Schmidt-Westhausen, Andrea Maria: Experimentelle Untersuchungen zur Pathogenese und Therapie der oralen Candidiasis bei Immundefizienz

41

Kapitel 3. Ergebnisse

3.1 Klinische Befunde

Balb/c Mäuse: Bei den immunkompetenten Mäusen (n=27) lagen keine Veränderungen der Zungenschleimhaut vor (Abb. 4).

Abb. 4: Zungenpräparat Balb/c Maus (x 10)

SCID Mäuse: Auch bei keinem der immundefizienten Tiere (n=30) konnten klinische Veränderungen der Zunge beobachtet werden (Abb. 5).

Abb. 5: Zungenpräparat SCID Maus (x 10)


42

3.2 Ergebnisse der PAS-Reaktion

Die Rohdaten der Ergebnisse der Auswertung nach PAS sind in den Tabellen 17 und 18 (7. Kapitel Anhang) dargestellt. Neben der Invasion von Hyphen wurde auch das reaktive Phagozyteninfiltrat dokumentiert.

3.2.1 Ergebnisse Teil A: Bestimmung der minimalen Infektionsdosis

Balb/c Mäuse (Tab. 7)

Tab. 7: Übersicht über die inokulierten Keimmengen und die Ergebnisse der Auswertung der Serienschnitte (PAS-Reaktion) bei Balb/c Mäusen

Tier

Nr.1)

Keime/10µl2)

Anzahl der

Schnitte3)

PAS-Befunde4)

Entzündungs-zellen5)

Gesamt-beurteilung6)

B0

Ø Tetracyclin Ø C. albicans

n=9

neg.

keine

negativ

B1

107

n=20

neg.

keine

negativ

B2

107

n=11

neg.

keine

B3

107

n=6

6/6 pos.

keine

B4

108

n=5

3/5 pos.

Infiltrat bei 5/5

positiv

B5

108

n=5

4/5 pos.

keine

B6

108

n=5

5/5 pos.

Infiltrat bei 5/5

B7

106

n=36

neg.

keine

negativ

B8

106

n=36

4/36 pos.

keine

B9

106

n=36

neg.

keine

B10

107

n=24

neg.

keine

negativ

B11

107

n=24

12/24 pos.

Infiltrat bei 3/12

B12

107

n=24

neg.

keine

B13

105

n=24

neg.

keine

negativ

B14

105

n=24

neg.

keine

B15

105

n=24

neg.

keine

B16

108

n=12

8/12 pos.

Infiltrat bei 3/8

positiv

B17

108

n=12

neg.

keine

B18

108

n=12

6/12 pos.

Infiltrat bei 3/6

Legende zu Tabelle 7:
1) Bezeichnung des inokulierten Tieres
2) Anzahl der inokulierten Candida-Zellen/10 µl
3) Anzahl der pro Zungenhälfte angefertigten Schnitte
4) Anzahl der Schnitte, die PAS-positive Strukturen (Blastosporen, Hyphen) in den obersten Epithelschichten aufwiesen zur Anzahl der angefertigten Schnitten
5) Anzahl der Schnitte, bei denen ein entzündliches Infiltrat nachgewiesen wurde, zu der in Spalte 4 aufgeführten PAS-positiven Schnitten
6) Die Gesamtbeurteilung bewertet, ob die jeweilige Inokulationsmenge mindestens 2/3 Mäusen infiziert hat.


43

Bei 2/3 Mäusen, denen eine Dosis von 107 Keimen verabreicht wurde (B1, B2, B3), konnten keine Hyphen oder Blastosporen im Epithel nachgewiesen werden. Dieses Ergebnis bestätigte sich bei einer weiteren Gruppe, die mit 107 C. albicans-Zellen inokuliert wurde (B10, B11, B12). Insgesamt wiesen bei dieser Keimmenge 18/108 Schnitten (16,6 %) PAS-positive Strukturen auf.

Die Keimmenge wurde erneut um eine log Stufe erhöht. Bei der mit 108 C. albicans-Zellen inokulierten Gruppe (B4, B5, B6) wiesen 3/3 Mäusen PAS-positive Strukturen auf. Zur Bestätigung der Ergebnisse wurde darüber hinaus eine weitere Gruppe mit 108 inokuliert (B13, B14, B15), hier waren 2/3 Mäusen als positiv anzusehen (Abb. 6 und 7). Insgesamt wiesen bei dieser Keimmenge 26/51 Schnitten (51 %) PAS-positive Strukturen auf.

Wurde die Inokulationsdosis auf 106/10 µl (B7, B8, B9) reduziert, waren 2/3 Mäusezungen PAS-negativ. Insgesamt wiesen bei dieser Keimmenge 6/108 Schnitten (5,6%) PAS-positive Strukturen auf. Bei weiterer Reduktion auf 105/10µl (B13, B14, B15) wurden keine Hyphen oder Blastosporen im Epithel beobachtet (0/72 Schnitte). Die Balb/c Maus Nr. B0 diente der Kontrolle und wies keine Candidastrukturen auf.

LDie minimale Infektionsdosis bei Balb/c Mäusen betrug 108 C. albicans-Zellen/10µl.


44

Abb. 6: Balb/c Maus: Eindringen von Candida-Hyphen in das Stratum corneum des Zungenrücken- epithels eine Woche post inoculationem mit 108 C. albicans-Zellen (PAS-Reaktion x 45)

Abb. 7: Balb/c Maus: Zungenrückenepithel eine Woche post inoculationem mit 107 C. albicans-Zellen: Candida-Hyphen penetrieren nicht über die keratinisierte Epithelschicht hinaus in das Stratum spinosum (PAS-Reaktion x 100)


45

Waren Candidaelemente in den Epithelschichten nachweisbar, so fand sich in 19/48 PAS positiven Schnitten ein entzündliches Infiltrat, d.h. das Eindringen der Mikroorganismen führte in 39,6 % der Fälle zu einer Reaktion.

SCID Mäuse (Tab. 8)

Tab. 8: Übersicht über die inokulierten Keimmengen und die Ergebnisse der Auswertung der Serienschnitte (PAS-Reaktion) bei SCID Mäusen

Tier

Nr.

Keime/10µl

Anzahl der

Schnitte

PAS-Befunde

Entzündungszellen

Gesamt-beurteilung

S1

107

n=11

neg.

keine

positiv

S2

107

n=5

5/5 pos.

Infiltrat bei 5/5

S3

107

n=5

5/5 pos.

keine

S4

105

n=12

12/12 pos.

keine

positiv

S5

105

n=21

neg.

keine

S6

105

n=21

6/21 pos

keine

S7

106

n=42

17/42 pos.

Infiltrat bei 3/17

positiv

S8

106

n=21

19/21 pos.

Infiltrat bei 19/21

S9

106

n=28

neg.

keine

S10

107

n=42

11/42 pos.

keine

positiv

S11

107

n=21

13/21 pos.

keine

S12

107

n=42

21/42 pos.

