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2.  Zielsetzungen

Die Zielsetzungen der vorliegenden Arbeit gliedern sich in zwei grundsätzliche Teil­­bereiche auf. Im ersten Abschnitt werden die diagnostischen Möglichkeiten der kardialen MRT für die myokardiale Perfusions- und Funktionsdiagnostik bei der akuten und chronischen Form der koronaren Herzkrankheit im Tierversuch hinter­fragt. Im zweiten Abschnitt wird anhand eines Tiermodells die Abbildungs­qualität der nicht-invasiven Koronar­angio­graphie mit der MSCT unter­sucht und anschließend mit den Ergebnissen der EBCT verglichen.

Im ersten Abschnitt der Arbeit gilt es die Frage zu klären, ob mit quantitativen MRT-Techniken eine präzise Beurteilung der akuten und chronischen Form der Myo­kard­­ischämie möglich ist. Hierfür wird die myokardiale Durchblutung mit MR-First-Pass (MRFP) Perfusionsmessungen bestimmt. Die kardiale Kon­trak­ti­li­tät wird mit MR-Tagging Studien analysiert. Zum jetzigen Zeitpunkt existieren keine wissen­schaft­lichen Er­kenntnisse darüber, in welchem Ausmaß der post­stenotische koronare Blutfluß und Blut­druck reduziert sein muß, damit die daraus re­sultierende Ischämie aufgrund links­ventrikulärer Funktionsstörungen mit MR-Tagging Analysen oder aufgrund myo­kardialer Perfusionsstörungen mit MRFP-Techniken diagnostiziert werden kann. Des­weiteren ist ungeklärt, ob ein pharma­ko­logischer Stresstest die diagnostische Aussage­kraft der Verfahren verbessern kann.

Es ergeben sich folgende Fragestellungen an die kardiale MRT:

(1) Welches Ausmaß akuter myo­kardialer Minderdurchblutung kann mit MRFP-Perfusions­messungen und MR-Tagging Analysen in Ruhe diagnostiziert werden?

(2) Welche Möglichkeiten bieten die MRFP-Perfusionsuntersuchungen und die MR-Tagging Messungen zum Nachweis chronischer Koronar­arterien­verschlüsse in Ruhe und unter pharmakologischem Stress?


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Im zweiten Abschnitt der vorliegenden Arbeit werden methodische Faktoren bei der MSCT Koronarangiographie untersucht. Die Abbildungsqualität der MSCT wird mit der EBCT verglichen. Die Güte der koronarangiographischen Dar­stellungen wird über die Konturschärfe der Herzkranzgefäße definiert, die ins­besondere vom Signal-zu-Rausch Verhältnis und von Bewegungsartefakten beinflusst wird.

Folgende Fragestellungen richten sich an die kardiale CT:

(3) Sind die nicht-invasive Koronarangiographie mittels MSCT und EBCT in der Bild­qualität und Gefäßkonturschärfe vergleichbar?

(4) Hat die Gefäßkonturschärfe Auswirkungen auf die diagnostische Aussage­kraft beider Modalitäten?


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03.06.2005