3 Abhängigkeit

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Im folgenden Kapitel wird das Konstrukt der Abhängigkeit aus zwei verschiedenen theoretischen Grundrichtungen untersucht: einerseits auf Basis der nichtökonomischen, andererseits auf Grundlage der ökonomischen Theorien. Der Schwerpunkt liegt, wie auch hinsichtlich der Geschäftsbeziehung, auf der Herausarbeitung der ökonomischen Determinanten der Abhängigkeit.

3.1  Begriff

Immer wenn Individuen oder Organisationen Einschränkungen der sozialen wie auch ökonomischen Handlungsfreiheit auferlegt werden, ist von Fremdbestimmung oder Abhängigkeit zu sprechen. Davon ist aber in einer arbeitsteiligen Gesellschaft regelmäßig auszugehen. Dennoch eröffnet Abhängigkeit auch Optionen und Chancen. Eine Eingrenzung auf den hier interessierenden Kontext erscheint an dieser Stelle sinnvoll, weil sich das theoretische Konstrukt der Abhängigkeit sehr vielschichtig darstellt. Betrachtet werden Abhängigkeitsverhältnisse zwischen Organisationen, die zur Abwicklung von ökonomischen Geschäften Beziehungen miteinander pflegen. Da ausgewogene Abhängigkeiten eher selten sind, wird die Analyse vorrangig auf die problembeladenen Asymmetrien gerichtet sein.

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Oft wird Abhängigkeit mit Macht assoziiert. Tatsächlich sind Macht und Abhängigkeit eng miteinander verknüpft. So basiert die Macht eines Partners auf der Abhängigkeit des anderen Partners94. Es besteht dann die Möglichkeit, Entscheidungen und Verhalten anderer zu beeinflussen95. Durch einseitige Abhängigkeit hervorgerufene ungleich verteilte Macht kann zu Machtausübung führen - d.h., daß Druckausübung, Diskriminierung oder Erpressung bzw. subtilere Formen zur Anwendung kommen können.

3.2 Nichtökonomische Theorien zur Abhängigkeit 

Im folgenden Kapitel werden nichtökonomische Theorien vorgestellt, die sich in die die Social Exchange Theory, den Resource Dependence-Ansatz und den Contract Law-Ansatz gliedern.

3.2.1  Social Exchange Theory

Emerson beschreibt Austauschbeziehungen als „ties of mutual dependence which bind actors together in social systems“96. Macht97 spielt in verhaltenswissenschaftlichen Erklärungen von (sozialen) Austauschprozessen eine wesentliche Rolle, im speziellen ist sie eine Funktion der Abhängigkeit98. Abhängigkeit wiederum wird bei Emerson determiniert durch das „motivational investment“ in eine Partnerschaft, die Befriedigung und Belohnungen bieten soll und die um so bedeutender wird, je geringer die Verfügbarkeit von Alternativen mit demselben Effekt ausgeprägt ist99.

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Die Vertreter der Social Exchange Theory behaupten eine inverse Relation zwischen Abhängigkeit und Macht. Abhängigkeit der einen Partei führt nach deren Auffassung also automatisch zu Macht des anderen über den Abhängigen: „the power of A over B is equal to, and based upon, the dependence of B upon A“100.

Macht erwächst aus der Abhängigkeit, Abhängigkeit ist also die Voraussetzung von Machtbesitz. Die Anbindung von Partnern in Austauschbeziehungen erfolgt freiwillig. Damit ist jede längere Beziehung eine partielle Aufgabe von Autonomie und die Akzeptanz eines Mindestmaßes an Abhängigkeit. Die Möglichkeit, Macht verfügbar zu haben und diese auch auszuüben, erfordert ein deutliches Machtgefälle zwischen den Parteien ebenso wie schwache Interdependenzen als Ausdruck der Stärke der Wechselseitigkeit101. Somit ist Abhängigkeit zwar immer mit beiderseitigem Machtverlust, jedoch nicht automatisch mit Konstellationen von Unterlegenheit oder Ausgeliefertsein auf lediglich einer Seite gleichzusetzen. Die asymmetrische Abhängigkeit ist daher als eigentliche Problematik herauszustellen.