Infiltrat bei 21/21

S13

Ø C. albicans

n=12

neg.

keine

negativ

S14

Ø C. albicans

n=9

neg.

keine

S15

Ø C. albicans

n=9

neg.

keine

S16

Ø Tetracyclin

Ø C. albicans

n=9

neg.

keine

S17

104

n=12

neg.

keine

negativ

S18

104

n=12

neg.

keine

S22

105

n=21

neg.

keine

positiv

S23

105

n=12

12/12 pos.

keine

S24

105

n=21

3/21 pos.

keine


46

Bei 2/3 Mäusen, denen eine Dosis von 107 Keimen verabreicht wurde (S1, S2, S3), wurden Hyphen im Epithel gefunden (Abb. 8). Dieses Ergebnis war reproduzierbar (S10, S11, S12). Insgesamt wiesen bei dieser Keimmenge 55/126 Schnitten (43,7 %) PAS-positive Strukturen auf. Die Keimmenge wurde um eine log Stufe verringert. Bei 106/10 µl konnten in 2/3 Mäusezungen und in 40 % (36/91) der Schnitte Hyphen im Stratum corneum der Papillae filiformes nachgewiesen werden (Abb. 9). Bei der mit 105 C. albicans-Zellen inokulierten Gruppe (S4, S5, S6) wiesen 2/3 Mäusen PAS-positive Strukturen auf. Zur Bestätigung der Ergebnisse wurde darüber hinaus eine weitere Gruppe mit 105 inokuliert (S22, S23, S24), hier waren wiederum 2/3 Mäusen als positiv anzusehen. Insgesamt wiesen bei dieser Keimmenge 33/108 Schnitten (30,6 %) PAS-positive Strukturen auf.

Abb. 8: SCID Maus: Zungenrücken eine Woche post inoculationem mit 107 C. albicans-Zellen: Invasion von Candida-Hyphen in die keratinisierte Epithelschicht (PAS-Reaktion x 80)


47

Abb. 9: SCID Maus: Papillae filiformes eine Woche post inoculationem mit 105 C. albicans-Zellen: Candida-Hyphen und Blastosporen im Stratum corneum (PAS-Reaktion x 200)

Erst bei einer Inokulationsmenge von 104 C. albicans-Zellen waren zwei Mäusezungen PAS negativ (S17 und S18). Keiner der 24 Schnitte zeigte eine Hypheninvasion. SCID Mäuse S13, S14, S15, S16 dienten der Kontrolle, es fanden sich keine Candidastrukturen im Zungenepithel.

LDie minimale Infektionsdosis bei SCID Mäusen betrug 105 C. albicans-Zellen/10 µl.

Wurden Hyphen oder Blastosporen in den Epithelschichten gefunden, so war ein entzündliches Infiltrat in 48/124 PAS positiven Schnitten vorhanden, d.h. das Eindringen der Mikroorganismen führte nur in 38,7 % der Fälle zu einer Reaktion.


48

3.2.2 Ergebnisse Teil B: Inokulation der in Teil A bestimmten Keimzahl und Glykopeptiden

Balb/c Mäuse (Tab. 9)

Tab. 9: Übersicht über die inokulierten Keimmengen in Verbindung mit Glykopeptiden und die Ergebnisse der Auswertung der Serienschnitte (PAS-Reaktion) bei Balb/c Mäusen

Tier

Nr.

Keime/10µl

Anzahl der Schnitte

PAS-Auswertung

Entzündungszellen

B19

108+GP

n=12

neg.

keine

B20

108+GP

n=12

neg.

keine

B21

108+GP

n=12

neg.

keine

B22

108+GP

n=12

11/12 pos.

keine

B23

108+GP

n=12

neg.

keine

B24

108+GP

n=12

neg.

vereinzelt

B25

108+GP

n=12

8/12 pos.

Infiltrat bei 6/8

B26

108+GP

n=12

neg.

keine

Zwei der acht Balb/c Mäuse, die mit der minimalen Infektionsdosis von 108 C. albicans-Zellen und derselben Menge Glykopeptide inokuliert wurden, wiesen Hyphen im Stratum corneum der Papillae filiformes auf. Bei einem Tier (B25) fand sich neben Candidastrukturen im Stratum corneum ein subepitheliales entzündliches Infiltrat.

SCID Mäuse (Tab. 10)

Keines der acht Tiere, die mit der minimalen Infektionsdosis von 105 Keimen vermischt mit Glykopeptiden inokuliert wurden, wies Hyphen im Stratum corneum der Papillae filiformes auf.

Das Tier S25 diente der Kontrolle, es wurden nur Glykopeptide inokuliert. Auch hier konnten keine PAS-positiven Strukturen in den Schnitten nachgewiesen werden.


49

Tab. 10: Übersicht über die inokulierten Keimmengen in Verbindung mit Glykopeptiden und die Ergebnisse der Auswertung der Serienschnitte (PAS-Reaktion) bei SCID Mäusen

Tier

Nr.

Zellzahl/10µl

Anzahl der Schnitte

PAS-Auswertung

Entzündungszellen

S19

105+GP

n=12

neg.

keine

S20

105+GP

n=12

neg.

keine

S21

105+GP

n=12

neg.

keine

S26

105+GP

n=12

neg.

keine

S27

105+GP

n=12

neg.

keine

S28

105+GP

n=12

neg.

keine

S29

105+GP

n=12

neg.

keine

S30

105+GP

n=12

neg.

vereinzelt

S25

GP

n=12

neg.

keine

3.3 Ergebnisanalyse der Infektionsexperimente

Nachstehend sollte geprüft werden, welchen Effekt

  1. die inokulierten Keimmengen und
  2. die inokulierten Keime in Verbindung mit Glykopeptiden auf die Entstehung einer Infektion haben.

Hierzu wurden die Ergebnisse der Infektionsexperimente (Versuchsreihen A und B) analysiert. Da mit den Serienschnitten jedoch festgelegt wurde, ob das einzelne Tier als infiziert oder nicht infiziert galt, mußte hierzu nicht die Anzahl der Schnitte, sondern die Anzahl der Tiere pro Inokulationsmenge herangezogen werden. Hieraus ergab sich, daß die Anzahl der Tiere pro Inokulationsmenge für eine exakte statistische Analyse nicht ausreichte.

Die Ergebnisse sind in Vierfeldertafeln dargestellt, für eine statistische Auswertung wären pro Feld ge 4 Tiere notwendig. Die nachstehende Auswertung mittels chi2-Test ist daher nur im Sinne einer Orientierungshilfe zu werten.


50

3.3.1 Balb/c Mäuse

3.3.1.1 Prüfung der Inokulationsdosis von 105 versus 106 C. albicans-Zellen auf die Entstehung einer Infektion

Beschreibung

Balb/c: Inokulation mit 105 vs. 106 C. albicans

Situation A

Keimmenge 105

 

105

106

Situation B

Keimmenge 106

Infektion

0

1

Reaktion A

Infektion

keine Infektion

3

2

Reaktion B

keine Infektion

 

 

 

Da kein Tier bei einer Inokulationsmenge von 105 C. albicans-Zellen infiziert wurde, ergab sich aus dem chi²-Vierfeldertest kein Effekt.

3.3.1.2 Prüfung der Inokulationsdosis von 106 versus 107 C. albicans-Zellen auf die Entstehung einer Infektion

Beschreibung

Balb/c: Inokulation mit 106 vs. 107 C. albicans

Situation A

Keimmenge 106

 

106

107

Situation B

Keimmenge 107

Infektion

1

2

Reaktion A

Infektion

keine Infektion

2

4

Reaktion B

keine Infektion

 

 

 

Vergleicht man die Inokulationsmengen von 106 und 107, so ergäbe sich hieraus auch bei Verdopplung der Anzahl der Tiere pro Gruppe kein signifikanter Unterschied (p<1).

