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2017-03-31Zeitschriftenartikel DOI: 10.18452/7361
Anmerkungen zur Wissenszirkulation in der Kunst- und Bildgeschichte
dc.contributor.authorKönig, Susanne
dc.contributor.editorHengst, Lutz
dc.contributor.editorKant, Christiane G.
dc.date.accessioned2017-06-16T14:56:45Z
dc.date.available2017-06-16T14:56:45Z
dc.date.created2017-04-04
dc.date.issued2017-03-31
dc.identifier.urihttp://edoc.hu-berlin.de/18452/8013
dc.description.abstractIn diesem Aufsatz wird die Idee der Wissenszirkulation aus der Geschichtswissenschaft vorgestellt und auf ihre Anwendbarkeit in der Kunstgeschichte untersucht. Die Gründe für diese Erörterung liegen in der Erkenntnis, dass ein Kunstwerk als Träger von Wissen fungiert. Wissen hat somit nicht einen definierbaren Ursprung an einem einzigen, sozial, institutionell und kulturell eingrenzbaren 'Ort', sondern entsteht in einer kulturellen Produktion und in gesellschaftlichen Kräfteverhältnissen. Damit ist der Künstler nicht mehr der alleinige Autor und Produzent eines Kunstwerkes. Das Kunstwerk entsteht somit zwar durch den Künstler, das Wissen jedoch ist eine – im, durch oder über das Kunstwerk – gesellschaftliche Produktion. Dementsprechend kristallisiert sich im Kunstwerk ein Wissen einer Zeit, an dessen Entstehung unterschiedlichste Faktoren zusammenwirken. Die Wissensgeschichte untersucht unter anderem das im Objekt gespeicherte Wissen sowie die Art und Weise seiner Weitergabe und beschreibt dies als eine Zirkulation. Bei dieser Analyse der Wissenszirkulation wurde festgestellt, dass (1) Wissen zeitlich und örtlich zwischen verschiedenen Disziplinen und Akteuren zirkuliert, jedoch jeweils mit einer unterschiedlichen Intensität, dass (2) Wissen nicht gleichzusetzen ist mit wissenschaftlichem Wissen, sondern auch Wissensformen wie Alltagswissen oder praktisches Wissen (tacit knowledge) umfassen kann, dass (3) Wissen nicht unabhängig von einem Träger vermittelt wird, dass (4) Wissen keinen definierbaren Ursprung hat und auf ein Konglomerat unterschiedlichster Akteure und Aktanten zurückzuführen ist, dass (5) Wissen unter den Bedingungen komplexer Machtverhältnisse entsteht und zirkuliert und dass (6) Wissen durch die inneren und äußeren Kontrollfunktionen des Diskurses reguliert wird. Der Aufsatz macht erste Anmerkungen dazu, ob und wie diese Untersuchung des Wissens auch für die Kunstgeschichte fruchtbar gemacht werden kann.ger
dc.language.isoger
dc.publisherHumboldt-Universität zu Berlin
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subjectMethodenger
dc.subjectWissenger
dc.subjectKunstwissenschaftger
dc.subjectWissenzirkulationger
dc.titleAnmerkungen zur Wissenszirkulation in der Kunst- und Bildgeschichte
dc.typearticle
dc.identifier.urnurn:nbn:de:kobv:11-100245956
dc.identifier.doihttp://dx.doi.org/10.18452/7361
local.edoc.container-titleNachdenken über Methoden der Kunst- und Bildwissenschaften
local.edoc.type-nameZeitschriftenartikel
local.edoc.container-typeperiodical
local.edoc.container-type-nameZeitschrift
local.edoc.container-volume2017
local.edoc.container-issue1
local.edoc.container-firstpage6
local.edoc.container-erstkatid2063498-5

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