Während Machtbesitz also einseitige Abhängigkeit voraussetzt, ist Abhängigkeit auch ohne Machtasymmetrie denkbar102. Man denke an stabile, als gerecht empfundene und gesund bezeichnete Geschäftsbeziehungen.

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Da Abhängigkeit oftmals wechselseitig ist, erlangt jeder Partner die (dennoch meist ungleiche) Möglichkeit, Einfluß auf den anderen auszuüben. Somit verfügt jede Partei über ein gewisses Maß an relativer Macht (in Form von Einflußnahme oder Kontrolle) über den anderen. Diese ist jedoch an diese Austauschrelation gebunden, denn „power is a property of the social relation; it is not an attribute of the actor“103 und als solche nicht beliebig auf andere Beziehungen übertragbar. Zudem können sich relative Machtposition und damit das Abhängigkeitsverhältnis im Zeitablauf verändern.

Auch Thibaut und Kelley verweisen auf die Konstellation, daß eine Seite auf die bestehende Beziehung angewiesen ist, wenn keine Alternativen (CLalt) vorhanden sind, die den Vergleichsmaßstab (CL) erreichen104. Dann hängt diese Partei sowohl bei Zufriedenheit als auch in dem Falle, daß sie unzufrieden ist, von der betreffenden Geschäftsbeziehung ab. Ist eine Alternative jedoch attraktiver als der Comparison Level bzw. der Nutzen aus der derzeitigen Austauschrelation, kann einfach zur nächstbesseren Alternative gewechselt werden105, ohne daß ökonomische und soziale Bindungen einschränkend wirken würden. Es wird deutlich, daß die Social Exchange Theory das Vorhandensein von Alternativen zum Hauptkriterium der Abhängigkeit macht106 und Defizite bei der Erklärung von Immobilität aufweist.

3.2.2 Resource Dependence-Ansatz

Abhängigkeit im Sinne der beiden Protagonisten Pfeffer und Salancik ist das „product of the importance of a given input or output to the organization and the extent to which it is controlled by relatively few organizations“107. Die Voraussetzungen der Signifikanz der Ressource und ihrer externen Kontrolle durch ganz wenige Marktteilnehmer müssen gleichzeitig vorliegen, soll von Abhängigkeit in diesem Kontext gesprochen werden können. Ein weiteres Merkmal ist das Fehlen von „countervailing resources“, mit denen das Ausgeliefertsein ausgeglichen werden könnte108. Asymmetrie als eigentliches Problem der Abhängigkeit bringt mit sich, daß ein Partner über einen Machtvorteil gegenüber dem von diesen Ressourcen abhängigen verfügt109. Daher kommt der Steuerung der eigenen Abhängigkeit wie der des Partners hohe Bedeutung zu110. So kann sich der Umstand zunutze gemacht werden, daß ein Unternehmen um so abhängiger ist, je wertvoller die externe Ressource in einer bestimmten Situation vom betrachteten Partner wahrgenommen wird111.

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In dem Augenblick, in dem Organisationen kritische Ressourcen extern beziehen müssen, werden sie bereits abhängig, wenn keine akzeptablen Alternativen verfügbar sind. Denn so ist zumindest die Möglichkeit zur Machtausübung mittels „external control“ und Einflußnahme auf den Partner gegeben. Die Bedeutung der benötigten Ressource allein ist nicht das Problem, vielmehr ergibt sich die Verwundbarkeit der Organisation auch dadurch, daß die Umwelt Veränderungen unterliegt, die einen bislang gesicherten Bezug der Ressource gefährden könnte. Organisationen in stabilen, berechenbaren Branchen haben danach mehr Überlebenschancen und sind weniger der externen Kontrolle unterworfen als solche in unsicherem und dynamischem Umfeld112. Gleichzeitig wird die Fähigkeit zum Überleben gerade wegen der Abhängigkeit gesichert. Überlebensfähigkeit und Abhängigkeit hängen also offenbar unmittelbar zusammen. Darin zeigt sich die exponierte Stellung, die die Abhängigkeit im Resource Dependence-Ansatz einnimmt.

