelwert aufgetragen. Der deutliche Unterschied der Mittelwerte und die weite Überschneidung der Gesamtwertemenge wird deutlich.

Die Meßergebnisse der Zervixbreite – 22 SSW zeigen bei der Überprüfung auf Normalverteilung kein signifikantes Ergebnis (siehe Tab.5). Die Überprüfung im Q-Q Wahrscheinlichkeitsdiagramm Abb.11 zeigt keine Linearverteilung, demzufolge wird die Annahme der Normalverteilung für Zervixbreite – 22 SSW abgelehnt.


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Tab.5Überprüfung auf Normalverteilung Zervixbreite – 22. SSW

Zervixbreite – 22. SSW

Anzahl

Signifikanz

Kolmogorov-Smirnov

154

0,000

Abb. 11 Q-Q-Wahrscheinlichkeitsdiagramm der Zervixbreite – 22 SSW

Die Werte Zervixbreite – 22. SSW verteilen sich nicht auf der vorgegebenen Geraden. Das bedeutet, daß die Werte der Zervixbreite – 22. SSW nicht normalverteilt sind.

In Gruppe A– Frühgeburtsgruppe, beträgt das Minimum der Zervixbreite – 22 SSW 27 mm, das Maximum 44 mm. Der Mittelwert liegt bei 33,9 mm mit einer Standardabweichung von 4,63 (siehe Tab.6). In Gruppe B liegt das Minimum der Zervixbreite – 22 SSW bei 18 mm, das Maximum bei 46 mm. Der Mittelwert beträgt 32,3 mm mit einer Standardabweichung von 5,2.

Die Verteilung der Meßergebnisse ist in Abb.12 dargestellt. Deutlich ist die überwiegende Überschneidung der Meßwerte für Gruppe A und B zu erkennen.


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Tab.6Beschreibung der Meßergebnisse Zervixbreite –22 SSW

Zervixbreite – 22. SSW

Anzahl

Minimum

Maximum

Mittel-wert

Standard-abweichung

  

in mm

in mm

In mm

in mm

Gruppe A – Frühgeburt

13

23,0

44,0

33,900

4,633

Gruppe B – Termingeburt

141

18,0

46,0

32,303

5,206

Abb. 12Meßwertverteilung Zervixbreite – 22 SSW, Gruppe A und B

Die Meßwerte der Zervixbreite – 22 SSW sind für Gruppe A und B separat aufgetragen. Die deutliche Überschneidung der Mittelwerte und Gesamtwertemengen ist dargestellt.

In Gruppe Azeigen 12 Frauen (92,3 %) keine Trichterbildung. Eine Schwangere zeigt einen Y-Trichter (7,7%). In Gruppe B der Trichterbildung – 22 SSW zeigt sich bei 134 Frauen (95%) keine Trichterbildung. Bei 7 Frauen (5%) zeigt sich ein Trichter. Der Trichter ist bei 3 Frauen (2,1%) ein Y-Trichter, 2 Frauen (1,4%) zeigen einen U-Trichter und 2 Frauen (1,4%) zeigen einen leichten Trichter.


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Tab.7Beschreibung der Untersuchungsergebnisse Trichterform – 22 SSW

Trichterform – 22. SSW

 

Häufigkeit

  

Anzahl

Prozent

Gruppe A – Frühgeburt

Kein Trichter

12

92,31

 

Y-Trichter

1

7,69

 

U-Trichter

0

0,00

 

Leichter Trichter

0

0,00

Gruppe B – Termingeburt

Kein Trichter

134

95,04

 

Y-Trichter

3

2,13

 

U-Trichter

2

1,42

 

Leichter Trichter

2

1,42

In Gruppe A – Frühgeburtsgruppe zeigte eine von 13 Schwangeren eine Trichterbildung am Os internum. Das entspricht 7,7%. In Gruppe B – Termingeburtsgruppe zeigten 7 von 141 Schwangeren eine Trichterbildung am Os internum. Das entspricht 5%. Es wird kein signifikanter Unterschied erwartet. Bei allen Frauen aus der Gruppe A und aus der Gruppe B ist der Valsalva – Preßversuch negativ. 100 % der Frauen aus beiden Gruppe zeigen keine Erweiterung des Os internum bei intraabdominaler Druckerhöhung.

