Rekombinante Retroviren:

In den meisten der bisher durchgeführten klinischen Studien wurden Retroviren als Gentransfervektor eingesetzt (Rosenberg et al., 2000). Rekombinante Retroviren basieren in der Regel auf dem „Grundgerüst“ des murinen Moloney Leukämie Virus (MoMuLV), dem wie bei rekombinanten Adenoviren essentielle Gene für die Virusreplikation und Vermehrung entfernt wurden. Sie sind in der Lage, eine Vielzahl unterschiedlicher Zelltypen zu transduzieren und stabil in die DNA der Wirtszelle zu integrieren, so dass das therapeutische Gen an die Tochterzellen weitergegeben werden kann (Kay et al., 2001). Nachteile des retroviralen Gentransfers sind darin zu sehen, dass nur teilungsaktive Zellen transduziert werden können, da die Auflösung der Membran des Zellkerns im Verlauf der Mitose die Voraussetzung dafür ist, dass das Retrovirus in die zelluläre DNA integrieren kann. Zudem kann die Integration der fremden DNA in Bereichen, die die Proliferationsaktivität der Zellen steuern, zu unkontrolliertem Wachstum der transduzierten Zellen führen.


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04.02.2005