Aus der Klinik für Allgemein-, Visceral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie der Humboldt-Universität zu Berlin, Campus Charité Mitte
Direktor: Prof. Dr. J.M. Müller

Habilitationsschrift

Hernienreparationen mit Netzprothesen
klinische und experimentelle Untersuchungen

zur Erlangung der Lehrbefähigung für das FachChirurgie

vorgelegt dem Rat der Medizinischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin

von Herrn Dr. med.
Jürgen Zieren

geboren am 27.8.1964 in Köln

Dekan:
Prof. Dr. med. Dr. H. c. R. Felix

Präsident:
Prof. Dr. Dr. H. c. H. Meyer

Gutachter:
1. Prof. Dr. med. H.-P. Bruch
2. Prof. Dr. med. H.D. Saeger

eingereicht:10.05.2000

Widmung:

Meinen lieben Eltern gewidmet


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Abstrakt

In einer prospektiv-randomisierten klinischen Studie zur Leistenhernienreparation wurde die konventionelle Shouldice Operation mit den spannungsfreien Verfahren durch Netzimplantation in endoskopischer (transabdominelle präperitoneale Netzplastik, TAPP) und offener Technik (Plug und Patch Reparation; PP) verglichen. Bezogen auf das Hauptzielkriterium postoperative Schmerzen ergaben beide spannungsfreie Verfahren (TAPP, PP) signifikant günstigere Ergebnisse als die Shouldice Operation. Bei vergleichbarer Komplikationsrate war die Dauer postoperativer Einschränkungen bei den spannungsfreien Verfahren ebenfalls signifikant kürzer als nach Shouldice Operation.

Zur Verbesserung der für die spannungsfreie Reparation erforderlichen Netzimplantate wurde in einer Tierstudie versucht, die bislang durch Resorption ungenügende mechanische Stabilität eines resorbierbaren Polyglycolsäure-Netzes durch Zugabe von Fibrinkleber bzw. humanen thrombozytären Wachstumsfaktoren zu verbessern. Hierdurch gelang ein signifikanter Anstieg der mechanischen Stabilität, so daß in dem verwendeten Tiermodell keine Herniationen auftraten.

Eigene Schlagworte: Spannungsfrei, Netz, Plug und Patch, Polyglycolsäurenetz


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Abstract

In a prospective-randomized study conventional Shouldice operation was compared with tension-free procedures using mesh implantation in endoscopic (transabdominal preperitoneal mesh repair, TAPP) and open technique (Plug and patch repair; PP) for inguinal hernia repair. Regarding the mean end point postoperative pain both tension-free procedures (TAPP, PP) revealed significantly better results than Shouldice operation. Complications were comparable between the groups but duration of postoperative restrictions was significantly shorter after both tension-free procedures.

To improve mesh quality for tension-free hernia repair an animal experiment was performed using a resorbable polyglycolic acid mesh. Despite good incorporation this mesh shows insufficient tensile strength due to absorption. Application of fibrin glue or platelet releasates significantly improve the mechanical stability of the repair protecting against herniation in this animal model.

Keywords: inguinal hernia, mesh, Plug and patch, polyglycolic acid mesh

Inhaltsverzeichnis

Tabellen

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12.08.2004