4.2 Zervixlänge, Zervixbreite, Trichterbildung und der innere MM beim Valsalvamaneuver mit 32 SSW im low-Risk Kollektiv

Die Zervixlänge – 32 SSW wurde bei 60 schwangeren Frauen gemessen, davon fallen 5 Frauen in Gruppe A – Frühgeburtsgruppe und 55 Frauen in Gruppe B – Termingeburtsgruppe.

Das Minimum der Zervixlänge in Gruppe Awurde mit 14 mm und das Maximum mit 38 mm gemessen. Es errechnet sich ein Mittelwert von 31,4 mm mit einer Standardabweichung von 10,4. Das Minimum der Zervixlänge in Gruppe B wird mit 23 mm und das Maximum mit 54 mm gemessen. Es errechnet sich als Mittelwert 36,7 mm mit einer Standardabweichung von 7,45.

Die Verteilung der Meßergebnisse ist in Tab.8 dargestellt. Aus der Darstellung in Abb.13 geht hervor, daß die Meßergebnisse der Gruppe A nicht einer Normalverteilung entsprechen.

Die Darstellung verdeutlicht, daß die Meßergebnisse der Zervixlänge – 32. SSW in beiden Gruppe weitgehend übereinander liegen. Es liegt kein signifikanter Unterschied zwischen den Meßergebnissen der Gruppen A und B vor.


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Tab.8Beschreibung der Meßergebnisse Zervixlänge – 32. SSW

Zervixlänge – 32. SSW

Anzahl

Minimum

Maximum

Mittelwert

Standard-abweichung

  

in mm

in mm

in mm

In mm

Gruppe A – Frühgeburt

5

14,0

38,0

31,40

10,04

Gruppe B – Termingeburt

55

23,0

54,0

36,69

7,45

Abb. 13 Meßwertverteilung Zervixlänge – 32. SSW, Gruppe A und B

Die Meßwertverteilung der Zervixlänge – 32. SSW in Gruppe A und B ist in Abb.13 dargestellt. Ein signifikanter Unterschied zwischen den zwischen Gruppe A und B ist nicht zu erwarten.

In Gruppe A– Frühgeburtsgruppe, beträgt das Minimum der Zervixbreite mit 32 SSW 23 mm, das Maximum 42 mm. Der Mittelwert liegt bei 33,4 mm mit einer Standardabweichung von 6,88. (Tab. 9). Die Verteilung der Meßergebnisse ist in Abb.14 dargestellt. Aufgrund der Verteilung kann eine Normalverteilung für Gruppe B Zervixbreite – 32. SSW ausgeschlossen werden. Es ist kein Unterschied zwischen den Meßergebnissen der Gruppen A und B zu erwarten.


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Tab.9Beschreibung Meßergebnisse Zervixbreite – 32. SSW

Zervixbreite – 32. SSW

Anzahl

Minimum

Maximum

Mittelwert

Standard-abweich-ung

  

in mm

in mm

in mm

in mm

Gruppe A – Frühgeburt

5

23,0

42,0

33,40

6,88

Gruppe B – Termingeburt

55

23,0

42,0

32,74

4,28

Abb. 14 Meßwertverteilung Zervixbreite – 32. SSW, Gruppe A und B

Die Meßwertverteilung der Zervixbreite – 32. SSW ist in Abb.14 dargestellt. Die deutliche Überschneidung der Werte ist zu erkennen.

In Gruppe Azeigen 3 von 5 Frauen keine Trichterbildung. Eine Schwangere zeigt einen Y-Trichter und eine Frau zeigt einen leichten Trichter. In Gruppe B zeigt sich bei 52 Frauen (92,9 %) keine Trichterbildung. Bei 4 Frauen (7,1 %) zeigt sich ein Trichter. Der Trichter ist bei einer Frau (1,8 %) ein Y-Trichter, eine Frau (1,8 %) zeigt einen U-Trichter und 2 Frauen (3,6 %) zeigen einen leichten Trichter. Es wird trotz unterschiedlicher Prozentverteilung in Gruppe A und B ein nicht signifikanter Unterschied erwartet.


