Hoksch, Beatrix : Die thorakoskopische onkologische Lobektomie Erarbeitung einer standardisierten Operationsmethode

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Kapitel 7. Zusammenfassung

Die Hypothesen der vorgelegten Arbeit lauteten, daß

  1. Lobektomien mit dem zur Verfügung stehenden endoskopischen Instrumentarium komplett thorakoskopisch durchgeführt,
  2. thorakoskopische Lobektomien den derzeitigen Anforderungen an eine onkologisch adäquate Chirurgie gerecht und
  3. durch ein geschultes Team mit vertretbarer Morbidität und Mortalität in den klinischen Alltag eingeführt werden können sowie Vorteile für den Patienten bieten.

Die ersten beiden Hypothesen wurden im Rahmen der Phase I-Evaluation bestätigt. Es wurde eine thorakoskopische Lobektomien entwickelt, welche den derzeit gültigen onkologischen Leitlinien zur operativen Therapie eines Bronchialkarzinoms entspricht. Damit wurde weltweit zum ersten Mal gemäß den Regeln der „Good Clinical Practice“ der Nachweis erbracht, daß die Radikalität und Sicherheit bezüglich der adäquaten Tumorresektion inklusive Lymphadenektomie thorakoskopisch der konventionellen Operation gleichwertig ist.

Dieses Ergebnis war Voraussetzung für die Einführung der Operationstechnik in den klinischen Alltag. Die dritte Hypothese wurde in der Phase II-Evaluation bestätigt, die erreichte Morbidität und Mortalität war in der Gruppe der thorakoskopischen Lobektomien im Vergleich zum konventionellen Verfahren nicht erhöht. Vorteile bietet das minimal-invasive Operationsverfahren am Thorax tendenziell im Hinblick auf die postoperative Lungenfunktion, die Schmerzintensität, den Analgetikaverbrauch und die immunologisch humoralen Reaktionen. Die Rekonvaleszenz der Patienten mit einer thorakoskopischen Resektion erfolgt schneller als bei Patienten mit einer Thorakotomie.

Damit stellt die thorakoskopische Lobektomie einen klinisch relevanten Fortschritt in der Behandlung des Bronchialkarzinoms dar.


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Mon Sep 2 17:07:54 2002