3.3.1.3 Prüfung der Inokulationsdosis von 107 versus 108 C. albicans-Zellen auf die Entstehung einer Infektion

Beschreibung

Balb/c: Inokulation mit 107 vs. 108 C. albicans

Situation A

Keimmenge 107

 

107

108

Situation B

Keimmenge 108

Infektion

2

5

Reaktion A

Infektion

keine Infektion

4

1

Reaktion B

keine Infektion

 

 

 


51

Bei einer Analyse der Inokulationsmengen 107 und 108 hinsichtlich ihres Infektionspotentials ergab sich eine Effekt, der statistisch signifikant wäre, wenn die Anzahl der Tiere pro Feld doppelt so hoch wäre (p<0,01).

3.3.1.4 Prüfung des Effekts der Inokulationsdosis von 108 Keimen + Glykopeptiden auf die Entstehung einer Infektion

Beschreibung

Balb/c: Inokulation mit 108 C. albicans + GP

Situation A

ohne GP

 

ohne GP

mit GP

Situation B

mit GP

Infektion

5

2

Reaktion A

Infektion

keine Infektion

1

6

Reaktion B

keine Infektion

 

 

 

Ein deutlicher Unterschied zeigte sich bei der Anzahl der infizierten Tiere nach Inokulation von C. albicans mit oder ohne Glykopeptidzusatz. Unter der Annahme, die Anzahl der Tiere pro Feld wäre doppelt so hoch angesetzt, ergäbe sich ein signifikanter Wert (p< 0,0001).

3.3.2 SCID Mäuse

3.3.2.1 Prüfung der Inokulationsdosis von 104 versus 105 C. albicans-Zellen auf die Entstehung einer Infektion

Beschreibung

SCID: Inokulation mit 104 vs. 105 C. albicans

Situation A

Keimmenge 104

 

104

105

Situation B

Keimmenge 105

Infektion

0

2

Reaktion A

Infektion

keine Infektion

2

1

Reaktion B

keine Infektion

 

 

 

Da kein Tier bei einer Inokulationsmenge von 104 C. albicans-Zellen infiziert wurde, ergab sich aus dem chi²-Vierfeldertest kein Effekt.


52

3.3.2.2 Prüfung der Inokulationsdosis von 105 versus 106 C. albicans-Zellen auf die Entstehung einer Infektion

Beschreibung

SCID: Inokulation mit 105 vs. 106 C. albicans

Situation A

Keimmenge 105

 

105

106

Situation B

Keimmenge 106

Infektion

2

2

Reaktion A

Infektion

keine Infektion

1

1

Reaktion B

keine Infektion

 

 

 

Kein Unterschied bestand zwischen den Inokulationsmengen von 105 und 106 Keimen hinsichtlich des Infektionspotentials.

3.3.2.3 Prüfung der Inokulationsdosis von 106 versus 107 C. albicans-Zellen auf die Entstehung einer Infektion

Beschreibung

Inokulation mit 106 vs. 107 C. albicans

Situation A

Keimmenge 106

 

106

107

Situation B

Keimmenge 107

Infektion

2

5

Reaktion A

Infektion

keine Infektion

1

1

Reaktion B

keine Infektion

 

 

 

Bei einem Vergleich der Inokulationsmengen von 106 und 107 ergäbe sich auch bei Verdopplung der Anzahl der Tiere pro Gruppe kein signifikanter Unterschied (p<1).

3.3.2.4 Prüfung des Effekts von Inokulationsdosis von 105 Keimen + Glykopeptiden auf die Entstehung einer Infektion

Beschreibung

SCID: Inokulation mit 105 C. albicans

Situation A

ohne GP

 

ohne GP

mit GP

Situation B

mit GP

Infektion

4

0

Reaktion A

Infektion

keine Infektion

2

8

Reaktion B

keine Infektion

 

 

 


53

Ein erkennbarer Unterschied zeigte sich hinsichtlich der Anzahl der infizierten Tiere nach Inokulation von C. albicans mit oder ohne Glykopeptidzusatz. Wäre die Anzahl der Tiere pro Feld doppelt so hoch, ergäbe sich ein signifikanter Wert (p< 0,0001).

3.4 Ergebnisse der immunhistochemischen Untersuchungen

Die Rohdaten der Ergebnisse der Auswertung nach Differenzierungsantigenen sind in den Tabellen 19 - 34 (7. Kapitel Anhang) dargestellt.

3.4.1 Verteilung der exprimierten Antigene in Abhängigkeit zur Inokulationsdosis innerhalb der Zell-Lagen zusammengefaßt nach Antigenen

Tabellen 11 (Balb/c) und 12 (SCID) zeigen die Ergebnisse zusammengefaßt nach Antigenen. Die semiquantitative Auswertung positiver Markierungen der einzelnen Schnitte wurde summiert und durch die Anzahl der Schnitte geteilt. In diesen Tabellen ist die Mengenbewertung der exprimierten Antigene im jeweiligen Stratum dargestellt. Nicht getönte Kästchen zeigen an, daß in dieser Epithelschicht keine Markierung vorhanden war.

Tabelle 11 zeigt die Verteilung der markierten Antigene innerhalb der Zell-Lagen in Abhängigkeit von der Inokulationsmenge bei Balb/c Mäusen.

Tab. 11: Balb/c Mäuse: Semiquantitative Auswertung der Antigenmarkierung innerhalb der Epithelzell-Lagen in gegliedert nach Antigenen bei verschiedenen Inokulationsmengen

Inok.-Menge

105

106

107

108

108+Muzin

Keine Inok.

CD4

Anzahl

n=3

n=3

n=6

n=4

n=3

n=1

Str. spin. oben

 

 

 

 

 

 

Str. spin. unten

 

 

 

(+)

 

 

Basalzellen

(+)

(+)

+

(+)

+

(+)

subepithelial

(+)

+

+

++

(+)

 

Lamina propria

 

 

 

 

 

 

CD13

Anzahl

n=3

n=3

n=6

n=3

n=3

n=1

Str. spin. oben

 

 

 

 

 

 

Str. spin. unten

 

 

 

 

 

 

Basalzellen

 

 

 

 

 

 

subepithelial

 

+

+++

+++

++

+

Lamina propria

(+)

+

+++

++

+

+


54

Inok.-Menge

105

106

107

108

108+Muzin

Keine Inok.

