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Jährlich erkranken in Deutschland über 11.000 Patienten an Pankreaskarzinomen. Für die überwiegende Mehrzahl dieser Patienten ist die Diagnosestellung gleichbedeutend mit einem Todesurteil, hauptsächlich bedingt durch das meist fortgeschrittene Krankheitsstadium bei Diagnosestellung sowie die relative Chemotherapieresistenz des Tumors. In den onkologischen Textbüchern wird für fortgeschrittene Tumorstadien eine mittlere Überlebenswahrscheinlichkeit von drei bis sechs Monaten nach Diagnosestellung angegeben. Die heute wichtigste Substanz zur Behandlung dieses Tumors ist intravenös verabreichtes Gemcitabin (2´-Deoxy-2´,2´Difluorocytidin-Monohydrochlorid). Obwohl mit dieser Substanz eine Verbesserung der tumorbedingten Symptome erreicht werden kann und Lebensverlängerungen gegenüber früheren Chemotherapiekonzepten erzielbar sind, sterben vier von fünf Patienten innerhalb eines Jahres an den direkten Folgen ihrer Tumorerkrankung. Dies belegt die unmittelbare Notwendigkeit, Forschungen mit dem Ziel durchzuführen, die Prognose dieser Patienten weiter zu verbessern.
Die vorliegende Arbeit faßt Untersuchungen zusammen, die in den zurückliegenden vier Jahren in Berlin zu dieser Thematik durchgeführt wurden.
A) Klinische Untersuchungen:
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B) Präklinische/molekularbiologische Untersuchungen
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8. |
An Tumormaterial von 20 Patienten mit resektierten Pankreaskarzinomen wurde die Frage untersucht, ob sich Her2/neu-Überexpressionen dieses molekularen Wachstumsfaktors bei diesem Tumor nachweisen lassen. Mittels immunhistochemischer Untersuchungen (APAAP Farbreaktion), konnte keine Korrelation zwischen Her2/neu-Überexpression und klinischem Verlauf gefunden werden, womit Angaben in der Literatur nicht bestätigt werden konnten. |
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9. |
Bei ca. 80 % aller Pankreaskarzinome lassen sich Mutationen des K-ras-Onkogens nachweisen. In Zusammenarbeit mit der Firma TIB MOLBIL wurde ein Verfahren entwickelt, mit dem man schnell und zuverlässig eine ras-Mutation nachweisen kann und die Möglichkeit zur Quantifizierung besteht. Derzeit liegt die Detektionsgrenze bei einer Mutation von 100.000 Zellen. |
Diese klinischen Studienergebnisse geben Grund zur Hoffnung, die Prognose von Patienten mit Pankreaskarzinomen in den nächsten Jahren durch die hier vorgestellten Konzepte zu verbessern. Fortschritte im Verständnis der molekularen Karzinogenese der exokrinen Pankreaszelle, Diagnostik und Therapie lassen in naher Zukunft Ergebnisse erwarten, die zumindest denen bei anderen soliden Tumoren nahekommen. Daher ist der vereinzelt noch verbreitete therapeutische Nihilismus, bei der Behandlung des Pankreaskarzinoms, als nicht länger gerechtfertigt und akzeptabel anzusehen.
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