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2010-11-12Zeitschriftenartikel DOI: 10.18452/6929
Kinematografie als Mediumder Umweltforschung Jakob von Uexkülls
dc.contributor.authorKynast, Katja
dc.contributor.editorFischel, Angela
dc.date.accessioned2017-06-16T12:41:57Z
dc.date.available2017-06-16T12:41:57Z
dc.date.created2010-11-12
dc.date.issued2010-11-12
dc.identifier.urihttp://edoc.hu-berlin.de/18452/7581
dc.description.abstractIm Dezember 1898 begibt sich der Zoologe Jakob von Uexküll auf eine besondere Reise nach Paris zu Étienne-Jules Marey, um sich von diesem in die chronofotografische Aufzeichnungsmethode einweisen zu lassen. Diese Begegnung bildet den Auftakt für Uexkülls Verwendung kinematografischer Dispositive in seiner Forschung. Der Beitrag untersucht die Verbindungslinien zwischen dem Dispositiv Kinematografie und ihrer wissenschaftlichen Anwendung durch den Zoologen Jakob von Uexküll. Die Umwelt des Forschers, so die grundlegende These, hat sich durch optische Medien just in dem Moment verändert, als der Terminus durch Uexküll in seiner biologischen wie kulturwissenschaftlichen Dimension definiert wurde. Generell lässt sich bei Uexküll zwischen dem praktischen Einsatz der Kinematografie als experimenteller Methode und ihrer theoretischen Funktion als Gedankenexperiment, Wahrnehmungsmodell und Erfahrung unterscheiden. Für die praktische Anwendung der Kinematografie scheint die chronofotografische Aufzeichnung zentral. Hier ist zu analysieren, wie Uexküll den immateriellen Faktor einer planmäßigen Ausgestaltung der Organismen mittels Chronofotografie sichtbar machen wollte. Zudem nutzt Uexküll die Möglichkeit des Kinos verschiedene Wahrnehmungsmodi zu simulieren, um seinen Lesern seine perspektivierende, nicht-anthropozentrische Herangehensweise zu veranschaulichen. Erkenntnis- wie wahrnehmungstheoretisch verortet der Beitrag Uexküll im 19. Jahrhundert, als das sogenannte subjektive Sehen, also die physiologischen Grundlagen der Wahrnehmung, auch mittels präkinematografischer Verfahren erforscht wurde. Anschließend daran betont er das Subjektive am Wahrnehmungsvorgang, das er mithilfe (prä-)kinematografischer Verfahren wie Zeitlupe, Zeitraffer und Nachbildwirkung belegen möchte. Zudem knüpft Uexküll an die Momenttheorie Karl Ernst von Baers an, um die subjektiven Zeiten jeden Individuums, die der Umweltforscher berücksichtigen muss, definieren zu können.ger
dc.language.isoger
dc.publisherHumboldt-Universität zu Berlin
dc.subjectUmweltger
dc.subjectJakob von Uexküllger
dc.subjectÉtienne-Jules Mareyger
dc.subjectChronofotografieger
dc.subjectVerhaltensforschungger
dc.titleKinematografie als Mediumder Umweltforschung Jakob von Uexkülls
dc.typearticle
dc.identifier.urnurn:nbn:de:kobv:11-100177662
dc.identifier.doihttp://dx.doi.org/10.18452/6929
local.edoc.container-titleSehen, Entwerfen, Erkennen.Wahrnehmungsmodelle der Kunst, Wissenschaft und Kultur
local.edoc.type-nameZeitschriftenartikel
local.edoc.container-typeperiodical
local.edoc.container-type-nameZeitschrift
local.edoc.container-volume2010
local.edoc.container-issue4
local.edoc.container-firstpage6
local.edoc.container-erstkatid2063498-5

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