CD54

Anzahl

n=3

n=3

n=6

n=4

n=3

n=1

Str. spin. oben

 

 

 

 

 

 

Str. spin. unten

 

 

 

 

 

 

Basalzellen

 

 

 

 

 

 

subepithelial

+

+

++

+++

+

+

Lamina propria

 

 

 

 

 

 

Endothel

+

+

+

+++

+

(+)

CD62E

Anzahl

n=3

n=3

n=6

n=3

n=3

n=1

Endothel

 

 

 

 

 

 

CD74

Anzahl

n=3

n=3

n=6

n=3

n=3

n=1

Str. spin. oben

 

 

 

 

 

 

Str. spin. unten

+

+

+

+++

(+)

+

Basalzellen

 

 

 

 

 

 

subepithelial

+

+

+

+++

+

+

Lamina propria

 

 

(+)

(+)

(+)

 

CD80

Anzahl

n=3

n=3

n=6

n=3

n=3

n=1

Str. spin. oben

 

 

 

 

 

 

Str. spin. unten

 

 

 

 

 

 

Basalzellen

 

 

 

 

 

 

subepithelial

 

 

 

 

 

 

Lamina propria

 

+

+

+

 

 

CD86

Anzahl

n=3

n=3

n=6

n=3

n=3

n=1

Str. spin. oben

 

 

 

+

 

 

Str. spin. unten

 

 

 

+

(+)

 

Basalzellen

 

 

 

+

 

 

subepithelial

 

+

+

+++

++

++

Lamina propria

 

 

 

(+)

(+)

 

CD103

Anzahl

n=3

n=3

n=6

n=3

n=3

n=1

Str. spin. oben

 

 

 

 

 

 

Str. spin. unten

 

 

(+)

+

 

 

Basalzellen

(+)

+

+

+++

(+)

+

subepithelial

(+)

(+)

+

+

(+)

(+)

Lamina propria

 

 

 

 

 

 


55

CD4

Die Expression von CD4+-Zellen war bei der geringsten Inokulationsmenge von 105 auf die Basalzellschicht und den direkt darunter liegenden Bereich auf einzelne Zellen begrenzt. Mit Ansteigen der Keimmenge stieg auch die Anzahl der positiven Zellen in beiden Strata (Abb. 10-12). Bei der höchsten Inokulationsmenge von 108 Keimen waren CD4+-Zellen außerdem im Stratum spinosum zu finden. Bei der Inokulationsmenge von 108 Keimen und Glykopeptiden konnten wenig CD4-exprimierende Zellen in der Basalzellschicht nachgewiesen werden, subepithelial fanden sich vereinzelt positive Zellen. Erfolgte keine Inokulation waren ein bis zwei positive Zellen pro Schnitt in der Basalzellschicht zu finden.

Abb. 10: Balb/c Maus: Zungenrückenepithel und Lamina propria eine Woche post inoculationem mit 108C. albicans-Zellen: Monoklonaler Antikörper gegen CD4-Antigen (PAP-Methode, x 60)


56

Abb. 11: Balb/c Maus: Zungenrückenepithel und Lamina propria eine Woche post inoculationem mit 107 C. albicans-Zellen: Monoklonaler Antikörper gegen CD4-Antigen (PAP-Methode, x 175)

Abb. 12: Balb/c Maus: CD4-positive Zellen im Stratum basale und subepithelial eine Woche post inoculationem mit 107 C. albicans-Zellen (PAP-Methode, x 175)


57

CD13

(Abb. 13 und 14)

Abb. 13: Balb/c Maus: CD13-positive Zellen im Stratum basale (Pfeile) eine Woche post inoculationem mit 107 C. albicans-Zellen (PAP-Methode, x 90)

Abb. 14: Balb/c Maus: CD13-positive Zellen subepithelial eine Woche post inoculationem mit 107 C. albicans-Zellen (PAP-Methode, x 200)


58

Die Antigen-Expression verlief auch bei CD13 nahezu linear zu der Inokulationsmenge, wobei bei einer Keimmenge von 105 nur vereinzelt Zellen in der Lamina propria, bei 107 und 108 jedoch eine erhebliche Anzahl positiver Zellen im subepithelialen Bereich und in der Lamina propria nachgewiesen werden konnten (Abb. 13 und 14).

Wurden Keime zusammen mit Glykopeptiden verabreicht, sank die Zahl der exprimierenden Zellen, die sich subepithelial und der Lamina propria nachweisen ließen. Ohne Inokulation von C. albicans, ließen sich nur wenige CD13+-Zellen in der gesamten Lamina propria nachweisen.

CD54

Ein Zusammenhang zwischen Inokulationsdosis und Menge an exprimierenden Zellen ließ sich auch bei CD54 feststellen. Die Reaktionen fanden subepithelial und im Endothel statt, wobei bei der Inokulationsdosis von 105 wenige Zellen, bei der Menge von 108 eine große Anzahl von CD54+-Zellen zu finden war (Abb. 15 und 16). Mit der Reaktion auf die geringste Dosis vergleichbar ist die der Inokulation von Keimen, denen Glykopeptide zugesetzt wurden. Ohne Inokulation waren nur wenige CD54+-Zellen subepithelial nachweisbar, das Endothel war minimal aktiviert.

Abb. 15: Balb/c Maus: CD54-positive Zellen und aktiviertes Endothel eine Woche post inoculationem mit 108 C. albicans-Zellen (PAP-Methode, x 130)


59

Abb. 16: Balb/c Maus: Aktiviertes Endothel (monoklonaler Antikörper gegen CD54) eine Woche post inoculationem mit 108 C. albicans-Zellen (PAP-Methode, x 130)

CD62E

Bei keiner Inokulationsmenge konnte die Expression von E-Selectin im Endothel nachgewiesen werden (Abb. 17).

Abb. 17: Balb/c Maus: Das Endothel ist negativ für den monoklonalen Antikörper gegen CD62E (PAP-Methode, x 130)


60

CD74

Der Antikörper gegen CD74 reagierte mit Zellen im Stratum spinosum (untere Zell-Lage) sowie subepithelialen Bereich. Bei steigender Inokulationsdosis (107 und 108) konnten auch vereinzelt zusätzlich Zellen in der Lamina propria nachgewiesen werden (Abb. 18-20). Eine große Anzahl CD74-exprimierender Zellen war bei einer Keimmenge von 108 sowohl im unteren Stratum spinosum als auch im subepithelialen Bereich zu finden.

Bei Inokulation von Keimen vermischt mit Glykopeptiden verteilten sich wenige positive Zellen im Stratum spinosum und in der Lamina propria. Wurden keine Keime inokuliert, fand eine vergleichbare Reaktion statt.

Abb. 18: Balb/c Maus: CD74-exprimierende dendritische Zellen im Stratum spinosum und subepithelial eine Woche post inoculationem mit 107 C. albicans-Zellen (PAP-Methode, x 100)


61

Abb. 19: Balb/c Maus: CD74-positive Zellen im Stratum spinosum und subepithelial eine Woche post inoculationem mit 107 C. albicans-Zellen (PAP-Methode, x 150)

Abb. 20: Balb/c Maus: Eine Woche post inoculationem mit 107 C. albicans-Zellen markiert der monoklonale Antikörper gegen CD74 dendritische Zellen im Stratum spinosum und subepithelial (PAP-Methode, x 160)


62

CD80

In der Lamina propria fanden sich bei einer Inokulationsdosis von 106, 107 und 108 Keimen wenige CD80+-Zellen (Abb. 21). Bei der niedrigsten Keimmenge von 105, bei der Gabe von Keimen, denen Glykopeptide zugesetzt waren und bei fehlender Inokulation konnten keine CD80 exprimierenden Zellen nachgewiesen werden.

