| Sacklowski, Christine: Expertensysteme - ein Leistungsangebot für Nutzer in BID-Einrichtungen? |
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Um die Realisierung der angestrebten Streuung der untersuchten Einrichtungen zu verdeutlichen, werden im folgenden die statistischen Auswertungen einiger im letzten Abschnitt des Fragebogens erhobenen einrichtungsspezifischen Daten aufgeführt.
Über 50 % der befragten Einrichtungen lassen sich dem Typ Spezialbibliothek zuordnen. Diese wären aufgrund des schmalen von ihnen abzudeckenden Bereiches am besten für den Einsatz von Expertensystemen geeignet. Die Einrichtungen, die ausschließlich als Spezialbibliothek einzustufen sind, stehen zur Anzahl der Einrichtungen, die eine Kombination aus Spezialbibliothek und Innerbetrieblicher Informations- und Dokumentationsstelle (IuD-Stelle) darstellen, im Verhältnis 1:1. Die Hälfte der untersuchten Einrichtungen hatte alleinig oder u.a. den Charakter einer IuD-Einrichtung, wobei das Gros, nämlich 10 der Einrichtungen, innerbetrieblich lokalisiert war. Etwa ein Drittel der Einrichtungen bestanden aus einer Kombination aus Bibliothek und IuD-Stelle.
Tabelle 2: Arten der untersuchten Einrichtungen
|
Art der Einrichtung |
absolute Anzahl |
prozentualer Anteil |
|
Universalbibliothek |
4 |
16,7 |
|
Universalbibliothek und Innerbetriebliche IuD-Stelle |
1 |
4,2 |
|
Spezialbibliothek |
8 |
33,3 |
|
Spezialbibliothek und Innerbetriebliche IuD-Stelle |
6 |
25 |
|
Selbständige IuD-Stelle |
2 |
8,3 |
|
Innerbetriebliche IuD-Stelle |
3 |
12,5 |
|
Gesamt: |
24 |
100,0 |
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Als Maß für die Größe der Einrichtungen wurden Mitarbeiterzahlen und Umfang der Bestände abgefragt. Die während der Erstellung des Fragebogens zusätzlich ausgewählten Kriterien Anzahl der monatlichen Entleihungen und Recherchen erwiesen sich im Verlauf der Befragungen als weniger aussagekräftig als im Vorhinein angenommen wurde. Die Befragten wiesen darauf hin, daß es verschiedene Ursachen für Verzerrungen gibt, die in ihrer Gesamtheit diese Fragen als wenig relevant im ursprünglichen Sinne erschienen ließen. Dazu gehören z.B. Dauerausleihen, nicht registrierte interne Ausleihen und die statistisch nicht erfaßten Recherchen, die zunehmend durch die Nutzer selbst durchgeführt werden.In über der Hälfte der befragten Einrichtungen sind nur bis maximal 10 Mitarbeiter beschäftigt, während in 4 Einrichtungen mehr als 100 Mitarbeiter tätig sind.
Tabelle 3: Mitarbeiterzahlen der untersuchten Einrichtungen
|
Anzahl der Mitarbeiter |
absolute Anzahl |
prozentualer Anteil |
|
< 5 |
6 |
25,0 |
|
5 - 10 |
7 |
29,2 |
|
11 - 50 |
5 |
20,8 |
|
51 - 100 |
2 |
8,3 |
|
> 100 |
4 |
16,7 |
|
Gesamt: |
24 |
100,0 |
Zwei der IuD-Stellen besaßen keine Bestände, so daß ein Drittel der Einrichtungen weniger als 10.001 Informationsträger haben. Ein Fünftel besaß sogar mehr als eine Millionen. Die Verteilung der im Vorfeld gewählten Kategorien war erstaunlich ausgeglichen.
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Tabelle 4: Umfang der Bestände der untersuchten Einrichtungen
|
Umfang der Bestände |
Absolute Anzahl |
prozentualer Anteil |
|
Keine |
2 |
8,3 |
|
1 - 1.000 |
0 |
0,0 |
|
1.001 - 10.000 |
6 |
25,0 |
|
10.001 - 100.000 |
6 |
25,0 |
|
100.001 - 1 Mio |
5 |
20,8 |
|
> 1 Mio |
5 |
20,8 |
|
Gesamt: |
24 |
100,0 |
Abschließend wurde versucht, einen Überblick der für die Einrichtung typischen Nutzergruppen zu gewinnen. Die Zuordnung erfolgte über vorgegebene, in der folgenden Tabelle aufgeführte Kategorien. Dabei waren Mehrfachnennungen möglich. Unter Praktikern werden in diesem Fall Personen verstanden, die nicht direkt in der Wissenschaft oder Forschung tätig sind, die aber dennoch Informationen für ihre tägliche Arbeit benötigen. Es ist zu bemerken, daß fast alle befragten Einrichtungen Wissenschaftler zu ihren Nutzern zählen, und die Hälfte der Einrichtungen einen Beitrag zu Lehre und Forschung leistet. Die Kategorie weiß nicht wurde von keinem Befragten gewählt.
Tabelle 5: Verteilung der Nutzergruppen
|
Nutzergruppen |
absolute Anzahl der Nennungen |
prozent. Anteil pro Einrichtungen gesamt |
|
Studenten |
12 |
50,0 |
|
Wissenschaftler |
21 |
87,5 |
|
Praktiker |
7 |
29,2 |
|
andere |
1 |
4,2 |
|
Gesamt: |
41 |
|
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Die untersuchten Einrichtungen versuchen auf vielfältige Art und Weise dem Nutzer bei seiner Suche nach Informationen behilflich zu sein.
Wie dem nachfolgenden Diagramm zu entnehmen ist, kommen bis auf Expertensysteme, die gar nicht vertreten sind, alle aufgeführten Leistungsangebote in einem relativ ausgewogenen Verhältnis in den befragten Einrichtungen zum Einsatz. In praktisch allen Einrichtungen können Datenbanken und Internetzugänge genutzt werden. Unter der Kategorie andere wurden in der Mehrzahl einrichtungsinterne Angebote zusammengefaßt.
Abbildung 2: Absoluter Anteil der Leistungsangebote