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4.3  Mittelwerte der Zervixlänge- und breite mit 22 SSW im low-Risk Kollektiv

Da die Meßwertverteilung einer Normalverteilung entspricht kann der Student T-Test angewendet werden. Im Levene-Test der Varianzengleichheit wird eine Signifikanz von 0,3 erreicht. Damit ist die Varianzengleichheit gegeben, die Nullhypothese "homogene Gruppen" wird akzeptiert, es kann der Mittelwertvergleich durchgeführt werden.

Bei einem T-Wert von 2,408 ergibt einen p-Wert von 0,017 einen signifikanten Unterschied der Mittelwerte der Gruppen A und B(siehe Tab.10).

Die Zervixlänge der Frauen der Gruppe B ist signifikant größer als die Zervixlänge der Frauen der Gruppe A.

Tab.10T-Test Zervixlänge mit 22 SSW

Zervixlänge – 22. SSW

Levene-Test

T-Test

 

F

Signifikanz

T

Anzahl

Signifikanz

Mittlere Differenz

Varianzengleichheit

1,085

0,299

2,408

152

0,017

5,851

Für die Zervixbreite mit 22 SSW kann von einer Varianzengleichheit ausgegangen werden. Beim Mittelwertvergleich mit dem T-Test wurde kein signifikantes Ergebnis errechnet. Da die Werte nicht normalverteilt sind wird der Mann-Whitney Test angewandt.

Tab.11T-Test Zervixbreite mit 22 SSW

Zervixbreite – 22. SSW

Levene-Test

T-Test

 

F

Signifikanz

T

Anzahl

Signifikanz

Mittlere Differenz

Varianzengleichheit

0,089

0,766

-1,067

152

0,288

-1,597

In Tab.12 ist die Rangverteilung und die Rangsummen dargestellt.

Die Rangsumme für Gruppe A ist deutlich höher als die der Gruppe B. Dies ist in der unterschiedlichen Gruppengröße begründet. Der Unterschied im mittleren Rang ist mit p = 0,408 als nicht signifikant anzusehen (siehe Tab.13).


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Tab.12 Mann–Whitney Test Zervixbreite mit 22 SSW Rangverteilung

Zervixbreite – 22. SSW

Anzahl

Mittlerer Rang

Rangsumme

Gruppe A – Frühgeburt

13

87,27

1.134,50

Gruppe B – Termingeburt

141

76,60

10.800,50

Gesamt

154

  

Tab.13 Mann–Whitney Test Zervixbreite mit 22 SSW Auswertung

Zervixbreite – 22. SSW

Wert

Mann-Whitney-U

789,500

Asymptotische Signifikanz

0,408

4.3.1  Trichterbildung und das Valsalvamaneuver mit 22 SSW im low-Risk Kollektiv

Die Trichterbildung in den Gruppen A und B zeigt keinen Unterschied. In Gruppe A – Frühgeburtsgruppe zeigen 92% der Schwangeren keine Trichterbildung am Os internum.

In Gruppe B – Termingeburtsgruppe zeigen 95% keine Trichterbildung am OS internum.

Ein signifikanter Unterschied zwischen den Trichterhäufigkeiten in Gruppe A und B kann ausgeschlossen werden. Alle Untersuchungen des Valsalva-Preßversuches in Gruppe A – Frühgeburtsgruppe und Gruppe B – Termingeburtsgruppe sind negativ ausgefallen. Bei keiner der Schwangeren in Gruppe A und B kam es durch des Valsava-Preßversuch zu einer Erweiterung des Os internum. Es kann kein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Gruppen festgestellt werden.

4.4  Mittelwerte der Zervixlänge- und breite mit 32 SSW im low-Risk Kollektiv

Tab. 14T-Test Zervixlänge mit 32 SSW

Zervixlänge – 32. SSW

Levene-Test

T-Test

 

F

Signifikanz

T

Anzahl

Signifikanz

Mittlere Differenz

Varianzengleichheit

0,203

0,654

1,479

58

0,145

5,29

Die Werte der Zervixlänge mit 32 SSW sind nicht normalverteilt (Abb.13).


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Es wird der Mann-Whitney Test durchgeführt. Tab.15 zeigt die Rangverteilung. Tab.16 bestätigt mit einem p- Wert von 0,437, daß kein signifikanter Unterschied zwischen den Mittelwerten der Zervixlängen mit 32 SSW der Gruppen A und B besteht.

