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2004-06-25Zeitschriftenartikel DOI: 10.18452/7418
Material oder Partner? - Das Tier und die Performance Art
dc.contributor.authorMeyer, Helge
dc.date.accessioned2017-06-16T15:13:05Z
dc.date.available2017-06-16T15:13:05Z
dc.date.created2007-01-16
dc.date.issued2004-06-25
dc.identifier.urihttp://edoc.hu-berlin.de/18452/8070
dc.description.abstractDer Mensch projiziert eigene Bildvorstellungen auf das Tier. Er benutzt das Tier, um ihm Symbolwerte zuzuschreiben, die in sein Weltverständnis einfügbar sind. Tiere sind dem Menschen oft nah, können seiner Übermacht jedoch nur wenig entgegensetzen: Er hat sie sich Untertan gemacht. Dennoch haben Tiere eigene Verhaltensoptionen, die in der Begegnung mit dem Menschen nicht selten mit dem Begriff ?Wildheit? umschrieben werden. In der Geschichte der Beziehung zwischen Mensch und Tier gibt es Punkte der Berührung und der Abgrenzung, der Bewunderung und der Ablehnung. In der Performance Art wird die Unberechenbarkeit des Tieres zur Herausforderung: Eine vollständige Kontrolle in der Aktion ist nur schwer möglich. Das Tier wird entweder selbst zum Gestalter oder vom beherrschenden Menschen zum reinen Darsteller gemacht. In anderen Fällen verkommt es zum objekthaften Materialträger, der sich kaum vom Unbelebten unterscheidet. In einer vergleichenden Betrachtung werden die Motive verschiedener Performancekünstler in Bezug auf die Verwendung von animalischen ?Ko-Performern? untersucht. Das Spektrum reicht von der bewundernden Unterordnung (Joseph Beuys) über die Ausweidung (Hermann Nitsch) bis hin zur ökologischen Studie (Mark Thompson). In jüngster Zeit nähern sich Performer wie Barbara Sturm bezogen auf eine Schildkröte oder Kira O´Reilly bezogen auf Blutegel Tieren auf einer Ebene, auf der ihr natürliches Verhalten zum Ausgangspunkt eigener Handlungen oder Bilder wird. Es werden in anderen Arbeiten poetische, metaphorische Szenarien mit tierischem Material hergestellt, wie in den Performances von Alastair MacLennan, Zhang Huan oder Rudolf Schwarzkogler. Bei vielen Performern werden echte Kommunikationsversuche mit lebenden oder toten Tieren unternommen: Boris Nieslony beispielsweise arbeitet ebenso wie Rose Finn-Kelceys mit Vögeln; Marina Abramovic hingegen mit Schlangen. Es wird versucht, einen Kontakt mit den Tieren herzustellen, der nicht von einer Benutzung der Tiere als Material sondern von der Bereicherung der eigenen Ausdrucksweise als Künstler angespornt ist. Der vorliegende Text beleuchtet schlaglichtartig verschiedene Aspekte des Vorkommens von Tieren in der Aktionskunst. Es handelt sich um eine Sammlung von Materialien, die den Variationsreichtum in der Bildsprache der Performance Art in Bezug auf die Verwendung von Tieren widerspiegeln soll.ger
dc.language.isoger
dc.publisherHumboldt-Universität zu Berlin
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subjectTierger
dc.subjectPerformanceger
dc.subjectOleg Kulikger
dc.subjectBeuysger
dc.titleMaterial oder Partner? - Das Tier und die Performance Art
dc.typearticle
dc.identifier.urnurn:nbn:de:kobv:11-10073253
dc.identifier.doihttp://dx.doi.org/10.18452/7418
local.edoc.type-nameZeitschriftenartikel
local.edoc.container-typeperiodical
local.edoc.container-type-nameZeitschrift
local.edoc.container-volume2005
local.edoc.container-issue3
local.edoc.container-year2005
local.edoc.container-firstpage1
local.edoc.container-erstkatid2063498-5

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