Verzeichnis meiner Interviewpartner

Ehepaar Borchert: Ende 40, Eltern des 15jährigen Daniel und der zwölfjährigen Natascha. Herr Borchert ist Sozialpädagoge, Frau Borchert ist Logopädin. Die ersten Jahre mit den Kindern setzte sie beruflich aus, um sich um die Kinder zu kümmern. Natascha und Daniel wissen seit ihrer ersten Frage ‚in wessen Bauch sie waren’, dass sie adoptiert wurden. Zu Daniels Herkunftsfamilie bestehen keine Kontakte. Zwischen Nataschas leiblicher Mutter und Frau Borchert besteht ein regelmäßiger Briefwechsel. Während ihres ersten Adoptionsverfahrens besuchten Borcherts einen Adoptionsvorbereitungskurs, aus dem ein Freundeskreis von Adoptiveltern hervorgegangen ist, der sich bis heute monatlich trifft.

Ehepaar Engler: Anfang 40, Herr Engler arbeitet in einem Wirtschaftswissenschaftsinstitut, Frau Engler war in einer Werbeforschungsagentur tätig, bis Englers vor einem Jahr ihre damals wenige Tage alte Tochter Dorothee bekamen. Während ihres Adoptionsverfahrens besuchten Englers mehrere Adoptionsvorbereitungskurse, Kontakte zu anderen Adoptiveltern sind daraus jedoch nicht entstanden. Für Dorothee, die gerade erst laufen gelernt hat, ist Adoption noch kein Thema. Englers planen zwar, Dorothee früh an das Thema heranzuführen, sie grenzen sich jedoch gegen eine besondere Problematisierung von Adoptionsbeziehungen ab.

Ehepaar Förster: Anfang 40, Herr Förster ist Jurist, Frau Förster Beamtin im öffentlichen Dienst. Sie sind Eltern des vierjährigen Leon. Vor ihrer Adoptionsbewerbung haben sie einen Adoptionsvorbereitungskurs besucht. Während der Zeit des Adoptionsverfahrens waren sie regelmäßig bei der Adoptionsselbsthilfegruppe. Leon weiß noch nicht, dass er adoptiert ist, seine Eltern hoffen jedoch, dass er ihnen durch Fragen bald die Gelegenheit gibt, ihm davon zu erzählen.

Ehepaar Koch: Frau Koch ist Anfang 40 und freiberufliche Restauratorin, Herr Koch ist Mitte 40 und freiberuflicher Bauingenieur. Sie sind Eltern des sechsjährigen Paul und des vierjährigen Phillip und arbeiten beide halbtags, um sich die Erziehung teilen zu können. Beide Kinder wissen, dass sie adoptiert sind und kennen die Namen ihrer leiblichen Mütter. Außer zur Adoptivfamilie der Halbschwester Pauls haben Kochs keine weiteren Kontakte zu anderen Adoptivfamilien.

Ehepaar Lerch: Anfang 40, Frau Lerch ist selbstständige Künstlerin, Herr Lerch arbeitet als Wirtschaftswissenschaftler in einer Firma. Lerchs haben das Eignungsverfahren vor anderthalb Jahren abgeschlossen und warten seitdem auf einen Kindervorschlag. Adoptionsvorbereitungskurse oder Selbsthilfegruppen besuchen sie nicht, sie haben jedoch eine Adoptivfamilie im engeren Freundeskreis.

Ehepaar Schmied: Anfang 30, Frau Schmied ist als Industriekauffrau in einer Firma angestellt, Herr Schmied arbeitet als Nachrichtentechniker. Sie haben das Eignungsverfahren der Adoptionsbewerbung abgeschlossen und befinden sich am Anfang der Wartezeit. Während des Eignungsverfahrens besuchten sie zwei Adoptionsvorbereitungskurse und mehrere Treffen für Adoptionsbewerber und Adoptiveltern. Derzeit bestehen keine regelmäßigen Kontakte zu Adoptiveltern oder anderen Adoptionsbewerbern.


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06.08.2008