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In einer prospektiv-randomisierten Studie an 240 Patienten wurde die spannungsfreie Leistenhernienreparation in der laparoskopischen Technik (TAPP) und offenen Technik als Plug-und-Patch-Reparation mit der konventionellen Shouldice-Operation verglichen.
Die spannungsfreien Operationsverfahren haben einen vergleichbaren Patientenkomfort (postoperative Schmerzen und Einschränkung alltäglicher Verrichtungen, Dauer der Rekonvaleszenz und der Arbeitsunfähigkeit) geboten, der signifikant günstiger war im Vergleich zur Shouldice-Operation. Bei einer medianen Nachbeobachtungszeit von 38 Monaten und einer Nachuntersuchungsrate von 94% betrug die Rezidivrate bei TAPP und PP 0% und bei SH 2,5%. Die Materialkosten im Operationssaal waren für das laparoskopische Verfahren signifikant höher als bei den anderen Verfahren. Weil die Plug-und-Patch-Reparation einen vergleichbaren günstigen Patientenkomfort bietet wie das laparoskopische Verfahren, dagegen deutlich kostengünstiger ist und zudem in Lokalanästhesie durchgeführt werden kann, ist es aufgrund dieser Untersuchung das Standardverfahren zur Versorgung der primären Leistenhernie beim Erwachsenen in unserer Klinik.
Zur Weiterentwicklung der Implantate für die spannungsfreie Hernienreparation und zur Stimulierung der Narbenbildung wurde eine tierexperimentelle Studie durchgeführt, in der die bisherige Strandard-Hernienreparation mit einem nicht-resorbierbaren Polypropylene-Netz mit einem resorbierbaren Polyglycolsäure-Netz mit und ohne Stimulantien (Fibrinkleber, thrombozytäre Wachstumsfaktoren) verglichen wurde.
Eine Reparation mit einem resorbierbaren Polyglycolsäure-Netz alleine zeigte bereits nach 14 Tagen durch Resorption starke Zugfestigkeitsverluste, so daß es unter Provokation zu einer Herniation kam. Sowohl durch Zugabe von Fibrinkleber als auch von thrombozytären Wachstumsfaktoren auf das Netz konnte die Stabilität soweit verbessert werden, daß sie der derzeitigen Standardreparation mit einem nicht-resorbierbaren Polypropylene-Netz vergleichbar war. Gegenüber dem nicht resorbierbaren Kunststoffnetz bietet die untersuchte Methode den wesentlichen Vorteil, daß das Netz resorbiert und durch körpereigenes Gewebe ersetzt wird und die negativen Wirkungen alloplastischer Materialien vermieden werden können. Nach weiterer Evaluation dieser Methode in einem größer dimensionierten Tiermodell erscheint die Einführung in den klinischen Alltag unter Studienbedingungen möglich.
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