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6  Zielsetzung

Basierend auf dem supraacetabulären Fixateur sollte ein neuer Beckenfixateur entwickelt und biomechanisch getestet werden, der von ventral appliziert wird und dennoch auf den dorsalen Beckenring Kompression ausüben kann.

Es sollten zunächst unterschiedliche Versionen erstellt werden und biomechanisch sowie hinsichtlich der klinischen Anwendbarkeit gegeneinander getestet werden.

In einem nächsten Schritt sollte die favorisierte Version des neuen Fixateurs an unterschiedlichen Instabilitätsmodellen (SI-Gelenk Sprengung, Sakrumfraktur) biomechanisch gegen externe und interne Stabilisierungsverfahren verglichen werden. Um die Reproduzierbarkeit zu verbessern und statistische Auswertungen zu ermöglichen, sollten all diese Versuche an Kunststoffbecken stattfinden. Um die Übertragbarkeit auf den klinischen Alltag zu gewährleisten, sollte anschließend eine Versuchsserie an Humanpräparaten erfolgen. Hierbei sollte darauf geachtet werden, möglichst realistische Versuchsbedingungen zu erhalten, indem Muskel- und Weichteilmantel nicht entfernt werden, sondern am Gesamtpräparat getestet werden sollte.

Neben der Entwicklung und biomechanischen Testung eines neuen Beckenfixateurs sollte ein optisches Meßverfahren (Qualisys) evaluiert werden und ein Versuchsaufbau erarbeitet werden, der es ermöglicht, biomechanische Testungen des Beckens am Human-Gesamtpräparat durchzuführen.

Weiterhin sollten grundlegende Untersuchungen zur Entwicklung minimal invasiver Stabilisierungsmöglichkeiten des dorsalen Beckenrings erfolgen. Deshalb sollten die biomechanischen Eigenschaften einer neuen 4-Loch Platte zur Stabilisierung des SI-Gelenkes im Vergleich zum derzeitigen Standardverfahren, der Doppelplattenosteosynthese, evaluiert werden, um auf diese Weise einen Ansatz zur minimal invasiven Plattenosteosynthese des SI Gelenkes zu finden.


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09.06.2005