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Die sekundäre Zunahme von Kontusion und Hirnödem, die wichtige Faktoren für die Mortalität und Morbidität Schädel-Hirn-traumatisierter Patienten darstellen, wird entscheidend durch den posttraumatischen zerebralen Perfusionsdruck bzw. zerebralen Blutfluss bestimmt. Die Höhe des optimalen zerebralen Perfusionsdruckes nach schwerem Schädel-Hirn-Trauma wird kontrovers diskutiert. Während im sogenannten Lund-Konzept ein niedriger Perfusionsdruck angestrebt und die Gabe von Katecholaminen aufgrund potentieller zerebraler vasokonstringierender und weiterer Nebeneffekte vermieden wird, befürwortet das CPP-Konzept nach Rosner eine Anhebung des zerebralen Perfusionsdruckes, wenn notwendig unter intravenöser Gabe von Katecholaminen.
Vor diesem Hintergrund galt es, in einem experimentellen Schädel-Hirn-Trauma- Modell der Ratte (Controlled Cortical Impact Injury) den Bereich des optimalen zerebralen Perfusionsdruckes nach traumatischer Hirnkontusion zu ermitteln und den Effekt von Katecholaminen auf den posttraumatischen zerebralen Blutfluss und die Entwicklung des sekundären Hirnschadens zu untersuchen.
Die wesentlichen Ergebnisse dieser Arbeit lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Schlussfolgerung
Um die Entwicklung des sekundären Hirnschadens nach kortikaler Kontusion zu minimieren, sollte der CPP nach traumatischem Hirnschaden nicht unterhalb 70 mm Hg liegen. Eine Anhebung des CPP auf über 70 mm Hg ist nicht notwendig und könnte unter Umständen sogar zu einer Verschlechterung des klinischen Outcomes nach Schädel-Hirn-Trauma führen. Wenn notwendig, kann sowohl in der Früh- als auch Spätphase nach Trauma der zerebrale Perfusionsdruck mittels intravenöser Gabe von Katecholaminen angehoben werden. Eine Minderung des posttraumatischen CBF durch eine Katecholamin-induzierte zerebrale Vasokonstriktion ist nicht zu erwarten. Da es unter Noradrenalininfusion zu einem [Seite 88↓]Anstieg im perikontusionellen extrazellulären Glutamat kommen kann, sollte Dopamin zur Blutdruckanhebung bevorzugt verwendet werden.
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