Als Fazit kann festgehalten werden, daß die hier dargestellten nichtökonomischen Theorien die Abhängigkeit in erster Linie anhand der Verfügbarkeit alternativer Quellen von kritischen Ressourcen bzw. attraktiveren Beiträgen identifizieren. Nutzen- und Machtüberlegungen sowie Vertrauen wird großer Raum gegeben.

Die Verfügung der Ressourcen steht bei der Begründung von Abhängigkeiten im Vordergrund (Resource Dependence-Ansatz). Der Umstand, daß Unternehmen, die über (z. B. spezifische, kritische) Ressourcen verfügen, dennoch abhängig sein können, wird hierbei ausgeklammert. Auch sind überlegene Alternativen, die eigentlich die Unabhängigkeit vom Partner begründen sollen (Social Exchange Theory) nicht automatisch zugänglich - weil bestimmte Restriktionen sich erschwerend auf die Flexibilität auswirken. Trotzdem stellen diese Ansätze essentielle Anregungen für eine ganzheitliche Bewertung von Abhängigkeiten bzw. von interorganisationalen Kooperationen bereit, etwa wichtige soziale Konstrukte wie Interaktion, Vertrauen und Macht.

3.3 Ökonomische Theorien zur Abhängigkeit 

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Auch bei den ökonomischen Ansätzen wurde sich auf die beiden vielversprechendsten konzentriert. Von besonderem Interesse ist dabei die außerordentliche Bedeutung von Investitionen, die beiden gemeinsam ist und hinsichtlich der Abhängigkeit aus ökonomischer Sicht großen Erklärungsgehalt demonstriert.

3.3.1  Investitionstheoretischer Ansatz

Investitionen stellen nach Plinke eine „innere Verbindung“ zwischen mehrmaligen Arrangements her und kommen dem Nettonutzen der Beziehung zugute113. Diese innere Verbindung verdeutlicht jedoch nicht nur das wirtschaftliche Interesse an einer Abfolge von Transaktionen, das bei Zufriedenheit den Anreiz zum Bleiben darstellt. Auch die ökonomische Bindung an diese Abfolge, das „Verbleiben-müssen“, ist zu betrachten. Der Nutzen dieser Investition entsteht erst im Zeitablauf in Form der Erlöse in dieser Verwendung. Somit verbindet dieser zukünftige Nutzen zwangsläufig Interesse und Bindung. Selbst bei eventueller Unzufriedenheit muß in der Beziehung geblieben werden, weil die Wechselkosten zu hoch sind114; es besteht Abhängigkeit. Der Investivcharakter drückt sich also auch darin aus, daß eine Antizipation der Zukunft(sabhängigkeit) notwendig wird.

Bei einer Andersverwendung sind die für einen bestimmten Verwendungszweck vorgesehenen Investitionen verloren (sunk costs)115.Sollen diese dennoch transferiert werden, fallen relevante Kosten an. Hinzu kommt der Verzicht auf den Verzicht des bisherigen Netto-Nutzens, so daß auch Opportunitätskosten entstehen. Die Summe dieser Wechselkosten determiniert den Grad der ökonomischen Abhängigkeit116, die, wie bereits dargelegt, mit anwachsender Spezifität zunimmt.

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Johanson und Mattsson betrachten Investitionen im Netzwerkkontext bezüglich mehrerer Organisationen117. Alle investierten Assets und deren Nutzen sind infolge der wechselseitigen Beziehungen vom Nutzen der Investitionen anderer Organisationen abhängig und beeinflussen diese. Wie bereits in Kapitel 2 erläutert, muß als herausragendes Merkmal von Investitionen deren häufig limitierte Flexibilität genannt werden118. Diese kann dazu führen, daß bei Übertragung einer Ressource Verluste entstehen, wodurch ihre Spezifität gekennzeichnet ist119. Verluste wegen einer Andersverwendung einer spezifischen Ressource aber sind die Kosten des Wechsels und damit die die Bindung bewirkenden Ursachen. Dies um so mehr, als Investitionen in die Beziehungen zu anderen Organisationen („market investments“) nicht mehr der alleinigen Kontrolle des Unternehmens unterliegen120 und damit die eigenen Handlungsmöglichkeiten beschränkt sind.

