Tullius, Stefan Günther: Die chronische Transplantatschädigung -Mechanismen, Risikofaktoren, Therapie-

Aus der Chirurgischen Klinik und Poliklinik
Charité-Virchow-Klinikum
Medizinische Fakultät der Humboldt Universität Berlin
(Direktor: Professor Dr. med. P. Neuhaus)


Die chronische Transplantatschädigung
-Mechanismen, Risikofaktoren, Therapie-
HABILITATIONSSCHRIFT

zur Erlangung der Venia legendi
für das Fach Chirurgie

an der Charité
Medizinische Fakultät der
Humboldt-Universität zu Berlin

vorgelegt von Dr. med. Stefan Günther Tullius

eingereicht: 11. Januar 2000

Datum der Habilitation: 17. Oktober 2000

Schlagwörter:
Chronische Transplantatabstossung, Pathophysiologie, Risikofaktoren, Therapieoptionen

Abstrakt

Chronische Transplantatdysfunktionen kennzeichnen einen progredienten Funktionsverlust, der Monate bis Jahre nach der Transplantation auftritt. Dieser Vorgang ist in erster Linie verantwortlich für die unbefriedigenden Langzeitergebnisse nach Organtransplantationen. Die Pathophysiologe wird aktuell als multifaktorielles Geschehen verstanden. Hierbei spielen sowohl Alloantigen-spezifische, als auch Alloantigen-unspezifische Faktoren eine Rolle. Es kann angenommen werden, daß ein Zusammenspiel dieser Faktoren für den Langzeitschaden verantwortlich ist. Eine erfolgreiche Therapie ist zur Zeit nicht bekannt.

In der vorliegenden Arbeit wurden experimentelle Untersuchungen durchgeführt, die Zusammenhänge verschiedener Risikofaktoren darstellen. Als Risikofaktoren konnten insbesondere der Ischämie-/Reperfusionsschaden, das Verhältnis von Organmasse zu Körpergewicht sowie der Einfluss akuter Abstossungsreaktionen gezeigt werden. Weiterhin wurden Therapieansätze in experimentellen Modellen untersucht.

Zusammengefasst tragen diese experimentellen Untersuchungen wesentlich zu einem verbesserten Verständnis des chronischen Transplantatschadens als multifaktorielles Geschehen bei.

Keywords:
Chronic rejection, pathophysiology, risk factors, therapy

Abstract

Chronic graft rejection is defined as a progressive functional deterioration occurring months to years after engraftment. This process is predominantly responsible for the still unsatisfactory long-term results after organ transplantation. The pathophysiology is currently hypothesized as a multifactorial process involving both alloantigen-dependent and -independent events. Currently, there is no established therapy available.

In experimental models we followed various risk factors. Ischemia-/reperfusion injury, ratio of organ mass to body weight and acute rejection episodes have been shown to play a major role for the development of chronic graft rejection. In addition, various therapeutical strategies have been applied to treat this condition.

In summary, those experimental studies contributed to a better understanding of chronic graft rejection as a multifactorial process.


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Inhaltsverzeichnis

TitelseiteDie chronische Transplantatschädigung -Mechanismen, Risikofaktoren, Therapie-
1 Einleitung
1.1Merkmale des chronischen Transplantatschadens:
1.2Pathophysiologie
1.3Risikofaktoren
1.3.1Alloantigen-unabhängige Faktoren
1.3.2Alloantigen-abhängige Faktoren
1.3.3Zusammenhänge zwischen Alloantigen-abhängigen und -unabhängigen Faktoren
1.4Therapie des chronischen Transplantatversagens
2 Darstellung der eigenen Arbeiten
2.1Analyse des Modells der chronischen Transplantatabstossung
2.2Zellmigrations und -adhäsionsvorgänge in akuten und chronischen Abstossungsmodellen
2.3Zusammenhänge Alloantigen-abhängiger und
-unabhängiger Faktoren
2.4Risikofaktoren der chronischen Transplantatabstossung
2.4.1Einfluss Alloantigen-unabhängiger Faktoren
2.4.2Einfluss Alloantigen-abhängiger Faktoren
2.4.2.1Rolle akuter Abstossungsreaktionen
2.5Therapeutische Ansätze
2.5.1Prävention der chronischen Transplantatabstossung durch Toleranzinduktion
2.5.2Therapie akuter und chronischer Abstossungen:
2.5.3Beeinflussung des Ischämie/Reperfusionsschadens
3 Diskussion
3.1Analyse des Modells der chronischen Transplantatabstossung
3.2Zellmigrations und -adhäsionsvorgänge in akuten und chronischen Abstossungsmodellen
3.3Zusammenhänge zwischen Alloantigen-abhängigen und -unabhängigen Faktoren
3.4Alloantigen-unabhängige Einflüsse
3.4.1Beobachtungen in Isotransplantaten
3.4.2Einfluss des Ischämie/Reperfusionsschadens
3.4.3Einfluss des Verhältnisses Transplantatmasse/Körpergewicht
3.4.4Alloantigen-unabhängige Schädigungen nach der Transplantation
3.5Alloantigen-abhängige Einflüsse
3.5.1Die Rolle akuter Abstossungsreaktionen
3.6Therapeutische Interventionen
3.6.1Prävention der chronischen Transplantatabstossung durch Toleranz-Induktion
3.6.2Therapie akuter und chronischer Abstossungsreaktion / Therapie des Ischämie-/ Reperfusionsschadens
4 Zusammenfassung
5 Terminologie
5.1Akute Abstossungen
5.2Beschleunigte/Akzelerierte Abstossungen
5.3Hyperakute Abstossungsreaktionen
5.4Chronische Abstossungen/Chronische Transplantatdysfunktion
Abkürzungsverzeichnis Abkürzungen
Bibliographie Literatur
Anhang A Tierversuchsgenehmigungen
Danksagung
Lebenslauf

Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Morphologische Charakteristika der chronischen Transplantat-dysfunktion

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Risikofaktoren des chronischen Transplantatversagens
Abb. 2: Einfluss der Transplantatqualität

[Titelseite] [1] [2] [3] [4] [5] [Abkürzungsverzeichnis] [Bibliographie] [Anhang] [Danksagung] [Lebenslauf]

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