Abb. 21: Balb/c Maus: CD80-positive Zellen in der Lamina propria eine Woche post inoculationem mit 108 C. albicans-Zellen (PAP-Methode, x 125)

CD86

Bei der geringsten Inokulationsmenge von 105 C. albicans-Zellen wurde keine Reaktion mit dem CD86 Antigen beobachtet. Mit Anstieg der Keimmenge jedoch erhöhte sich die Anzahl positiver Zellen, die zunächst im subepithelialen Bereich in geringem Ausmaß zu finden waren (Abb. 22). Bei der höchsten inokulierten Keimmenge von 108 wurden im gesamten Stratum spinosum, der Basalzellschicht und vor allem subepithelial CD86-exprimierende Zellen gefunden (Abb. 23). Bei Keiminokulation vermischt mit Glykopeptiden fanden sich positive Zellen im subepithelialen Bereich in mittlerem Ausmaß, ebenso bei fehlender Inokulation.


63

Abb. 22: Balb/c Maus: CD86-positive Zellen in der Lamina propria eine Woche post inoculationem mit 106 C. albicans-Zellen (PAP-Methode, x 130)

Abb. 23: Balb/c Maus: CD86-positive Zelle in der Basalzellschicht eine Woche post inoculationem mit 108 C. albicans-Zellen (PAP-Methode, x 150)


64

CD103

Bei der Bewertung dieser Reaktion zeigte sich eine deutliche Abhängigkeit der CD103-Expression von der Inokulationsmenge. Bei niedrigen Keimmengen von 105 und 106 fanden sich minimale Reaktionen in der Basalzellschicht und subepithelial. Ein Anstieg der Anzahl von CD103+-Zellen sowie die Ausdehnung dieser Zellen auf das Stratum spinosum wurde bei einer Keimmenge von 107 erreicht. Bei weiterer Erhöhung der Inokulationsdosis fanden sich eine große Anzahl CD103 exprimierender Zellen im Stratum basale; subepithelial und im Stratum spinosum waren wenig Zellen lokalisiert (Abb. 24).

Wurden Keime zusammen mit Glykopeptiden inokuliert, sank die Zahl der positiven Zellen auf ein bis zwei pro ausgewertetem Schnitt, diese waren dann auf die Basalzellschicht und den subepithelialen Bereich beschränkt. Ein ähnliches Verteilungsmuster zeigte sich auch bei fehlender Inokulation.

Abb. 24: Balb/c Maus: Eine Woche post inoculationem mit 108 C. albicans-Zellen finden sich im Stratum spinosum, in der Basalzellschicht und subepithelial CD103-positive Zellen (PAP-Methode, x 150)


65

Tabelle 12 zeigt die Verteilung der markierten Antigene in Abhängigkeit zur Inokulationsdosis innerhalb der Zell-Lagen gegliedert nach Antigenen bei SCID Mäusen.

Tab. 12: SCID Mäuse: Semiquantitative Auswertung der Antigenmarkierung innerhalb der Epithelzell-Lagen in gegliedert nach Antigenen bei verschiedenen Inokulationsmengen

Inok.-Menge

104

105

106

107

105+Muzin

Keine Inok.

CD4

Anzahl

n=2

n=6

n=5

n=9

n=3

n=3

Str. spin. oben

 

 

 

 

 

 

Str. spin. unten

 

 

 

 

 

 

Basalzellen

 

 

 

(+)

 

 

subepithelial

(+)

(+)

 

(+)

(+)

(+)

Lamina propria

 

 

 

 

 

 

CD13

Anzahl

n=4

n=7

n=3

n=11

n=3

n=5

Str. spin. oben

 

 

 

 

 

 

Str. spin. unten

 

 

 

 

 

 

Basalzellen

 

 

 

 

 

 

subepithelial

(+)

++

+++

+++

+

+

Lamina propria

 

+

+++

+

+

(+)

CD54

Anzahl

n=2

n=6

n=3

n=6

n=3

n=3

Str. spin. oben

 

 

 

 

 

 

Str. spin. unten

 

 

 

 

 

 

Basalzellen

 

 

 

 

 

 

subepithelial

+

+++

+++

+++

+

+

Lamina propria

 

 

 

 

 

 

Endothel

+

+++

+++

+++

+

++

CD62E

Anzahl

n=2

n=6

n=3

n=7

n=6

n=3

Endothel

 

 

 

 

 

 

CD74

Anzahl

n=2

n=6

n=3

n=6

n=3

n=3

Str. spin. oben

 

 

 

 

 

 

Str. spin. unten

++

+

+

+

+

+

Basalzellen

 

 

 

+

 

+

subepithelial

+++

+

+++

+

+

+

Lamina propria

+

(+)

(+)

+

+

(+)

CD80

Anzahl

n=2

n=6

n=3

n=6

n=3

n=3

Str. spin. oben

 

 

 

 

 

 

Str. spin. unten

 

 

 

 

 

 

Basalzellen

 

 

 

 

 

 

subepithelial

(+)

 

 

(+)

 

 

Lamina propria

 

 

 

 

 

 


66

Inok.-Menge

104

105

106

107

105+Muzin

Keine Inok.

CD86

Anzahl

n=4

n=6

n=4

n=9

n=3

n=5

Str. spin. oben

 

 

 

 

 

 

Str. spin. unten

 

 

 

 

 

 

Basalzellen

(+)

 

 

(+)

 

(+)

subepithelial

+

+

+

+

+

 

Lamina propria

 

(+)

(+)

+

+

(+)

CD103

Anzahl

n=2

n=6

n=4

n=6

n=3

n=3

Str. spin. oben

 

 

 

 

 

 

Str. spin. unten

 

(+)

(+)

 

 

 

Basalzellen

+

++

+

+

(+)

+

subepithelial

+

+

(+)

+

(+)

(+)

Lamina propria

 

 

 

 

 

 

CD4

CD4 Antigen wurde nur in kleinsten Mengen exprimiert. Bei niedrigen Inokulationsmengen, ohne Inokulation und bei der zusätzlichen Gabe von Glykopeptiden waren diese im subepithelialen Bereich nachzuweisen (Abb. 25 und 26).

Abb. 25: SCID Maus: CD4-Antigen exprimierende Zelle im subepithelialen Bereich eine Woche post inoculationem mit 107 C. albicans-Zellen (PAP-Methode, x 250)


67

Abb. 26: SCID Maus: CD4-positive Zellen subepithelial eine Woche post inoculationem mit 107 C. albicans-Zellen (PAP-Methode, x 250)

Abb. 27: SCID Maus: CD4-Antigen exprimierende Zelle im Stratum basale eine Woche post inoculationem mit 107 C. albicans-Zellen (PAP-Methode, x 125)

Bei der höchsten Inokulationsmenge von 107 fanden sich außerdem vereinzelt CD4+-Zellen im Stratum basale (Abb. 27).


68

CD13

Bei CD13 dagegen ließ sich deutlich ein Anstieg der Anzahl exprimierender Zellen abhängig von der Inokulationsmenge nachweisen.

Abb. 28: SCID Maus: CD13-positive Zellen direkt subepithelial und in der Lamina propria eine Woche post inoculationem mit 107 C. albicans-Zellen (PAP-Methode, x 90)

Abb. 29: SCID Maus: Deutliche Expression von CD13 Oberflächenantigen auf Zellen im subepithelialen Bereich und der Lamina propria eine Woche post inoculationem mit 107 C. albicans-Zellen (PAP-Methode, x 140)


69

Bei einer Inokulationsmenge von 106 und 107 fanden sich nicht nur im subepithelialen Bereich sondern in der gesamten Lamina propria CD13+-Zellen (Abb. 28 und 29). Sowohl bei der Gabe von 105 Keimen und Glykopeptiden als auch bei fehlender Inokulation waren nur wenige CD13+-Zellen subepithelial und in der Lamina propria nachzuweisen.

