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2011-04-26Zeitschriftenartikel DOI: 10.18452/6856
Datenkörper aushorchen
dc.contributor.authorSchoon, Andi
dc.contributor.editorMatthias, Annette
dc.contributor.editorSchröder, Julia H.
dc.date.accessioned2017-06-16T12:17:53Z
dc.date.available2017-06-16T12:17:53Z
dc.date.created2011-04-26
dc.date.issued2011-04-26
dc.identifier.urihttp://edoc.hu-berlin.de/18452/7508
dc.description.abstractMit dem Begriff Sonifikation werden Verfahren zur Verklanglichung von Daten bezeichnet. Dieses akustische Pendant zur Visualisierung entwickelt sich in den Naturwissenschaften, aber auch in den Künsten, seit fast zwei Jahrzehnten rasant. Weltweit beschäftigen sich zahlreiche trans­disziplinäre Forschergruppen mit der Sonifikation. Dabei ist ein zunehmendes Bedürfnis entstanden, Fragen nach der Wissenschaftstheorie, der Ästhetik, dem Vokabular und den Methoden der Sonifikation zu behandeln und ihre historischen Entwicklungslinien aufzuzeigen. Zeitgenössische Sonifikationsverfahren sind aus kulturgeschichtlicher Perspektive wesentlich durch zwei Aspekte gekennzeichnet, die bisher selten zusammengedacht wurden: Zum einen meint Sonifikation die Transformation von Unhörbarem in hörbare Phänomene durch den Einsatz akustischer Medientechnologie, denn die Speicherung, Reproduktion und Übertragung von Schall zählen zu ihren Voraussetzungen. Zum anderen dient sie als Mittel zur Erkenntnisgewinnung durch konkrete Praktiken des Hin-, Aus- und Abhörens, bei denen das geschulte Ohr eine zentrale Rolle einnimmt. Auch in Musik und Kunst (und insbesondere in der Klangkunst) finden sich zahlreiche Beispiele für Sonifikationen bzw. die Transformation von Bildern in Klang. Wie aber ist angesichts dessen der tatsächliche Stellenwert von Sonifikationstechniken zu bemessen? Wirft die „Verklanglichung von Daten“ ein neues oder anderes Licht auf die Musik- und Kompositionsgeschichte? Welche Beispiele stechen hier besonders hervor? Was bedeutet schließlich die wissenschaftliche bzw. künstlerische Arbeit mit Datenklängen in Anbetracht der Tatsache, dass in den vergangenen Jahren (etwa im Filmsound- und Produktdesign) erhebliche Anstrengungen unternommen worden sind, Strategien zur unbewussten Steuerung von Hörern durch gestaltete Klänge zu formulieren, die zumeist auf die Erzeugung kalkulierter Reaktionen, Assoziationen und Lesarten zielen? Dort, wo die Methoden der Sonifikation an die Grenze zum Sounddesign geraten, stellt sich das Thema „Kulturgeschichte der Sonifikation“ als weiter gedachte Frage nach einer „Ästhetik der Verklanglichung“.ger
dc.language.isoger
dc.publisherHumboldt-Universität zu Berlin
dc.subjectKunstger
dc.subjectMusikger
dc.subjectSonifikationger
dc.subjectICADger
dc.subjectSchallwellenger
dc.titleDatenkörper aushorchen
dc.typearticle
dc.subtitleBlicke in die Vergangenheit eines zukunftsgewandten Diskurses
dc.identifier.urnurn:nbn:de:kobv:11-100186151
dc.identifier.doihttp://dx.doi.org/10.18452/6856
local.edoc.container-titleKünstlerische Forschung…Artistic Research…
local.edoc.type-nameZeitschriftenartikel
local.edoc.container-typeperiodical
local.edoc.container-type-nameZeitschrift
local.edoc.container-volume2011
local.edoc.container-issue2
local.edoc.container-firstpage2
local.edoc.container-erstkatid2063498-5

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