[Seite 26↓]

5  Zusammenfassung und Schlußfolgerung.

Asthma, ARK und atopische Dermatitis sind komplexe, multifaktoriell bedingte Krankheitsbilder. Man vermutet, daß genetische Faktoren, welche evolutionär (Überleben von Infektionskrankheiten) selektiert wurden, bei mangelndem Kontakt mit viralen, bakteriellen oder parasitären Antigenen die Entstehung von atopischen Merkmalen begünstigen.

Kopplungs- und Kandidatengenstudien deuten auf gemeinsame als auch Krankheits- (bzw. Organ-) spezifische genetische Determinanten hin, wobei zahlreiche chromosomale Regionen und Kandidatengene mit Atopie-assoziierten Krankheitsbildern in Verbindung gebracht wurden. Internationale Zusammenarbeiten und Metaanalysen erscheinen notwendig, um die relevanten chromosomalen Regionen und Kandidatengene zu identifizieren. Haplotyp-, Gen-Gen- und Gen-Umweltinteraktionsstudien sind ebenfalls von hoher Relevanz, um genetische Risikofaktoren für allergische Erkrankungen zu evaluieren. Studienpopulationen wie die MAS-90 Geburtskohorte sind für derartige Analysen ideal, da seit Geburt longitudinal sowohl Exposition von verschiedenen Umwelteinflüssen dokumentiert wurden als auch Atopie-assoziierte Phänotypen mehrfach standardisiert erfaßt wurden.


© Die inhaltliche Zusammenstellung und Aufmachung dieser Publikation sowie die elektronische Verarbeitung sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung, die nicht ausdrücklich vom Urheberrechtsgesetz zugelassen ist, bedarf der vorherigen Zustimmung. Das gilt insbesondere für die Vervielfältigung, die Bearbeitung und Einspeicherung und Verarbeitung in elektronische Systeme.
DiML DTD Version 3.0Zertifizierter Dokumentenserver
der Humboldt-Universität zu Berlin
HTML-Version erstellt am:
05.01.2005