Show simple item record

2012-02-01Teil eines Buches DOI: 10.18452/3094
Flüchtlingspolitik als Lagerpolitik
dc.contributor.authorPieper, Tobias
dc.contributor.editorMiRA, Netzwerk
dc.date.accessioned2017-06-15T19:42:38Z
dc.date.available2017-06-15T19:42:38Z
dc.date.created2012-04-20
dc.date.issued2012-02-01
dc.identifier.urihttp://edoc.hu-berlin.de/18452/3746
dc.description.abstractPieper analysiert das Lagersystem in Deutschland seit 1980 und definiert es als dezentrales halboffenes Lagersystem. Es werden systematisch verschiedene Lagertypen analysiert und Ziele des Lagersystems in Deutschland herausgearbeitet, darunter die Festsetzung, Kontrolle und Verwaltung von Menschen. Der Text stellt in einer detaillierten Analyse die konkreten Ausschlussmechanismen des Lagersystems dar, unter anderem indem die Veränderungen in der öffentlich artikulierten Legitimation der Lagerunterbringung und ihre historischen Entwicklungen dargestellt werden. Die Lagerunterbringung bildet demnach die materielle Struktur einer Migrationspolitik die es sich im Namen der nationalen Sicherheit zur Aufgabe gemacht hat, Einwanderung zu regulieren bzw. zu verhindern. Piepers Analyse des Lagers als sozialen Raum zeigt, dass durch den Einschluss (ins Lager) ein (gesellschaftlicher) Ausschluss stattfindet, der die Menschen in vielerlei Hinsicht zerstört und einzig die „Illegalität“ die Möglichkeit des Ausbruchs bietet. Somit findet systematisch eine Praxis der Entrechtung statt. Durch die Dezentralität des Geschehens bleibt diese Entrechtung in ihrem Ausmaß scheinbar unsichtbar. Perspektivisch sieht Pieper eine Entwicklung weg vom dezentralen halboffenen Lagersystem hin zu multifunktionellen Sammellagerkomplexen, in welchen die Menschen den engen Lagerkreislauf überhaupt nicht mehr verlassen sollen. Damit solle den Menschen ihre Perspektivlosigkeit frühzeitig vor Augen geführt werden und somit zu einer kostengünstigeren schnellen Freiwilligkeit der Rückkehr führen.ger
dc.language.isoger
dc.publisherHumboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät III, Institut für Sozialwissenschaften
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subjectFlüchtlingeger
dc.subjectAusländerpolitikger
dc.subjectMigrationsmanagementger
dc.subjectLagerger
dc.subjectMigration Managementeng
dc.subjectpolicy on foreignerseng
dc.subjectCampeng
dc.subject.ddc940 Geschichte Europas
dc.subject.ddc150 Psychologie
dc.subject.ddc340 Recht
dc.subject.ddc360 Soziale Probleme und Sozialdienste; Verbände
dc.subject.ddc300 Sozialwissenschaften
dc.titleFlüchtlingspolitik als Lagerpolitik
dc.typebookPart
dc.identifier.urnurn:nbn:de:kobv:11-100201255
dc.identifier.doihttp://dx.doi.org/10.18452/3094
local.edoc.pages7
local.edoc.type-nameTeil eines Buches
local.edoc.container-typebook
local.edoc.container-type-nameBuch
dcterms.bibliographicCitation.booktitleKritische Migrationsforschung?
dcterms.bibliographicCitation.booktitleDa kann ja jeder kommen.
dcterms.bibliographicCitation.pagestart73
dcterms.bibliographicCitation.pageend79

Show simple item record