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2002-09-23Teil eines Buches DOI: 10.18452/13485
Grenzen für den Utilitarismus
dc.contributor.authorMüller, Olaf L.
dc.contributor.editorHogrebe, Wolfram
dc.date.accessioned2017-06-17T15:33:28Z
dc.date.available2017-06-17T15:33:28Z
dc.date.created2011-06-06
dc.date.issued2002-09-23
dc.date.submitted2002-01-01
dc.identifier.isbn3-9806762-2-6
dc.identifier.urihttp://edoc.hu-berlin.de/18452/14137
dc.description.abstractWenn sich der Utilitarist nicht vorsieht, fällt seine moralische Theorie einem transzendentalen Gegenargument zum Opfer. Dieses Argument richtet sich gegen Handlungsutilitaristen, die ihre Theorie auf einer Ebene der idealen Normen ingangsetzen wollen, indem sie sich bei der Theorieformulierung auf einen idealisierten Akteur stützen, der keinen kognitiven oder motivationalen Beschränkungen unterworfen ist. Das Argument besagt, dass ein solcher idealer Akteur unmöglich Utilitarist sein kann: Der ideale utilitaristische Akteur müsste sein gesamtes Verhalten an der utilitaristischen Maximierungsregel ausrichten – also auch sein gesamtes verbales Verhalten. Wer sich aber beim Sprechen immer konsequent am Utilitarismus orientiert (statt an den sprachlichen Regeln, die für die verschiedenen Sprechakttypen einschlägig sind), vollzieht in Wirklichkeit keine der uns bekannten Sprechakte, sondern eine völlig neue Sorte von Sprechakt (der den tröstenden Worten ähnelt, die wir nach einer Beerdigung den Hinterbliebenen spenden). Kurz, ideale utilitaristische Akteure können keine Behauptungen oder Meinungen äußern. Wenn sie nun keine Meinungen äußern können, dann können sie auch keine Meinungen haben (Privatsprachenargument). Aber Utilitaristen müssen Meinungen haben: Utilitaristen müssen deshalb tun, was sie tun, weil sie meinen, dass dies die besten Konsequenzen zeitigen wird. Damit führt die Annahme, es gäbe ideale utilitaristische Akteure, in einen Widerspruch. Das Argument ist ein transzendentales Argument: Durch konsequent utilitaristisches Redeverhalten entzieht sich der Utilitarist die sprachlichen Bedingungen der Möglichkeit, die dafür nötig sind, dass er überhaupt Utilitarist sein kann.ger
dc.description.abstractLet us imagine an ideal ethical agent, i.e., an agent who (i) holds a certain ethical theory, (ii) has all factual knowledge needed for determining which action among those open to her is right and which is wrong, according to her theory, and who (iii) is ideally motivated to really do whatever her ethical theory demands her to do (even when she speaks). If we grant that the notions of omniscience and ideal motivation both make sense, we may ask: Could there possibly be an ideal utilitarian, that is, an ideal ethical agent whose ethical theory says that our only moral obligation consists in maximizing utility? I claim that an ideal agent cannot be utilitarian. An ideal utilitarian cannot entertain or communicate the beliefs necessary to being a utilitarian. For if every speech act from her mouth maximizes utility, she cannot be interpreted to utter assertions at all. Her very moral theory undermines the conditions necessary for entertaining it.eng
dc.language.isoger
dc.publisherHumboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät I
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subjectUtilitarismusger
dc.subjectIdealnormger
dc.subjectIdealer Akteurger
dc.subjectRadikale Übersetzungger
dc.subjectRadikale Interpretationger
dc.subjectPrinzip des Wohlwollensger
dc.subjectTranszendentales Argumentger
dc.subjectBehauptungger
dc.subjectLügeger
dc.subjectWillard Van Orman Quineger
dc.subjectDonald Davidsonger
dc.subjectDieter Birnbacherger
dc.subjectutilitarianismeng
dc.subjectideal level of ethical thoughteng
dc.subjectideal agenteng
dc.subjectradical translationeng
dc.subjectradical interpretationeng
dc.subjectprinciple of charityeng
dc.subjecttranscendental argumenteng
dc.subjectassertioneng
dc.subjectlyingeng
dc.subjectWillard Van Orman Quineeng
dc.subjectDonald Davidsoneng
dc.subjectDieter Birnbachereng
dc.subject.ddc100 Philosophie, Parapsychologie und Okkultismus, Psychologie
dc.titleGrenzen für den Utilitarismus
dc.typebookPart
dc.subtitleEin transzendentales Gegenargument
dc.identifier.urnurn:nbn:de:kobv:11-100187529
dc.identifier.doihttp://dx.doi.org/10.18452/13485
dc.contributor.lecturerHogrebe, Wolfram
local.edoc.container-titleGrenzen und Grenzüberschreitungen
local.edoc.anmerkungDieser elektronische Text wird hier nicht in der Form wiedergegeben, in der er auf Papier erschienen ist. Zwar gibt es keine inhaltlichen Unterschiede zwischen den beiden Erscheinungsformen der Texte, wohl aber kleinere sprachliche Unterschiede. Das Original findet sich in Wolfram Hogrebe (ed): Grenzen und Grenzüberschreitungen. XIX. Deutscher Kongress für Philosophie - Sektionsbeiträge. (Bonn: Sinclair Press, 2002), pp. 107-115.
local.edoc.type-nameTeil eines Buches
local.edoc.institutionPhilosophische Fakultät I
local.edoc.container-typebook
local.edoc.container-type-nameBuch
local.edoc.container-publisher-nameSinclair Press
local.edoc.container-publisher-placeBonn
local.edoc.container-firstpage107
local.edoc.container-lastpage115
dc.description.versionPeer Reviewed

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