Evaluation neuer radiologischer Bildgebungstechniken
in der otologischen Diagnostik

Habilitationsschrift

zur Erlangung der Lehrbefähigung
für das Fach Diagnostische Radiologie

vorgelegt dem Fakultätsrat der Medizinischen Fakultät Charité
der Humboldt-Universität zu Berlin

von
Herrn Dr. med. Randolf Klingebiel
geboren am 12.02.1957 in Hannover

Präsident: Prof. Dr. J. Mlynek

Dekan: Prof. Dr. J. Dudenhausen

Gutachter:
1. Prof. Dr. U. Mödder
2. Prof. Dr. med. H. Becker

Eingereicht am:15. Januar 2002

Datum der Habilitation: 01. Oktober 2002

Zusammenfassung

Die Optimierung der Akquisitionstechniken führte zu einer verbesserten Abgrenzbarkeit klinisch relevanter Bilddetails und war gleichzeitig Voraussetzung für die Erzeugung bildqualitativ hochwertiger dreidimensionaler Bildrekonstruktionen. Die Kombination aus hochauflösenden Akquisitionstechniken und der dreidimensionalen Visualisierung mittels Volume Rendering ermöglichte die nicht-invasive endoluminale Darstellung im Sinne einer virtuellen Oto- bzw. Neuroendoskopie. Trotz weitgehender Übereinstimmung zwischen der realen und virtuell dargestellten Pathomorphologie ossikulärer Strukturen in der Mittelohr-Bildgebung zeigten sich methodische Limitationen in der Erfassung der Pathophysiologie. Die 3D-Bildgebung des Innenohrs gewährleistete eine detaillierte Darstellung pathoanatomisch komplexer Veränderungen und erlaubte dadurch Rückschlüsse auf die Pathogenese. Insbesondere in der Bildgebung des Mittelohrs und Kleinhirn-Brückenwinkels erwiesen sich die virtuell-endoskopischen Ansichten als komplementäre Darstellungstechniken, deren Ergebnisse im Zusammenhang mit den primären Schnittbilddaten und den klinischen Untersuchungsergebnissen zu interpretieren sind.

Prospektiv ist aufgrund neuer Gerätetechnologien in der Bilddaten-Erfassung (z.B. 16-Schicht-Spiral-CT) sowie höheren Rechnerleistungen in der Daten-Nachverarbeitung von einer zunehmenden Verbreitung dreidimensionaler Bildgebungstechniken auszugehen.

Eigene Schlagwörter: Mittelohr, Innenohr, CT, MRT

Abstract

Optimized data acquisition resulted in an improved delineation of critical image elements and was a prerequisite for generating 3D reconstructions of high image quality. Combining high-resolution data acquisition and 3D visualization by means of volume rendering allowed for the noninvasive endoluminal assessment known as virtual oto- and neuroendoscopy. Despite a high degree of agreement between the intraoperatively verified ossicular pathomorphology and that visualized by virtual otoscopy in middle ear imaging methodological limitations were encountered with respect to pathophysiological evaluation. 3D imaging provided detailed views of even complex pathoanatomical conditions, thus permitting conclusions regarding the underlying pathogenesis. As far as imaging of the middle ear and cerebellopontine angle was concerned, virtual endoscopic views proved to be complementary visualization techniques whose results have to be interpreted in the context of the primary cross-sectional data and clinical findings. Prospectively, a more widespread use of 3D imaging techniques may be expected from upcoming acquisition technologies (for example 16-slice helical CT) as well as from more powerful computers with improved image data postprocessing capacities.

Keywords: middle ear, inner ear, CT, MRI


"Nicht Sehen trennt uns von den Dingen.
Nicht Hören von den Menschen"

Immanuel Kant

Inhaltsverzeichnis

Tabellen

Bilder



© Die inhaltliche Zusammenstellung und Aufmachung dieser Publikation sowie die elektronische Verarbeitung sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung, die nicht ausdrücklich vom Urheberrechtsgesetz zugelassen ist, bedarf der vorherigen Zustimmung. Das gilt insbesondere für die Vervielfältigung, die Bearbeitung und Einspeicherung und Verarbeitung in elektronische Systeme.
DiML DTD Version 3.0Zertifizierter Dokumentenserver
der Humboldt-Universität zu Berlin
HTML-Version erstellt am:
03.02.2005