Kopka, Lars : Spiral-CT zur Diagnostik fokaler Leberläsionen -Methodische Entwicklungen, klinische Ergebnisse und Perspektiven
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Kapitel 2. Fragestellungen
In der vorliegenden Arbeit sollen zunächst methodische Faktoren bei der Spiral-CT Diagnostik von fokalen Leberläsionen hinterfragt werden. Dabei werden können in experimentellen Versuchen mit Leberphantomen folgende gerätetechnisch-physikalische Aspekte beurteilt:
- Einfluß von Schichtdicke, Pitchfaktor und resultierender Tischgeschwindigkeit, vom Rekonstruktionsintervall sowie vom Röhrenstrom auf die Detailerkennbarkeit kleiner umschriebener Objekte im Leberphantom
- Niedrigkontrastauflösung eines Spiral-CT mit Mehrzeilen-Detektortechnik im experimentellen Vergleich mit einer üblichen Einzeilen-Detektortechnik
- Wirksamkeit eines anatomisch adaptierten Röhrenstroms zur Reduktion der Strahlenexposition und der dabei resultierenden Bildqualität in der klinischen Anwendung
Im Hinblick auf die Anwendung von RKM in der Leberdiagnostik sollen in klinischen Studien folgende Fragestellungen behandelt werden:
- Einfluß der KM-Injektionsgeschwindigkeit, der KM-Konzentration und des KM-Typs auf die Kontrastierung des Leberparenchyms?
- Bedeutung des KM-Typs (monomer/dimer) für die Aktivierung des Komplementsystems als Auslöser verzögerter allergoider Reaktionen?
Die exakte Anpassung der Spiral-CT an bestimmte Leberperfusionsphasen ist von den individuellen Transitzeiten des KM abhängig. Zur Bestimmung der Transitzeiten erfolgen zunächst experimentelle Untersuchungen an einem Kreislaufmodell mit verschiedenen Fragestellungen:
- Einfluß von KM-Typen und -konzentrationen auf die Bolusgeometrie?
- Bedeutung unterschiedlicher Injektionsparameter auf die Bolusform?
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Zur vorherigen Bestimmung der individuellen KM-Transitzeiten werden verschiedene Möglichkeiten experimentell und anschließend klinisch evaluiert:
- Messung eines Farbstoffes bzw. eines Ultraschallkontrastmittels als geeignetes Verfahren für die Transitzeitbestimmung.
- Entwicklung einer mathematischen Gleichung mit Hilfe von intrinsischen Patientenvariablen und deren Nutzen für die vorherige Festlegung der KM-Kreislaufzeit.
- Eignung einer speziell entwickelten CT-Software zum KM-Bolustracking.
Zur Überprüfung der klinischen Wertigkeit der semiautomatischen KM-Bolustriggerung werden mehrere diagnostisch relevante Probleme bearbeitet:
- Bedeutung der Methode zur Bestimmung der CT-Startverzögerung für die arterielle und portalvenöse Perfusionsphase?
- Wertigkeit zur optimalen Wahl des CT-Startdelays für die biphasische Spiral-CT der Leber im Vergleich zu anderen Möglichkeiten?
- Einfluß des Verfahrens auf die Leberkontrastierung während der PVP?
- Sinnvoller Einsatz der Methode bei allen Patienten?
Die mehrphasige Spiral-CT wird zunehmend als Standardverfahren für die Diagnostik fokaler Leberläsionen eingesetzt. Dabei ergeben sich verschiedene Fragen:
- Wertigkeit der einzelnen Untersuchungsphasen (nativ, arteriell, portalvenös) bzw. ihrer Kombination für die Detektion und -charakterisierung von hypo- und hypervaskularisierten Läsionen?
- Festlegung eines zeit- und kosteneffektiven Untersuchungsprotokolls in Kenntnis bestimmter anamnestischer Angaben?
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