Tab.15Mann-Whitney Test Zervixlänge mit 32 SSW Rangverteilung

Zervixlänge – 32. SSW

Anzahl

Mittlerer Rang

Rangsumme

Gruppe A – Frühgeburt

5

24,70

123,50

Gruppe B – Termingeburt

55

31,03

1.706,50

Gesamt

60

  

Tab.16Mann-Whitney Test Zervixlänge 32. SSW Auswertung

Zervixlänge – 32. SSW

Wert

Mann-Whitney-U

108,500

Asymptotische Signifikanz

0,437

Die Berechnung des T-Test (Tab.17) wird verworfen, da die Werte der Zervixbreite mit 32 SSW nicht normalverteilt sind (siehe Abb.14).

Tab.17T-Test Zervixbreite mit 32 SSW

Zervixbreite – 32. SSW

Levene-Test

T-Test

 

F

Signifikanz

T

Anzahl

Signifikanz

Mittlere Differenz

Varianzengleichheit

1,115

0,295

-0,316

58

0,754

-0,66

Es wird der Mann-Whitney Test durchgeführt. Die Rangverteilung ist in Tab.18 aufgezeigt.

Die Auswertung in Tab.19 bestätigt mit einem p-Wert von 0,494, den nicht signifikanten Unterschied der Zervixbreite mit 32 SSW der Gruppen A und B. Die Zervixbreite der Frauen der Gruppe A zeigt keinen signifikanten Unterschied zu der Zervixbreite der Frauen der Gruppe B

Tab.18Mann-Whitney Test Zervixbreite 32 SSW Rangverteilung

Zervixbreite – 32. SSW

Anzahl

Mittlerer Rang

Rangsumme

Gruppe A – Frühgeburt

5

35,60

178,00

Gruppe B – Termingeburt

55

30,04

1.652,00

Gesamt

60

  


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Tab.19Mann-Whitney Test Zervixbreite 32 SSW Auswertung

Zervixbreite – 32. SSW

Wert

Mann-Whitney-U

112,000

Asymptotische Signifikanz

0,494

4.4.1  Trichterbildung und das Valsalvamaneuver mit 32 SSW im low-Risk Kollektiv

In Tab.20 sind die Ergebnisse der Trichterbildung in der 32. SSW aufgezeigt. Da die Häufigkeiten so gering sind, wird der Fishers Exakt Test zur Auswertung heran gezogen (siehe Tab.21). Mit einem p-Wert von 0,071 ist der Unterschied nicht signifikant. Die Frauen der Gruppe A haben nicht häufiger eine Trichterbildung am Os internum als Frauen der Gruppe B.

Tab.20Kreuztabelle Trichterbildung 32 SSW

Trichterbildung – 32. SSW

Trichterbildung

Gesamt

 

Ja

Nein

 

Gruppe A – Frühgeburt

2

3

5

Gruppe B – Termingeburt

4

52

56

Gesamt

6

55

61

Tab.21Exakter Fisher Test Trichterbildung 32 SSW

Trichterbildung – 32. SSW

Anzahl

Exakte Signifikanz

Exakter Test nach Fisher

 

0,071

Untersuchte Fälle

61

 

Tab.22 zeigt die Werte des Valsalva Preßversuches in der 32. SSW aufgetragen in der Kreuztabelle. Die Berechnungen des Fishers Exakt Test ergeben mit einem p-Wert von 0,164 keinen signifikanten Unterschied zwischen den Werten der Gruppen A und B (siehe Tab.23)

Die Frauen der Gruppe A haben nicht häufiger einen positiven Valsalva-Preßversuch als die Frauen der Gruppe B


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Tab.22Kreuztabelle Valsalva-Preßversuch 32 SSW

Valsala-Preßversuch – 32. SSW

Valsalva-Preßversuch

Gesamt

 

keine Erweiterung des Os internum

Erweiterung des Os internum

 

Gruppe A – Frühgeburt

4

1

5

Gruppe B – Termingeburt

53

1

54

Gesamt

57

2

59

Tab.23Exakter Fisher Test Valsalva Preßversuch 32 SSW

Valsala-Preßversuch – 32. SSW

Anzahl

Exakte Signifikanz

Exakter Test nach Fisher

 

0,164

Untersuchte Fälle

59

 

4.5  Prädiktive Werte mit 22 und 32 SSW im low-Risk Kollektiv

Von den vier betrachteten Parametern könnte nach den obigen Ergebnissen die Zervixlänge (siehe Tab.10) am ehesten einen prädiktiven Wert darstellen.

