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2009-02-20Zeitschriftenartikel DOI: 10.18452/7585
Die politischen Bilder und radikalen Ausdrucksformen der Suffragetten. Bilder der Heroisierung, des Martyriums und der Radikalität in der britischen Suffragettenbewegung
dc.contributor.authorGünther, Jana
dc.contributor.editorProkasky, Judith
dc.date.accessioned2017-06-16T15:59:35Z
dc.date.available2017-06-16T15:59:35Z
dc.date.created2009-02-18
dc.date.issued2009-02-20
dc.identifier.urihttp://edoc.hu-berlin.de/18452/8237
dc.description.abstractNach der Jahrhundertwende avancierten die militanten Frauenwahlrechtlerinnen Großbritanniens - die Suffragetten - zu wahren Galionsfiguren moderner und Aufsehen erregender politischer Inszenierungsformen. Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielten in diesem Zusammenhang die Visualisierungsstrategien der Bewegung, welche sich in zahlreichen Fotografien, Images und Symbolen widerspiegelt. Die Suffragetten übernahmen Teile des Aktionsrepertoires der Arbeiterbewegung, erprobten spektakuläre Akte kollektiven zivilen Ungehorsams und kreierten neue ikonografische Stilmittel, um ihr Anliegen in der Öffentlichkeit geeignet und medienwirksam zu platzieren. Demonstrative Protestformen, die damit verbundene kollektive Repräsentation des politischen Anliegens und die Formierung der "Truppe" nach innen und nach außen können als wichtige Theatralisierungsmomente der Suffragettenbewegung definiert werden. Exemplarisch für die radikale und militante symbolische Politik der frühen britischen Frauenbewegung ist die Entwicklung der Women´s Social and Political Union (WSPU). Bereits 1904 kam es zu ersten öffentlichkeitswirksamen Auftritten. Ab 1911 gab die WSPU jedoch ihre demonstrativen Protestformen zugunsten einer Kampagne der "Deeds not Words" auf. Sie bedienten sich zunehmend eines militärischen und religiösen Bild- und Inszenierungsrepertoires und definierten ihren "Guerrilla warfare" als "holy crusade". Da die politisch aktiven Frauen gänzlich dem noch etablierten viktorianischen Bild der sittsamen Haus- und Ehefrau widersprachen, standen militante wie gemäßigte Wahlrechtlerinnen vor der besonderen Herausforderung, sich selbst in einer Perspektive "neuer Weiblichkeit" zu inszenieren, ohne tradierte Geschlechtermuster zu reproduzieren. Einerseits identifizierten sich die Suffragetten als Opfer männlicher Unterdrückung, andererseits agierten sie als aktive Täterinnen und streitbare Schwestern, welche die männlich konnotierten Symbole der politischen Macht gezielt angriffen. Neben der Darstellung einer "neuen Weiblichkeit" spielten auch der Bezug der Bewegung auf Jeanne d´Arc, das britische Empire und die Adaption militärischer Stilmittel eine wesentliche Rolle in Auftreten und Darstellung der Suffragetten in der Öffentlichkeit.ger
dc.language.isoger
dc.publisherHumboldt-Universität zu Berlin
dc.subjectFrauenwahlrechtlerinnenger
dc.subjectSuffragettenger
dc.titleDie politischen Bilder und radikalen Ausdrucksformen der Suffragetten. Bilder der Heroisierung, des Martyriums und der Radikalität in der britischen Suffragettenbewegung
dc.typearticle
dc.identifier.urnurn:nbn:de:kobv:11-10096314
dc.identifier.doihttp://dx.doi.org/10.18452/7585
local.edoc.container-title"Besser als 100 gesprochene Worte" Bilder im Kampf gegen den Faschismus 1918–1933
local.edoc.type-nameZeitschriftenartikel
local.edoc.container-typeperiodical
local.edoc.container-type-nameZeitschrift
local.edoc.container-volume2009
local.edoc.container-issue1
local.edoc.container-firstpage2
local.edoc.container-erstkatid2063498-5

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