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9  Schlussfolgerungen

Anhand der vorgestellten Studien können folgende Stellungnahmen bzw. Empfehlungen zur Beantwortung der in der Zielstellung dieser Arbeit dargelegten Fragestellungen gegeben werden:

  1. Die DV ohne Reposition entwickelt sich aus der DV mit Reposition, Traumata sind als initiierende Faktoren vorrangig beteiligt.
  2. Rein konservative Therapiemaßnahmen, wie Äquilibrierungs-schienen oder Pulsierende Signaltherapie, zeigen keinen therapeu-tischen Effekt, der der normalen Entwicklung der DV ohne Reposition überlegen wäre.
  3. Die Kaueffektivität von Patienten mit DV ohne Reposition ist im Vergleich zu Probanden signifikant reduziert.
  4. Die Kieferöffnungsweite und die Schmerzsymptomatik bei DV ohne Reposition verbessern sich unabhängig von der verwendeten Therapie signifikant über Beobachtungszeiträume von 4 – 24 Monaten hinweg.
  5. Morphologisch sind deutliche Veränderungen an den Strukturen des Kiefergelenks festzustellen. Diese sind jedoch als selbst limitierende Adaptationserscheinungen zu werten. Da keine Kontrollgruppe von Patienten ohne therapeutische Intervention mitgeführt wurde, bleibt unklar, ob diese Veränderungen trotz Therapie auftraten oder ohne Therapie stärker ausgeprägt gewesen wären.
  6. Bei bestehender DV in einem Kiefergelenk ist das Risiko für eine DV im kontralateralen Kiefergelenk deutlich erhöht.


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04.05.2005