Lau, Susanne: Die Entwicklung des kindlichen Asthma bronchiale unter der besonderen Berücksichtigung der Innenraumallergen-Exposition

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Anhang A. Terminologie

Kohortenstudie: Studienpopulation, in deren Untergruppe man z. B. unterschiedliche Expositionen von krankmachenden Einflussfaktoren studieren kann. Es gibt auch Studien, in denen initial mehrere Kohorten gebildet werden, die unterschiedlichen Expositionen gegenüber vermutlich krankmachender Faktoren ausgesetzt sind (Rothman 1998).

Multivariat: verschiedene, in bivariaten Auswertungen als signifikante Einflussvariable identifizierte Faktoren werden in eine logistische oder lineare Regressionsanalyse eingeschlossen und in Hinblick auf ihren gleichzeitigen Einfluss auf eine bestimmte Erkrankung untersucht.

Querschnittsstudie: eine Anzahl von Probanden wird zu einem Zeitpunkt x ausgewahlt und zu diesem Zeitpunkt werden Einflussfaktoren für z. B. eine bestimmte Krankheitsmanifestation betrachtet, bzw. Assoziationen zwischen Befunden, die zu diesem Zeitpunkt erhoben werden. Dieses Studiendesign unterliegt oft dem Problem der zufälligen Schein-Assoziationen.

Longitudinal- oder prospektive Studie: das Studiendesign ist so angelegt, dass dieselbe Kohorte über einen längeren Zeitraum prospektiv verfolgt wird, und mehrfach hinsichtlich Einflussfaktoren und Auftreten einer Krankheit Daten gesammelt werden. Hierbei können Zusammenhänge hinsichtlich ihrer Konsistenz und Reproduzierbarkeit betrachtet werden, der Zufall spielt eine kleinere Rolle als bei Querschnittsstudien. Auch kann der Faktor Länge des Einwirkens eines krankmachenden Agens besser abgeschätzt werden. Es werden Assoziationen beschrieben und nicht notwendigerweise Kausalbeziehungen, statt dessen generiert man Hypothesen für pathophysiologische Zusammenhänge.

Interventionsstudie: Die Interventionsstudie ist in der Lage durch Vermeidung eines vermutlich krankmachenden Faktors, Kausalbeziehungen zu beweisen.

Dosis-Wirkungsbeziehung: Beobachtung, dass die Häufigkeit einer Erkrankung mit der Höhe der Exposition zunimmt. Dies suggeriert dann eine Kausalbeziehung (Hill 1971).

Confounder: Faktoren, die Assoziationen stören bzw. beeinflussen, obwohl sie nicht primär studiert werden.

Case-control: Individuen mit einer und ohne eine bestimmte Erkrankung werden ausgewählt und gemäß ihrer Expositions- und Risikofaktoren betrachtet.


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Wed Oct 2 9:58:20 2002