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2002-03-21Zeitschriftenartikel DOI: 10.18452/6977
Rekonstruktion als Methode der Denkmalpflege
dc.contributor.authorHertzig, Stefan
dc.date.accessioned2017-06-16T13:01:55Z
dc.date.available2017-06-16T13:01:55Z
dc.date.created2007-01-16
dc.date.issued2002-03-21
dc.identifier.urihttp://edoc.hu-berlin.de/18452/7629
dc.description.abstractEine Denkmalpflege, die den Monumenten wirklich gerecht werden will, muss diese sowohl als Geschichts- als auch als Kunstdenkmale betrachten. In diesem Sinne ist vor jedem Eingriff eine (Aus-)Wertung der Denkmalqualitäten nötig. In der denkmalpflegerischen Praxis kommt man dadurch niemals ohne Rekonstruktionen aus. Wichtig erscheint die Verankerung der Denkmalpflege in der Öffentlichkeit. An berühmten Dresdner Beispielen sollen die Thesen verdeutlicht werden: Die permanente Wiederherstellung und Vervollständigung des Zwingers während mehr als 200 Jahren. Der rekonstruktive Wiederaufbau der Semperoper im Sinne einer �größeren Retusche�. Der Wiederaufbau �eines� Dresdner Residenzschlosses als bewusste Schaffung eines �mixtum compositum� verschiedener Bauetappen. Die aus den Beispielen resultierenden Erkenntnisse lassen sich auf das Dresdner Neumarktgebiet als eines Falles für eine � z. Z. von der Öffentlichkeit geforderte � �Komplettrekonstruktion� übertragen: Den zerstörten Denkmalen kam im einzelnen wie auch als Ensemble (harmonische Einheit!) großer kunsthistorischer Wert zu bzw. sie waren von nicht zu unterschätzender Bedeutung für die Identität der Stadt. Das Gebiet kann städtebaulich-räumlich klar eingegrenzt werden. Es besteht durch die Rekonstruktionen die Möglichkeit, die hier noch erhaltenen oder wiederhergestellten �Originale� (Johanneum, Landhaus, Kurländer Palais, Frauenkirche) in ihrer geschichtlichen wie auch in ihrer künstlerischen Dimension wieder verständlich zu machen. Noch vorhandene Originalsubstanz der Bauten (Keller, Fassadenfragmente) können eingefügt werden. Die Rekonstruktion kann auf der Grundlage einer sehr guten fotografischen und planmäßigen Dokumentation auf wissenschaftliche Weise durchgeführt werden. Zum Schluss bleibt die Erkenntnis, dass das vordringliche Beschäftigungsobjekt der Denkmalpflege natürlich die noch erhaltenen Originale sein müssen. Komplettrekonstruktionen sollten deshalb nicht das Anliegen der Denkmalpflege, sondern einer engagierten Öffentlichkeit (Bürgerinitiativen!) sein. Die Denkmalpflege sollte aber auf keinen Fall zum Verhinderer von Rekonstruktionen werden, sondern diese wissenschaftlich begleiten (Bereitstellung von Dokumentationsmaterial, fachmännische Betreuung der Durchführung) und sachlich über Chancen aber auch Grenzen von Rekonstruktionen informieren.ger
dc.language.isoger
dc.publisherHumboldt-Universität zu Berlin
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subjectSymposiumger
dc.subjectRekonstruktionger
dc.titleRekonstruktion als Methode der Denkmalpflege
dc.typearticle
dc.identifier.urnurn:nbn:de:kobv:11-10073636
dc.identifier.doihttp://dx.doi.org/10.18452/6977
local.edoc.article-categorySymposium
local.edoc.type-nameZeitschriftenartikel
local.edoc.container-typeperiodical
local.edoc.container-type-nameZeitschrift
local.edoc.container-volume2002
local.edoc.container-issue1
local.edoc.container-year2002
local.edoc.container-firstpage9
local.edoc.container-erstkatid2063498-5

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