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Seit der ersten Pankreastransplantation von Kelly und Lillehei1 im Jahre 1966 wurden weltweit mehr als 16000 dieser Eingriffe durchgeführt. Jährlich kommen über 1500 weitere hinzu, was darauf hindeutet, dass sich die Pankreastransplantation von einem experimentellen Verfahren zu einer Therapiemaßnahme mit kalkulierbarem Risiko weiterentwickelt hat. Dies wiederum wurde durch Fortschritte im chirurgisch-technischen Bereich2, 3, 4 und eine Verbesserung der immunsuppressiven Therapie ermöglicht2, 5, 6, 7.
Nach den Zahlen des Internationalen Pankreastransplantationsregisters ist die kombinierte Pankreas- und Nierentransplantation bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ I und terminaler Niereninsuffizienz mit 85% die am häufigsten durchgeführte Art der Pankreastransplantation. Wesentlich seltener werden Pankreastransplantationen nach alleiniger Nierentransplantation (10%) und alleinige Pankreastransplantationen (5%) registriert8.
In der hier vorgelegten Arbeit wird ausschließlich über Ergebnisse nach kombinierter Pankreas- und Nierentransplantation berichtet. Die 1-Jahres-Patienten-, Pankreastransplantat- und Nierentransplantatüberlebensrate wird für diese Patienten in einer großen Sammelstatistik mit 95%, 82% und 92% angegeben8. Auch bei längerer Nachbeobachtungszeit werden mit dieser Behandlungsmethode ausgezeichnete Ergebnisse erzielt, so dass die kombinierte Pankreas- und Nierentransplantation – bei richtiger Selektion der Patienten – als lebensverlängernde Maßnahme bezeichnet werden kann9,
10, 11.
Die Erarbeitung von Therapierichtlinien für die kombinierte Pankreas- und Nierentrans-plantation hat sich allerdings wegen der geringen Transplantationsfrequenz als äußerst schwierig erwiesen (Transplantationen in Deutschland im Jahr 2002: Nierentransplantationen [mit Lebendspenden]: 2325, kombinierte Pankreas- und Nierentransplantationen: 140). Relativ häufig werden deshalb Verbesserungen der Therapie, die bei nierentransplantierten Patienten mit Erfolg erprobt wurden, auf den Pankreastransplantationsbereich übertragen, indem meist kleinere Studien oder Anwendungsbeobachtungen initiiert werden. Dies gilt auch für die in dieser Arbeit beschriebenen Therapieansätze.
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Seit dem Start des Pankreastransplantationsprogramms an unserer Klinik arbeiten wir an einer Optimierung der immunsuppressiven Therapie mit dem Ziel, eine Verbesserung des Patienten- und Transplantatüberlebens, eine Verminderung von Rejektionsepisoden, eine Reduktion der durch die Immunsuppression bedingten Nebenwirkungen sowie eine Standardisierung der immunsuppressiven Therapie zu erreichen. Darüber hinaus wird versucht, die immunsuppressiven Behandlungsstrategien – bei gleichbleibend hoher Effizienz – den individuellen Bedürfnissen der transplantierten Patienten anzupassen.
In dieser Arbeit wird über drei Untersuchungen berichtet, die zur Weiterentwicklung immunsuppressiver Therapiestrategien bei kombiniert pankreas- und nierentransplantierten Patienten einen Beitrag leisten konnten.
Die Fragestellungen dieser Untersuchungen lauteten:
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