CD54

Die Expression des Adhäsionsmoleküls ICAM-1 fand bei jeder verabreichten Inokulationsmenge, aber auch ohne Inokulation lediglich subepithelial statt. Die Anzahl CD54 exprimierender Zellen war bei einer Inokulationsmenge von 104 gering, bei steigender Inokulationsdosis dagegen deutlich erhöht. Der selbe Verlauf ergab sich auch bei der Expression von ICAM-1 im Endothel. Bei zusätzlicher Gabe von Glykopeptiden wurde CD54 nur in geringem Maße sowohl subepithelial als auch im Endothel nachgewiesen. Fand keine Inokulation statt, war das Endothel dennoch aktiviert.

Abb. 30: SCID Maus: CD54-positive Zellen und aktiviertes Endothel im subepithelialen Bereich eine Woche post inoculationem mit 106 C. albicans-Zellen (PAP-Methode, x 140)


70

CD62E

Bei keiner inokulierten Keimmenge konnte die Expression von E-Selectin im Endothel nachgewiesen werden.

Abb. 31: SCID Maus: Das Endothel ist negativ für den monoklonalen Antikörper gegen CD62E (PAP-Methode, x 100)

CD74

Bei diesem Protein schien die Verteilung innerhalb der Strata annähernd konstant, die Expression fand in der Lamina propria, subepithelial und im unteren Stratum spinosum statt. Die Expression korrelierte nicht mit der Inokulationsdosis, so ließ sich bei geringen Keimmengen eine hohe Anzahl markierter Zellen nachweisen, ebenso bei 106 Keimen, wohingegen bei der höheren Keimmenge von 107 die Expression geringer ausfiel (Abb. 32 und 33). Bei Inokulation von 107 C. albicans-Zellen, bei Inokulation von Keimen und Glykopeptiden, sowie fehlender Inokulation waren CD74+-Zellen zusätzlich im Stratum basale zu beobachten.


71

Abb. 32: SCID Maus: Markierung einzelner dendritischer Zellen mit dem monoklonalen Antikörper gegen CD74 im subepithelialen Bereich eine Woche post inoculationem mit 105 C. albicans-Zellen (PAP-Methode, x 112)

Abb. 33: SCID Maus: CD74-positive Zellen im Stratum spinosum und subepithelial eine Woche post inoculationem mit 106 C. albicans-Zellen (PAP-Methode, x 90)


72

CD80

Die Expression von CD80+-Zellen war nur vereinzelt subepithelial nachweisbar bzw. fehlte vollständig.

Abb. 34: SCID Maus: CD80-positive Zellen im subepithelialen Bereich eine Woche post inoculationem mit 107 C. albicans-Zellen (PAP-Methode, x 100)

CD86

Die Expression von CD86+-Zellen war im subepithelialen Bereich bei jeder Inokulationsdosis wenig ausgeprägt, vereinzelt fanden sich positive Zellen in der Lamina propria und in der Basalzellschicht (Abb. 35). Wurden Keime mit Glykopeptiden inokuliert, ähnelte das Verteilungsmuster dem höherer Inokulationsdosen. Bei fehlender Inokulation waren in der Basalzellschicht und in der Lamina propria nur vereinzelt CD86+-Zellen nachweisbar.


73

Abb. 35: SCID Maus: Markierung einzelner Zellen mit dem monoklonalen Antikörper gegen CD86 im subepithelialen Bereich eine Woche post inoculationem mit 104 C. albicans-Zellen (PAP-Methode, x 135)

CD103

Bei der geringsten Inokulationsmenge waren CD103+-Zellen wenig in der Basalzellschicht und vereinzelt subepithelial lokalisiert (Abb. 36 und 37). Beim Ansteigen der Inokulationsdosis konnte eine deutliche Expression innerhalb des Stratum basale beobachtet werden. Wurden 106 Keime verabreicht, beschränkte sich die Expression nicht auf diese beiden Strata, sondern war zusätzlich in geringem Maße im Stratum spinosum vorzufinden. Bei der nächsthöheren Dosis waren in der Basalzellschicht und im subepitheliale Bereich CD103+-Zellen nachweisbar, die Menge exprimierender Zellen ging zurück. Wurden der Inokulationsdosis von 105 Keimen Glykopeptide zugesetzt, konnten nur ein bis zwei positive Zellen pro Schnitt nachgewiesen werden, sie waren im Stratum basale und subepithelial lokalisiert. Die Expression von CD103 war bei Tieren, die keine Keime erhielten, ebenso auf diese beiden Zell-Lagen und auf wenige CD103 exprimierende Zellen begrenzt.


74

Abb. 36: SCID Maus: CD103-positive Zellen im Stratum basale und subepithelial eine Woche post inoculationem mit 105 C. albicans-Zellen (PAP-Methode, x 130)

Abb. 37: SCID Maus: CD103-positive Zelle im subepithelialen eine Woche post inoculationem mit 105 C. albicans-Zellen (PAP-Methode, x 165)


75

3.4.2 Verteilung der markierten Antigene in Abhängigkeit zur Inokulationsdosis innerhalb der Zell-Lagen zusammengefaßt nach Inokulationsmenge

Tabelle 13 (Balb/c) und 14 (SCID) zeigen die Ergebnisse zusammengefaßt nach Inokulationsmenge. Die semiquantitative Auswertung positiver Markierungen der einzelnen Schnitte wurde summiert und durch die Anzahl der Schnitte geteilt.

Wie im vorigen Abschnitt ist die Mengenbewertung der exprimierten Antigene im jeweiligen Stratum dargestellt. Nicht getönte Kästchen zeigen an, daß in diesem Stratum keine Markierung vorhanden war.

Tabelle 15 zeigt die Verteilung der markierten Antigene in Abhängigkeit zur Inokulationsdosis innerhalb der Zell-Lagen gegliedert nach Inokulationsmenge bei Balb/c Mäusen.

Tab. 13: Balb/c Mäuse: Semiquantitative Auswertung der Antigenmarkierung innerhalb der Epithelzell-Lagen gegliedert nach Inokulationsmenge

Antikörper

gegen

CD4

CD13

CD54

CD62E

CD74

CD80

CD86

CD103

Inokulationsmenge 105

Anzahl

n=3

n=3

n=3

n=3

n=3

n=3

n=3

n=3

Str. spin. oben

 

 

 

 

 

 

 

 

Str. spin. unten

 

 

 

 

+

 

 

 

Basalzellen

(+)

 

 

 

 

 

 

(+)

subepithelial

(+)

 

+

 

+

 

 

(+)

Lamina propria

 

(+)

 

 

 

 

 

 

Endothel

 

 

+

 

 

 

 

 

Inokulationsmenge 106

Anzahl

n=3

n=3

n=3

n=3

n=3

n=3

n=3

n=3

Str. spin. oben

 

 

 

 

 

 

 

 

Str. spin. unten

 

 

 

 

+

 

 

 

Basalzellen

(+)

 

 

 

 

 

 

+

subepithelial

+

+

+

 

