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3  Eigene Arbeiten – Zielsetzung

Die Aktivierung von Endothelzellen durch Pathogene und deren Produkte sowie die folgende Wirtsantwort umfasst mehrere, miteinander verflochtene Aspekte der Infektionsbiologie. Um einer möglichen rationalen antiinflammatorischen Therapie des Endothels näherzukommen, ist das Verständnis zugrundeliegender Pathomechanismen notwendig. Die beschriebenen Untersuchungen fokussierten auf drei Schwerpunkten:

4.1 Funktion von kleinen GTP bindenden Rho-Proteinen.

4.1.1 Es wurde die Hypothese geprüft, dass Rho-Proteine eine Funktion als Schaltmoleküle in der proinflammatorischen Signaltransduktion von Endothelzellen wahrnehmen.

4.1.2 Weiterführende Experimente demonstrierten eine zentrale Rolle der Rho-Proteine in der Regulation des programmierten Zelltods (Apoptose) von Endothelzellen.

4.2 Regulation der endothelialen Barrierefunktion.

4.2.1 Die Bedeutung des Zytoskeletts für den Erhalt der endothelialen Barrierefunktion wurde analysiert.

4.2.2 Folgende Studien prüften therapeutische Ansätze zur Behandlung einer parazellulären endothelialen Schrankenstörung.

4.2.3 Des weiteren erfolgte die Untersuchung von Mechanismen VEGF-induzierter tranzellulärer Permeabilität.

4.3 Rekrutierung von Endzündungszellen durch Endothelzellen.

4.3.1 Es wurde geprüft, ob die Stimulation von Endothelzellen durch bakterielle Exotoxine eine vermehrte Granulozyten-Endothel-Interaktion zur Folge hat.

4.3.2 Experimente mit verschiedenen bakteriellen Modellkeimen erbrachten Einblick in die Mechanismen, über welche die bakterielle Aktivierung von Endothelzellen zur Granulozytenrekrutierung führt und identifizierten bakterielle Pathogenitätsfaktoren.


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Insgesamt dienten die Arbeiten dem Zweck, Pathomechanismen der Endothelaktivierung besser zu verstehen.

Wesentliche Aspekte der Interaktion von Pathogenen mit Endothelzellen wurden in einer Übersichtsarbeit zusammengefasst (4.4).


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19.05.2004