Auf die hier gewonnenen Erkenntnisse bezüglich des Charakters spezifischer Investitionen wird bei der transaktionskostentheoretischen Erklärung von Abhängigkeit in Geschäftsbeziehungen zurückgegriffen121.

3.3.2 Transaktionskostentheorie

Wurde die Transaktionskostentheorie im vorhergehenden Kapitel als Erklärungsansatz für die Existenz von effizienten Koordinationsformen, hier der Geschäftsbeziehung, vorgeschlagen, so ist jetzt zu prüfen, inwieweit von ihr Impulse für eine Operationalisierung der Abhängigkeit ausgehen. Dabei wird im vorliegenden Abschnitt vorerst lediglich anhand der Extremformen Markt und Hierarchie, unter Ausschluß der hybriden Geschäftsbeziehung, auf Abhängigkeit eingegangen. Dem eigentlichen Zusammenhang zwischen Abhängigkeit und Geschäftsbeziehung wird sich in einem gesonderten Kapitel gewidmet.

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Angesichts der transaktionskostentheoretischen Verhaltensprämissen des nur begrenzt möglichen rationalen Verhaltens und der opportunistischen Verfolgung von Eigeninteresse122 entstehen in Kombination mit unterschiedlichen Ausprägungen von Spezifität und Unsicherheit verschiedene Konsequenzen für eine kostensparende Durchführung von Transaktionen. Daher ergeben sich zunächst in Anpassung an diese Gegebenheiten die Varianten Markt oder Hierarchie als mögliche Koordinationsformen.

Wenngleich eine explizite Würdigung des Abhängigkeitskonstrukts nicht erfolgt, finden die damit korrespondierenden Machtkonstellationen bei Picot und Dietl Erwähnung123. Darüber hinaus spielen die Wechselkosten eine überragende Rolle bei der transaktionskostentheoretischen Erklärung von Abhängigkeit. Damit ist die Spezifitätsproblematik geradezu prädestiniert, die transaktionskostentheoretische Perspektive der Abhängigkeit zu operationalisieren.

Wenn es um die Entscheidung für eine effiziente Koordinationsform geht, stellt die Transaktionskostentheorie vornehmlich die Ausprägung der Spezifität in den Vordergrund124. Diese kann als Indikator für das Maß der Abhängigkeit interpretiert werden125. Abhängigkeit ist dann zu verzeichnen, wenn die Ausprägung der Spezifität eine enge Anbindung erfordert oder bedingt. Extrem spezifische Transaktionen jedoch sind geprägt durch ihre akute Gefährdung während der Abwicklung auf dem Markt und werden intern kontrolliert.Damit ist bezüglich dieser Transaktion aber auch keine Abhängigkeit von anderen Marktteilnehmern gegeben, da autonome Kontrolle und Entscheidungen vorgenommen werden.

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Williamson erkennt implizit die Bedeutung von Abhängigkeitsverhältnissen an, wenn er auf die Einzwecktechnologie Bezug nimmt, durch die der Transaktion ein spezifischer Charakter verliehen wird. In der Situation vor der Entscheidung für eine Einzwecktechnologie muß bedacht werden, daß diese zwar rationeller126, jedoch an den speziellen Verwendungszweck gebunden ist127 und daher die Unbeweglichkeit des betrachteten Marktteilnehmers aufgrund von Wechselkosten verursacht128. Damit begibt man sich in Abhängigkeit von der derzeitigen Verwendung. Die Diskrepanz zwischen angestrebter Kostenersparnis und dem riskanten Umstand, die Technologie nicht anderweitig verwenden zu können, muß ausbalanciert werden129. Unternehmen sind in einer solchen Lage starker Opportunismusgefahr ausgesetzt, die nicht mehr durch marktliche Koordinationsformen abgesichert werden kann130. Die Transaktionskostentheorie schlägt deshalb als Ausweg die vertikale Integration vor, um auf diese Weise durch Vermeidung von Abhängigkeit die spezifischen Investitionen zu schützen. Wenn die spezifischen Investitionen in anderen Verwendungen verloren gehen, d. h. ohne Nutzen sind, stellen sie sunk costs dar. Bei der Eigenerstellung dagegen wird wirksam dem Opportunismus vorgebeugt und parallel dazu wegen der hohen Leistungsfähigkeit solcher Faktoren der Produktionskostenvorteil des Marktes kompensiert; mithin auch die „Make“ -Entscheidung legitimiert.

