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2004-05-30Zeitschriftenartikel DOI: 10.18452/7414
Die gewalttätige Bildwerdung des Animalischen
dc.contributor.authorUllrich, Jessica
dc.date.accessioned2017-06-16T15:11:50Z
dc.date.available2017-06-16T15:11:50Z
dc.date.created2007-01-16
dc.date.issued2004-05-30
dc.identifier.urihttp://edoc.hu-berlin.de/18452/8066
dc.description.abstractDie Verwendung des toten oder lebenden Körpers des Tieres als Bild, als Material oder als Medium in bildender Kunst und visueller Kultur geht von der Vorstellung einer Hierarchie der Lebewesen aus, bei der der übergeordnete Mensch das untergeordnete Tier in jeder Form beherrscht und in Bilder zwingt. Die Vorstellung vom Tier als passivem Objekt und vom Menschen als aktivem Subjekt dominiert die westliche Geistes- und Naturwissenschaft, woraus sich die Behandlung des Tieres als Objekt auch in künstlerischen Repräsentationen ableitet. Während in der Bildhauerei oft der tote und zuweilen auch der lebende Tierleib als künstlerisches Material verwendet wird, nimmt das Tier in eher performativ orientierten Arbeiten die Rolle eines Mediums im Sinne eines Vermittlers ein. Das animalische Gegenüber kann in seiner organischen Materialität zum Vehikel für Bedeutung, zum Versuchsobjekt, zum Kommunikationspartner oder zum Träger physikalischer Vorgänge werden. Es kann in der Kunst ebenso wie in der alltäglichen Lebenswirklichkeit Experimentierfeld sein, Werbeträger, biotechnisch manipulierbare Ware oder Opfer ritueller Handlungen und sexuellen Missbrauchs. In diesem Beitrag soll die strukturelle und körperlich manifeste Gewalt gegen Tiere in der bildenden Kunst seit Mitte des 20. Jahrhunderts in ihren verschiedenen Ausprägungen aufgezeigt werden sowie Möglichkeiten des Ausbruchs daraus. In der Betrachtung der unterschiedlichen künstlerischen Positionen zum tierischen Gegenüber (u. a. von Jonathan Horowitz, Damien Hirst, Christian Lemmerz, Marc Dion, Iris Schieferstein, Eduardo Kac sowie Rosemarie Trockel und Carsten Höller), stellen sich zwei weit reichende (?naturgemäß? anthropozentrisch motivierte) ethische Fragen: Erstens: Was geschieht durch die Bildwerdung mit dem Tier? Und zweitens: Kann Kunst die ethischen und gesellschaftlichen Implikationen des Umgangs mit dem Tier nur aufzeigen und beschreiben, oder kann sie diese aktiv mitgestalten?ger
dc.language.isoger
dc.publisherHumboldt-Universität zu Berlin
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subjectTierger
dc.subjectMedienger
dc.subjectGewaltger
dc.subjectBildhauereiger
dc.titleDie gewalttätige Bildwerdung des Animalischen
dc.typearticle
dc.identifier.urnurn:nbn:de:kobv:11-10074417
dc.identifier.doihttp://dx.doi.org/10.18452/7414
local.edoc.article-categoryMedialität und Animalität
local.edoc.type-nameZeitschriftenartikel
local.edoc.container-typeperiodical
local.edoc.container-type-nameZeitschrift
local.edoc.container-volume2004
local.edoc.container-issue3
local.edoc.container-year2004
local.edoc.container-erstkatid2063498-5

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