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2005-03-22Dissertation DOI: 10.18452/15390
Souvenir
dc.contributor.authorSeifarth, Joerg
dc.date.accessioned2017-06-18T07:20:33Z
dc.date.available2017-06-18T07:20:33Z
dc.date.created2006-01-18
dc.date.issued2005-03-22none
dc.identifier.urihttp://edoc.hu-berlin.de/18452/16042
dc.description.abstractZiel der vorliegenden Dissertation ist es, Formen kultureller Produktion und ihre Anbindungen an sprachliche und politische Realitäten am Beispiel der kanadischen Provinz Québec darzustellen. Die Existenz des französischsprachigen Québec und seiner Differenz ist nicht gegen das englischsprachige Kanada zu erklären, sondern mit diesem. Identitätsreferenzen und Geschichtsbilder sind Teil öffentlicher Bekundungen, ob nun journalistischer, künstlerischer, schulpolitischer oder anderer Art. Gefragt wird nach der Bedeutung historischer Tatsachen für die Gegenwart und dem spezifischen Gebrauch der Geschichte, ihren Helden und Machern in diversen narrativen Formungen an den Schnittpunkten von Öffentlichkeit und Erinnerung. Die verwendeten Quellen decken die Bereiche Film, Literatur, Presse und Politik ab; besonderes Augenmerk wurde auf Schulbuchtexte aus dem Geschichtsunterricht der Sekundarstufe gelegt. Es konnte gezeigt werden, dass sich in zahlreichen Instanzen der Auseinandersetzung nicht etwa anglokanadische und frankokanadische (oder „englische“ und „französische“) Kontrahenten gegenüberstehen, sondern dass die Konfliktparteien oft nicht diesseits und jenseits der Sprachbarriere liegen. Dies konnte am Beispiel der verwobenen Beziehungen von liberaler politischer Macht in Ottawa und dem ultrakonservativen katholischen Klerus Québecs im 19. und 20. Jahrhundert illustriert werden. Gleichzeitig zeigt sich, dass heterogene Strukturen in konkreten Situationen durch wirksame Grenzziehungen gewissermaßen ausgeblendet werden können. Die entstehenden Trennungslinien hatten und haben in Kanada und in Québec sprachliche, religiöse, politische und ethnische Formen, die in Momenten der Krise zu Matrizen bekannter Solidaritäten werden. Im Ergebnis der Untersuchungen steht das Fazit, dass Kanada als Föderation die Sezession Québecs nicht als Ganzes überleben würde. Die Alternative zur gegenwärtigen politischen Gestalt wäre somit nicht Québec auf der einen und ein verbleibendes „English Canada“ auf der anderen Seite, sondern ein weiteres Aufbrechen der bisherigen Kohäsion. Darüber hinaus konnte ein Zusammenhang zwischen der auffälligen Besonderheit einer mehrheitlich katholischen und französischsprachigen Bevölkerung und der großen englischen Monarchie in Amerika aufgezeigt werden.ger
dc.description.abstractThis Ph.D. thesis aims at an analysis of various forms of cultural production and links with linguistic and politic realities in the Canadian Province Québec. The existence of a French-speaking Québec and its difference cannot be explained without considering “the rest of Canada” as a major factor. Identity references and images of history are seen as public expressions in journalistic, artistic, educational or other forms. The present relevance of historical facts, the specific usage of history, its heroes and its makers are of special interest in narratives operating at the intersection of public sphere and memory politics. Various sources were used in the process of research: film, literature, the press and politics. Special attention was given to history text books in English and French used for secondary level courses in Québec schools. In a number of conflicts the opponents were not on both sides of the language barrier representing „english“ and „french“ interests. One example studied is the case of the intricate relations between liberal political power in Ottawa and the conservative Catholic Church in Québec. At the same time, heterogeneous structures seem to be faded out in specific situations when powerful lines of separation are drawn. In critical situations solidarities are formed in Canada and Québec along the lines of language, religion, politics and ethnic background. As a result of the study it became clear that the separation of Québec from Canada would result not in two parts, Québec and “English Canada” but that the cohesion of the present federation would eventually dissolve into much smaller parts. It also became clear that there is an integral relation between the distinctness of a population with a catholic and French-speaking majority and the English monarchy present in America.eng
dc.language.isoger
dc.publisherHumboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät III
dc.subjectKanadager
dc.subjectQuébecger
dc.subjectGeschichtsbücherger
dc.subjectIdentitätspolitikger
dc.subjectErinnerungger
dc.subjectNationger
dc.subjectmemoryeng
dc.subjectCanadaeng
dc.subjectQuebeceng
dc.subjecthistory text bookseng
dc.subjectpolitics of identityeng
dc.subjectnationeng
dc.subject.ddc100 Philosophie
dc.titleSouvenir
dc.typedoctoralThesis
dc.subtitleGeschichtsbilder und Identitätsreferenzen im Kontext von Sprache und Nationalkultur (Québec)
dc.identifier.urnurn:nbn:de:kobv:11-10056322
dc.identifier.urnurn:nbn:de:kobv:11-10070350
dc.identifier.urnurn:nbn:de:kobv:11-10070367
dc.identifier.doihttp://dx.doi.org/10.18452/15390
dc.identifier.alephidHU001517939
dc.date.accepted2004-07-07
dc.contributor.refereeHof, Renate
dc.contributor.refereeMacho, Thomas
dc.contributor.refereeBrunotte, Ulrike
dc.subject.dnb10 Philosophie
local.edoc.pages310
local.edoc.type-nameDissertation
local.edoc.institutionPhilosophische Fakultät III

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