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2017-04-01Zeitschriftenartikel DOI: 10.18452/7396
Instagram als Hyperimage
dc.contributor.authorMännig, Maria
dc.contributor.editorBartelsheim, Sabine
dc.date.accessioned2017-06-16T15:06:22Z
dc.date.available2017-06-16T15:06:22Z
dc.date.created2017-04-04
dc.date.issued2017-04-01
dc.identifier.urihttp://edoc.hu-berlin.de/18452/8048
dc.description.abstractHyperimage nennt Thürlemann die Verknüpfung von mehreren Bildern zu verschiedenartigen Einheiten, die sich in Sammlungen materiell und immateriell artikulieren. Analog zum Hypertext, erkennt der Autor in Methoden der Kunst- und Sammlungsgeschichte Vorläufer digitaler Praktiken. Der textbasierte Ausgangspunkt von Thürlemanns Argumentation gehört in einer sich mehr und mehr auf die visuelle Kommunikation verlagernden Kultur allerdings auf den Prüfstand. Hyperimages werden in den sozialen Netzwerken, wie Tumblr, Instagram oder Pinterest in Form von Streams konstant erzeugt; neben das statische tritt zudem das bewegte Bild. Die stetig sich erweiternden und erneuernden Bildansammlungen generieren sich zum einen aus semantischen Annotationen, in Form von Hashtags und zum anderen durch Techniken, wie das Rebloggen, die auf assoziativer Basis funktionieren. Neben der Ermächtigung zur Bildproduktion, ist auch das Kuratieren im digitalen Raum mittlerweile zur Routine geworden, die prinzipiell für alle zur Verfügung steht. Am Beispiel von Instagram wird für die digital, etwa per Hashtag erzeugten Hyperimages gefragt, was diese Bildcluster im Innersten zusammenhält. Versuchsweise wird das Phänomen mit Hilfe der Memetik erklärt. Der Mem-Begriff ist kein ganz unbelasteter, stammt er doch aus der Biologie. Durch nachahmenden Charakter entwickeln sich Lebewesen weiter – so die Theorie. Etymologisch besteht eine Verwandtschaft zur Mimesis, dem Kernbegriff der klassischen Kunsttheorie. Diese umschreibt die Nachahmung der Wirklichkeit. Mimetisch funktioniert jedoch auch die Geschichte der Kunst, die von Kulturtransfers lebt: Motiv-Wanderungen und Stil-Adaptionen zeugen davon. Unter anderem bedingt die Selfie-Kultur ihrerseits mimetische Qualitäten. Innerhalb der Netzkultur lässt sich in Bezug auf die Kunstrezeption nicht zuletzt aufgrund der Konjunktur von Selfies – so die These – ein Trend zur Figuration zu beobachten. Hier zeichnen sich Tendenzen der Umcodierung und der Rekanonisierung ab. Abseits des modernen Originalitätsparadigmas scheint sich hier gegenwärtig darüber hinaus mit der dividuellen Produktion ein neues Prinzip zu etablieren.ger
dc.language.isoger
dc.publisherHumboldt-Universität zu Berlin
dc.subjectHyperimageger
dc.titleInstagram als Hyperimage
dc.typearticle
dc.identifier.urnurn:nbn:de:kobv:11-100245982
dc.identifier.doihttp://dx.doi.org/10.18452/7396
local.edoc.container-titleHyperimages in zeitgenössischer Kunst und Gestaltung 2
local.edoc.type-nameZeitschriftenartikel
local.edoc.container-typeperiodical
local.edoc.container-type-nameZeitschrift
local.edoc.container-volume2017
local.edoc.container-issue1
local.edoc.container-firstpage3
local.edoc.container-erstkatid2063498-5

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