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2020-03-10Berichte und sonstige Texte DOI: 10.18452/21005
Das Centro Thomas Mann in Rom
dc.contributor.authorKnigge, Jobst C.
dc.date.accessioned2020-03-10T15:51:39Z
dc.date.available2020-03-10T15:51:39Z
dc.date.issued2020-03-10none
dc.identifier.urihttp://edoc.hu-berlin.de/18452/22022
dc.description.abstractIn der vorliegenden Arbeit geht es um die deutsche Kulturpolitik im Ausland am Beispiel Italiens. Die Bundesrepublik und die DDR entwickelten in der Nachkriegszeit voneinander abweichende Kulturen und versuchten diese in Italien zu propagieren. Die westdeutsche „Deutsche Bibliothek“, später das Goethe-Institut, lieferte sich dabei einen Konkurrenzkampf mit dem von der DDR geförderten „Centro Thomas Mann“(CTM). Das Besondere beim CTM war die Tatsache, dass es von italienischen Linksintellektuellen gegründet und organisiert wurde. Die DDR unterstützte das Zentrum ideologisch, finanziell und materiell. Die Deutsche Demokratische Republik versuchte, sich als das „bessere“ Deutschland zu legitimieren, als antifaschistischer Staat, der endgültig mit dem Nationalsozialismus aufgeräumt habe. Gleichzeitig nutzte sie das CTM, um die Bundesrepublik als „militaristischer und revanchistischer Nazi-Staat“ zu diffamieren. Die italienischen Linksintellektuellen, die hinter dem Zentrum standen, agierten dabei als willige Helfer. Die bundesrepublikanischen Institutionen gerieten in der ersten Phase, in der sie sich auf die klassische deutsche Kultur konzentrierten, ins Hintertreffen. Erst mit einem Modernisierungsschub Anfang der 60er Jahre, konnte das Goethe-Institut aufholen und schließlich das CTM überholen. Mit der Zunahme der inneren Dissidenten-Bewegung in der DDR und den daraus folgenden Repressionen kam es immer mehr zu Konflikten zwischen den Organisatoren des Zentrums und Ostberlin. Die diplomatische Anerkennung der DDR, die durch das CTM gefördert werden sollte, wurde 1973 erreicht. Die Anerkennung ging aber eher auf die deutsche Ostpolitik als auf die Existenz des CTMs zurück.ger
dc.description.abstractThe essay centers on German foreign cultural politics in Italy. After the Second World War Germany was not only a politically and economically divided country, but the DDR tried to develop and propagate an own culture, distinguished from that of the western part. The western Deutsche Bibliothek, later Goethe Institut, entered in a fierce competition with the Centro Thomas Mann (CTM), supported by East-Berlin. It has to be underlined that the CTM was founded and organized by Italian leftwing intellectuals, the DDR backing the Institution financially, ideologically and materially. The DDR tried to legitimize its regime as the “better” part of Germany, as the real anti-fascist State. By that way it used the CTM to degrade West-Germany as a “nationalistic, militaristic, revanchist” State full of old Nazis. The Italian intellectuals of the CTM figured as willing helpers. In the first phase West-German culture politics in Italy fell behind in the competition with the East because it concentrated too much on traditional classical culture. Only when the Goethe Institut modernized its programs at the beginning of the 1960ies it could catch up and finally overtake the CTM. With the growing internal dissident movement in the DDR and the following repression conflicts developed between the CTM and East Berlin. Diplomatic recognition of the DDR in Italy, as it was a declared aim of the CTM, came in 1973. But it was the West German Ostpolitik that had changed the situation, not the Centro Thomas Mann.eng
dc.language.isogernone
dc.publisherHumboldt-Universität zu Berlin
dc.rights(CC BY 4.0) Attribution 4.0 Internationalger
dc.rights.urihttps://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
dc.subjectCentro Thomas Mannger
dc.subjectGoethe Institut Romger
dc.subjectDeutsche Bibliothekger
dc.subjectMarschall von Biebersteinger
dc.subjectReinhard Raffaltger
dc.subjectBianchi Bandinelliger
dc.subjectLavinia Mazzucchettiger
dc.subject.ddc900 Geschichte, Geografie und Hilfswissenschaftennone
dc.titleDas Centro Thomas Mann in Romnone
dc.typereport
dc.subtitleKultur-Kampf zwischen DDR und BRDnone
dc.identifier.urnurn:nbn:de:kobv:11-110-18452/22022-4
dc.identifier.doihttp://dx.doi.org/10.18452/21005
local.edoc.pages80none
local.edoc.type-nameBerichte und sonstige Texte
dc.description.versionNot Reviewednone

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