Sowohl die Unsicherheit131 und Komplexität bezüglich der technologischen Entwicklung, der Leistungsbeurteilung etc. als auch hinsichtlich Informationsasymmetrien der Marktteilnehmer sind auf stabilen, homogenen Märkten eher gering. Die Möglichkeit, daß relevante Informationen nicht erhältlich sind oder subjektiv unzutreffend eingeschätzt werden wie auch die Gefahr, daß Informationsvorsprünge durch „Opportunisten“ zum spürbaren Nachteil anderer ausgenutzt werden, sind erheblich begrenzt. Denn bei homogenen und somit unspezifischen Angeboten können leicht die Austauschpartner gewechselt und getätigte Investitionen problemlos übertragen werden132, wenn es zu Unzufriedenheit kommt. Dies sind Bedingungen, die keinen Anlaß geben, sich an einen Marktteilnehmer zu binden. Demzufolge stehen die Such- und Vereinbarungsanstrengungen bezüglich immer neuer Transaktionspartner im Vordergrund133. Der Markt bietet alle Chancen, die wirtschaftlichen Ziele mittels autonomer Entscheidungen effizient zu erreichen; eine Koordinationsform, die mit erhöhter Abhängigkeit und damit steigenden Kontroll- und Anpassungskosten verbunden ist, würde überflüssige Transaktionskosten hervorrufen134.

Liegen hingegen extreme Unsicherheit über die Umwelt und sehr komplexe, hoch spezifische Transaktionen vor, so sieht man sich einer Situation gegenüber, die organisationale Konsequenzen nahelegt. Die Bewertungsprobleme hinsichtlich eines geschäftlichen Engagements sind dann hoch signifikant135, so daß zureichende vertragliche Regelungen unvertretbare Transaktionskosten erzeugen würden. Unter solchen Konditionen empfiehlt die Transaktionskostentheorie die Eigenerstellung, welche den Schutz solcher, durch Opportunismus stark gefährdeten Transaktionen, am wirksamsten und effizientesten dadurch gewährleistet, daß kein anderer Einfluß darauf gewinnen kann. Abhängigkeit würde vor allem vor dem Hintergrund potentiellen opportunistischen Verhaltens zum hochgradigen Problem, insbesondere, wenn es sich um solch bedeutende Transaktionen handelt, die gleichzeitig durch eine Vielzahl von externen Unwägbarkeiten beeinträchtigt werden kann.

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Festzuhalten ist, daß in einer Situation sehr hoher Ausprägungen der Spezifität und Unsicherheit die Probleme durch Opportunismus und beschränkte Rationalität am effizientesten (also mit den geringsten Transaktionskosten) in der Hierarchie durchgeführt werden. Vice versa beschwören niedrigste Ausprägungen der Transaktionsdimensionen keine ernsthaften Opportunismusprobleme oder Informationsdefizite herauf. Der Markt ist die effiziente Variante.

Das bedeutet, daß in beiden Konstellationen Abhängigkeitsverhältnisse, wie sie in dieser Arbeit relevant sind, nicht existent ( weil ineffizient) sind!


Fußnoten und Endnoten

94  Vgl. Frazier/Rody (1991), S. 52.

95  Vgl. El-Ansary/Stern (1972), S. 46f.

96  Emerson (1962), S. 40.

97  Auf die einzelnen Quellen von Macht und Formen ihrer Anwendung wird in dieser Arbeit nicht detaillierter eingegangen.