+

 

+

(+)

Lamina propria

 

+

 

 

 

+

 

 

Endothel

 

 

+

 

 

 

 

 

Inokulationsmenge 107

Anzahl

n=6

n=6

n=6

n=6

n=6

n=6

n=6

n=6

Str. spin. oben

 

 

 

 

 

 

 

 

Str. spin. unten

 

 

 

 

+

 

 

(+)

Basalzellen

+

 

 

 

 

 

 

+

subepithelial

+

+++

++

 

+

 

+

+

Lamina propria

 

+++

 

 

(+)

+

 

 

Endothel

 

 

+

 

 

 

 

 


76

Antikörper

gegen

CD4

CD13

CD54

CD62E

CD74

CD80

CD86

CD103

Inokulationsmenge 108

Anzahl

n=4

n=3

n=4

n=3

n=3

n=3

n=3

n=3

Str. spin. oben

 

 

 

 

 

 

+

 

Str. spin. unten

(+)

 

 

 

+++

 

+

+

Basalzellen

(+)

 

 

 

 

 

+

+++

subepithelial

++

+++

+++

 

+++

+

+++

+

Lamina propria

 

++

 

 

(+)

 

(+)

 

Endothel

 

 

+++

 

 

 

 

 

Inokulationsmenge 108 + Glykopeptide

Anzahl

n=3

n=3

n=3

n=3

n=3

n=3

n=3

n=3

Str. spin. oben

 

 

 

 

 

 

 

 

Str. spin. unten

 

 

 

 

(+)

 

(+)

 

Basalzellen

+

 

 

 

 

 

 

(+)

subepithelial

(+)

++

+

 

+

 

++

(+)

Lamina propria

 

+

 

 

(+)

 

(+)

 

Endothel

 

 

+

 

 

 

 

 

Keine Inokulation

Anzahl

n=1

n=1

n=1

n=1

n=1

n=1

n=1

n=1

Str. spin. oben

 

 

 

 

 

 

 

 

Str. spin. unten

 

 

 

 

+

 

 

 

Basalzellen

(+)

 

 

 

 

 

 

+

subepithelial

 

+

+

 

+

 

++

(+)

Lamina propria

 

+

 

 

 

 

 

 

Endothel

 

 

(+)

 

 

 

 

 

Inokulationsmenge 105

Das Ausmaß der Immunreaktion auf eine Inokulation mit 105 Keimen war gering und spielte sich zum größten Teil subepithelial ab. Das Endothel war wenig aktiviert (CD54), CD62E Antigen wurde nicht exprimiert. CD80+- und CD86+-Zellen konnten nicht nachgewiesen werden. Im Stratum spinosum (untere Schicht) waren wenige CD74+-Zellen zu beobachten. CD4+- und CD103+-Zellen fanden sich vereinzelt in der Basalzellschicht und subepithelial.


77

Inokulationsmenge 106

Bei einer Inokulation um eine log Stufe höher fand die Expression von CD80 im subepithelialen Bereich und CD86 in der Lamina propria statt. Bei CD74 und CD54 waren keine Veränderungen gegenüber der niedrigeren Dosis zu verzeichnen, wohingegen die Expression von CD13 zunahm und sowohl subepithelial als auch im Bereich der Lamina propria zu finden war. In der Basalzellschicht und unterhalb des Stratum basale gelang der Nachweis von CD4+-Zellen.

Inokulationsmenge 107

Im Gegensatz der vorhergehenden Inokulationsdosis zeigte sich, daß ein deutlicher Anstieg an CD13-Antigen, das subepithelial und in der Lamina propria exprimiert wurde, zu verzeichnen war. Die Expression von CD54 nahm subepithelial zu, im Endothel jedoch konnte keine vermehrte Expression von ICAM-1 nachgewiesen werden. CD103 wurde in drei Zellschichten (Lamina propria, Basalzellschicht und unterem Bereich des Stratum spinosum) exprimiert. Keine Veränderungen gegenüber der vorherigen Inokulationsdosis ergaben sich bei CD74, CD80 und CD86. Der Zellmarker für CD62E (E-Selectin) war weiterhin negativ. Die Zahl CD4+-Zellen im Stratum basale und subepithelial stieg geringfügig an.

Inokulationsmenge 108

Ein deutlicher Anstieg war bei der Expression von CD54 (ICAM-1) im Endothel zu sehen. Ebenfalls wurde eine vermehrte Expression von CD74 im unteren Stratum spinosum und subepithelial beobachtet. CD4+- und CD86+-Zellen reichten von der subepithelialen Schicht, wo sie gehäuft auftraten, bis in die oberen Anteile des Stratum spinosum, hier jedoch nur in geringem Maße. CD103 blieb weiterhin auf den subepithelialen Bereich, die Basalzellschicht und unteren Anteile der Stachelzellschicht begrenzt, die Expression war jedoch deutlich erhöht. Keine Veränderung trat bei der Expression von CD80 ein, nach wie vor fanden sich nur einzelne positive Zellen direkt unter der Basalzellschicht, anti-CD62E zeigte keine Markierung.

Inokulationsmenge 108+Glykopeptide

Im subepithelialen Bereich und der Lamina propria fanden sich ein geringe bis mäßige Anzahl CD13+-, CD54+-, CD74+- und CD86+-Zellen. Das Endothel war nur minimal aktiviert (ICAM-1), die Expression von CD62E fehlte ganz. Wenige CD4-exprimierende Zellen fanden sich in der Basalzellschicht, vereinzelt lagen CD4+-


78

Zellen direkt unterhalb des Stratum basale. In der Basalzellschicht sowie subepithelial waren ebenso vereinzelt CD103+-Zellen zu beobachten.

Keine Inokulation

Wurden keine Keime inokuliert, fand sich ein ähnliches Verteilungsmuster wie bei der Inokulationsmenge von 105: CD13+-, CD54+-, CD74+- und CD103+-Zellen wurden in geringem Maße subepithelial nachgewiesen. Eine Expression von CD62E und CD80 fehlte vollständig. Allein CD86 zeigte eine deutlich ausgeprägte Expression im subepithelialen Bereich. Vereinzelt fanden sich CD4+-Zellen im Stratum basale, das Endothel zeigt eine minimale Aktivierung (ICAM-1).

Tabelle 14 zeigt die Verteilung der markierten Antigene in Abhängigkeit zur Inokulationsdosis innerhalb der Zell-Lagen gegliedert nach Inokulationsmenge bei SCID Mäusen.