Die Werte der Zervixbreite, Trichterbildung und Valsalva-Preßversuch mit 22 SSW zeigen keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen A und B. Trägt man die Zervixlängen der Gruppe A gegen die der Gruppe B auf (siehe Abb.25 und Abb.26), so zeigt sich, daß trotz des signifikanten Unterschieds der Länge kein prädiktiver Wert festgelegt werden kann.


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Abb. 25Zervixlänge mit 22 SSW Gruppe A aufgetragen gegen Gruppe B

In Abb.25 sind die Häufigkeiten der verschiedenen Zervixlängen in Gruppe A – Frühgeburtsgruppe und Gruppe B – Termingeburtsgruppe gegenüber aufgetragen. Die Darstellung verdeutlicht die Überschneidung in allen Wertebereichen. An keiner Stelle kann eine Häufung von Werten der Gruppe A oder der Gruppe B für einen prädiktiven Wert festgelegt werden. Die deutlich ungleichgewichtige Anzahl an Schwangeren in den beiden Gruppen A und B erschwert eine Aussage. Da ein low-Risk Kollektiv untersucht wurde, entsprechen die Zahlen den erwarteten Verteilungen.

Abb.26 Zervixlänge mit 22 SSW Gruppe A aufgetragen gegen Gruppe B, gruppiert


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Abb.26 gruppiert die Meßergebnisse der Zervixlängen mit 22 SSW. Eventuelle Tendenzen können dadurch verdeutlicht werden. Es ist zu erkennen, daß für die Zervixlänge mit 22 SSW im low- Risk Kollektiv kein prädiktiver Wert festgelegt werden kann. Damit ist für keinen der untersuchten Parameter mit 22 SSW ein prädiktiver Wert festzulegen.

Bei den Messungen mit 32 SSW konnte bei keinem der Parameter ein signifikanter Unterschied zwischen den Werten der Gruppen A und B festgestellt werden.

Die Werte der Zervixlänge, Zervixbreite, Trichterbildung und Valsalva-Preßversuch zeigten keine signifikanten Unterschiede zwischen der Gruppe A – Frühgeburtsgruppe und Gruppe B – Termingeburtsgruppe. Trägt man zum Vergleich mit der Darstellung der Zervixlänge mit 22 SSW (siehe Abb.25) die Zervixlängen mit 32 SSW gegeneinander auf (siehe Abb.27) fällt die stärkere Streuung der Werte mit 32 SSW auf. Für die Zervixlänge mit 32 SSW ist kein prädiktiver Wert festzulegen. Für keinen der Parameter mit 32 SSW kann ein prädiktiver Wert festgelegt werden.

Abb.27 Zervixlänge 32 SSW Gruppe A aufgetragen gegen Gruppe B

Die Gegenüberstellung der Meßergebnisse der Zervixlängen in der 32. SSW von Gruppe A – Frühgeburtsgruppe und Gruppe B – Termingeburtsgruppe verdeutlicht die Überschneidung der Meßergebnisse in beiden Gruppen. Ein prädiktiver Wert ist für die Zervixlänge nicht festzulegen. Für die 32. SSW ist bei keinem der Parameter ein prädiktiver Wert festzulegen.


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4.6  „cut-off- Wert“ mit 22 oder 32 SSW im low-Risk Kollektiv

Es zeigt sich, daß für keinen der untersuchten Parameter mit 22 SSW oder 32 SSW ein prädiktiver Wert festgelegt werden kann. Daraus ergibt sich, daß es bei keinem der Parameter möglich ist, einen cut-off-point zu bestimmen, der einen validen Grenzwert für die Vorhersage einer Frühgeburt im einen selektierten Low-Risk Kollektiv darstellt. In Abb.6 und 27 ist die Verteilung der Meßwerte der Zervixlängen mit 22 und 32 SSW zur Verdeutlichung graphisch dargestellt.


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11.10.2004