98  Vgl. El-Ansary/Stern (1972), S. 47.

99  Vgl. Emerson (1962), S. 32.

100  Emerson (1962), S. 33.

101  Vgl. Freiling (1995), S. 47.

102  ebd. S. 47.

103  Emerson (1962), S. 32.

104  Vgl. Thibaut/Kelley (1959), S. 21; Söllner (1993), S. 97.

105  Vgl. Anderson/Håkansson/Johanson (1994), S. 9 FN 10.

106  Vgl. auch Anderson/Weitz (1992)

107  Pfeffer/Salancik (1978), S. 51.

108  Vgl. Pfeffer/Salancik (1978), S. 53. Galbraith spricht von „countervailing power“, wenn Macht- oder Ressourcenkonzentration auf einer Seite durch die Errichtung neutralisierender Potentiale auf der gegenüberliegenden Seite kompensiert werden. Vgl. Galbraith (1967)

109  Vgl. Gassenheimer/Calantone/Schmitz/Robicheaux (1994), S. 225.

110  Vgl. Pfeffer/Salancik (1978), S. 143. Vgl. auch Kapitel 6 in dieser Arbeit.

111  Vgl. Hallén/Johanson/Seyed-Mohamed (1991), S. 31.

112  Vgl. Pfeffer/Salancik (1978), S. 47.

113  Vgl. Plinke (1997), S. 44f.

114  Vgl. Plinke (1997), S. 27.

115  ebd. S. 44f.

116  Vgl. Plinke (1992), S. 838.

117  Vgl. Johanson/Mattsson (1985), S. 188.

118  Vgl. Johanson/Mattsson (1985), S. 186.

119  Vgl. Söllner (1993), S. 115.

120  Vgl. Johanson/Mattsson (1985), S. 188.

121  Vgl. Kapitel 5 in dieser Arbeit.

122  Vgl. dazu die detaillierteren Ausführungen in Kapitel 2.

123  Vgl. Picot/Dietl (1990), S. 183.

124  Die Kategorie der Spezifität „is the most important and most distinguishes transaction cost economics from other treatments of economic organization.“ Williamson (1985), S. 52.

125  Vgl. auch Freiling (1995), S. 111.

126  Vgl. Williamson (1990), S. 62.

127  Zur ausführlichen Darstellung der Quasi-Rente siehe Kapitel 5.

128 

Vgl. Plinke (1997), S. 44f.

Vgl. Williamson (1990), S. 62.

129  Die Betrachtung ist aber nicht allein auf die Abhängigkeit vom technologischen Verwendungszweck bezogen, sondern berücksichtigt auch, daß eine spezifische Investition ex post zu einer Abhängigkeit von einer den dauerhaften Verwendungszweck bestimmenden Beziehung zu einem Partner führen kann. (Somit muß diese Konsequenz bei der Entscheidung antizipiert werden.) Diese Problematik steht im Mittelpunkt des fünften Kapitels.

130  Vgl. Picot (1991), S. 147.

131  Der einzelne Marktteilnehmer „anticipates a continuity of supply“ angesichts geringer Unsicherheit. Daher ist die Neigung sich zu binden gering. Vgl. Spekman/Strauss (1986), S. 120. Doch selbst im Falle völliger Unsicherheit hätte die Wechselmöglichkeit des Partners wegen der unspezifischen Transaktionen eine Beibehaltung des isolierten Tauschs zur Folge. Vgl. Williamson (1990), S. 68.

132  Es sei auf die abweichenden Betrachtungsweisen und möglichen Dimensionen der Spezifität aufmerksam gemacht. Picot stellt auf die mehr oder weniger spezifischen Eigenschaften der Transaktionsobjekte ab (vgl. z. B. Picot/Schneider/Laub (1989)), während Williamson die Frage hervorhebt, daß die Investitionen spezifisch für eine bestimmte Transaktion(sfolge) sind.

133  Vgl. Picot (1982), S. 271.

134  Vgl. Williamson (1990), S. 63.

135  Vgl. Picot (1982), S. 269.



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13.03.2008