Tab. 14: SCID Mäuse: Semiquantitative Auswertung der Antigenmarkierung innerhalb der Epithelzell-Lagen gegliedert nach Inokulationsmenge

Antikörper

gegen

CD4

CD13

CD54

CD62E

CD74

CD80

CD86

CD103

Inokulationsmenge 104

Anzahl

n=2

n=4

n=2

n=2

n=2

n=2

n=4

n=2

Str. spin. oben

 

 

 

 

 

 

 

 

Str. spin. unten

 

 

 

 

++

 

 

 

Basalzellen

 

 

 

 

 

 

(+)

+

subepithelial

(+)

++

+

 

+++

(+)

+

+

Lamina propria

 

(+)

 

 

+

 

 

 

Endothel

 

 

+

 

 

 

 

 

Inokulationsmenge 105

Anzahl

n=6

n=7

n=6

n=6

n=6

n=6

n=6

n=6

Str. spin. oben

 

 

 

 

 

 

 

 

Str. spin. unten

 

 

 

 

+

 

 

(+)

Basalzellen

 

 

 

 

 

 

 

++

subepithelial

(+)

++

+++

 

+

 

+

+

Lamina propria

 

+

 

 

(+)

 

(+)

 

Endothel

 

 

+++

 

 

 

 

 

Inokulationsmenge 106

Anzahl

n=5

n=3

n=3

n=3

n=3

n=3

n=4

n=4

Str. spin. oben

 

 

 

 

 

 

 

 

Str. spin. unten

 

 

 

 

+

 

 

(+)

Basalzellen

 

 

 

 

 

 

 

+

subepithelial

 

+++

+++

 

+++

 

+

(+)

Lamina propria

 

+++

 

 

(+)

 

(+)

 

Endothel

 

 

+++

 

 

 

 

 


79

Antikörper

gegen

CD4

CD13

CD54

CD62E

CD74

CD80

CD86

CD103

Inokulationsmenge 107

Anzahl

n=9

n=11

n=6

n=7

n=6

n=6

n=9

n=6

Str. spin. oben

 

 

 

 

 

 

 

 

Str. spin. unten

 

 

 

 

+

 

 

 

Basalzellen

(+)

 

 

 

+

 

(+)

+

subepithelial

(+)

+++

+++

 

+

(+)

+

+

Lamina propria

 

+

 

 

+

 

+

 

Endothel

 

 

+++

 

 

 

 

 

Inokulationsmenge 105 + Glykopeptide

Anzahl

n=3

n=3

n=3

n=6

n=3

n=3

n=3

n=3

Str. spin. oben

 

 

 

 

 

 

 

 

Str. spin. unten

 

 

 

 

+

 

 

 

Basalzellen

 

 

 

 

 

 

 

(+)

subepithelial

(+)

+

+

 

+

 

+

(+)

Lamina propria

 

+

 

 

+

 

+

 

Endothel

 

 

+

 

 

 

 

 

Keine Inokulation

Anzahl

n=3

n=5

n=3

n=3

n=3

n=3

n=5

n=3

Str. spin. oben

 

 

 

 

 

 

 

 

Str. spin. unten

 

 

 

 

+

 

 

 

Basalzellen

 

 

 

 

+

 

(+)

+

subepithelial

(+)

+

+

 

+

 

 

(+)

Lamina propria

 

(+)

 

 

(+)

 

(+)

 

Endothel

 

 

++

 

 

 

 

 

Inokulationsmenge 104

Bei dieser Inokulationsmenge zeigte sich, daß vor allem subepithelial positive Immunreaktionen zu finden waren. In der Basalzellschicht konnten lediglich CD86+- und CD103+-Zellen beobachtet werden. CD62E, das auf stimulierten vaskulären Endothelzellen exprimiert wird, wurde nicht nachgewiesen, wohingegen eine Expression von CD54 (ICAM-1) auf aktiviertem Endothel und antigenpräsentierenden Zellen schwach, jedoch nachweisbar war. Oberhalb der Basalzellschicht konnte, abgesehen von der Expression von CD74, keine Reaktion beobachtet werden. Insgesamt wurden in allen Schnitten dieser Inokulationsdosis nur ein bis zwei Zellen, die das CD4-Antigen exprimieren, nachgewiesen; diese fanden sich subepithelial.


80

Inokulationsmenge 105

Bei einer Inokulationsdosis von 105 Keimen konnten Reaktionen wiederum hauptsächlich subepithelialen Bereich beobachtet werden (CD13, CD54, CD 74, CD86, CD103). Auch war ein deutlicher Anstieg von vaskulären Endothelzellen, die das funktionell relevante Adhäsionsmolekül (ICAM-1) exprimieren, zu verzeichnen. ICAM-1 wurde subepithelial in großen Mengen exprimiert, wobei diese Zellen in Nestern angeordnet waren. In den Basalzellen wurde eine starke Expression von anti-CD103 beobachtet, weitere Markierungen waren nicht vorhanden. Auch die darüberliegenden Strata wiesen keine Markierungen auf. Die Expression von CD62 und CD80 war weiterhin negativ. Wie auch bei einer Inokulationsmenge von 104 wurden subepithelial nur ein bis zwei CD4-exprimierende Zellen nachgewiesen.

Inokulationsmenge 106

Bei der Auswertung dieser Inokulationsdosis zeigte sich eine Zunahme der Expression von CD13+-, CD54+- und CD74+-Zellen im subepithelialen Bereich. In den Basalzellen fanden sich geringe Mengen von CD103+-Zellen. Auch in den höheren Zell-Lagen wurden CD74+-, CD86+- und CD103+-Zellen in geringen Mengen, in der Lamina propria dagegen große Mengen CD13-exprimierende Zellen, nachgewiesen. CD4+-Zellen fehlten bei dieser Inokulationsdosis ganz, ebenso wie die Expression von E-Selectin (CD62E) und CD80.

Inokulationsmenge 107

Ein weiterer Anstieg von immunkompetenten Zellen ist bei dieser Inokulationsmenge nicht zu verzeichnen. Auffällig ist jedoch, daß CD74 hier in vier Epithellagen exprimiert wurde, in der Lamina propria, subepithelial, in der Basalzellschicht und im unteren Lagen des Stratum spinosum. CD4+-Zellen waren in minimaler Anzahl im Stratum basale sowie direkt unterhalb der Basalzellen zu finden. E-Selectin wurde nicht exprimiert.

Inokulationsmenge 105 + Glykopeptide

Sowohl subepithelial als auch in der Bereich der Lamina propria fanden sich nur geringe und geringste Mengen CD13+-, CD54+-, CD74+-, CD86+-Zellen. Das Endothel war wenig aktiviert (CD54). Bis auf eine geringfügige Expression von CD74 im unteren Stratum spinosum blieben die Reaktionen auf den subepithelialen Bereich beschränkt. In der Basalzellschicht und direkt unterhalb des Stratum basale wurden vereinzelt CD103+-Zellen nachgewiesen. Die Anti-CD62E Markierung war auch hier


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negativ. In allen Schnitten dieser Inokulationsmenge in Verbindung mit Glykopeptiden wurden nur ein bis zwei CD4+-Zellen pro Schnitt markiert.

Keine Inokulation

Bei Tieren, die keine Keime erhielten, konnten anhand der hier verwendeten Zellmarker Immunreaktionen von nur geringem Ausmaß festgestellt werden. Diese waren bis auf CD74 und CD103 subepithelial lokalisiert. Wenige CD103+-Zellen fanden sich in der Basalzellschicht, anti-CD74 Markierungen weiterhin in der Lamina propria (ein bis zwei Zellen), wenig im unteren Stratum spinosum. CD86-exprimierende Zellen wurden lediglich vereinzelt im Stratum basale und in der Lamina propria nachgewiesen. Anti-CD54 (ICAM-1) dagegen zeigte im vaskulären Endothel eine deutliche Reaktion. CD80+- und CD62E+-Zellen konnten nicht beobachtet werden. CD4-Antigen exprimierende Zellen waren nur vereinzelt subepithelial zu finden.


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Thu May 3 14:26:08 2001