Bei der genauen Untersuchung der Anzahl der von den Einrichtungen bereitgestellten Leistungsangebote ergibt sich, daß über die Hälfte Unterstützung in allen angebotenen Bereichen bietet, während in keiner weniger als drei Leistungsangebote zu verzeichnen waren.
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Tabelle 6: Summe der Einrichtungen, die eine bestimmte Anzahl an Leistungen anbietet
|
Anzahl der Leistungsangebote |
Anzahl der Einrichtungen |
|
0 - 2 |
0 |
|
3 |
1 |
|
4 |
2 |
|
5 |
3 |
|
6 |
5 |
|
7 |
10 |
|
|
3 |
Der durch die verantwortlichen Mitarbeiter für ihre Einrichtungen eingeschätzte Kenntnisstand zu Expertensystemen ergab folgende Ergebnisse. Obwohl in mehr als 20 % der Einrichtungen sehr gute oder gute Kenntnisse zu verzeichnen waren, muß im allgemeinen von einem geringen Wissen zu dieser Thematik ausgegangen werden. Es konnte keine Tendenz bei der Verteilung der schlechten Ergebnisse erkannt werden.
Tabelle 7: Selbsteinschätzung der Kenntnisse über Expertensysteme
|
Kenntnisse über Expertensysteme |
absolute Anzahl |
prozentualer Anteil |
kumulative Anzahl |
Kumulativer prozent. Anteil |
|
sehr gute |
1 |
4,2 |
1 |
4,2 |
|
gute |
4 |
16,7 |
5 |
20,8 |
|
eher geringe |
9 |
37,5 |
14 |
58,3 |
|
sehr geringe |
5 |
20,8 |
19 |
79,2 |
|
keine |
5 |
20,8 |
24 |
100,0 |
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Abbildung 3: Selbsteinschätzung der Kenntnisse über Expertensysteme

In keiner Einrichtung war zum Zeitpunkt der Befragung ein Expertensystem im Einsatz.
In einer Einrichtung wurde in der Vergangenheit ein Expertensystem eingesetzt. Da die geplante statistische Auswertung der Systemdaten entfiel, wurde eine zusammenfassende Beschreibung dieses einen Systems als Anlage C in den Anhang aufgenommen.
In einer anderen Einrichtung wurde die Möglichkeit eines Einsatzes schon einmal in Betracht gezogen. Dieses Projekt wurde jedoch nicht realisiert, da keine für die speziellen Erfordernisse anwendbaren Expertensysteme existierten, und die Entwicklung durch eigene Mitarbeiter ausgeschlossen war.
In 22 der untersuchten Einrichtungen wurden noch keine Überlegungen zur Möglichkeit des Einsatzes eines Expertensystems angestellt. Die dafür verantwortlichen Gründe konnten nur in 17 dieser Einrichtungen erfragt werden, da Expertensysteme in 5 Fällen vollkommen unbekannt waren. Die Frage wurde in offener Form gestellt. Die im Nachhinein vorgenommene Zuordnung der Antworten zu verschiedenen Kategorien kann in Anlage B des Anhangs nachvollzogen werden.
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Abbildung 4: Gründe die den Einsatz behindern

Die Summe der sich daraus ergebenen und zu berücksichtigenden Anzahl, der in der Rechnung als Einzeläußerungen betrachteten Aussagen, beträgt 26. In 3 Einrichtungen konnten keine Gründe und in 8 Einrichtungen nur ein Grund angegeben werden. In fast einem Drittel der Fälle wurden finanzielle und personelle Gründe gleichzeitig genannt.
Tabelle 8: Gründe die den Einsatz behindern
|
Kategorien |
absolute Anzahl |
prozentualer Anteil |
|
finanzielle Gründe |
7 |
26,9 |
|
Personelle Gründe |
5 |
19,2 |
|
strukturelle Gründe |
3 |
11,5 |
|
mangelnde Attraktivität von Expertensystemen |
5 |
19,2 |
|
andere Prioritäten |
3 |
11,5 |
|
weiß nicht |
3 |
11,2 |
|
Gesamt: |
26 |
100,0 |
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