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1982-01-01Teil eines Buches DOI: 10.18452/9271
Vernunft und Leidenschaft, individuelles Glück und soziale Norm
dc.contributor.authorBrockmeier, Peter
dc.contributor.editorLämmert, Eberhard
dc.date.accessioned2017-06-17T00:33:49Z
dc.date.available2017-06-17T00:33:49Z
dc.date.created2006-12-10
dc.date.issued1982-01-01
dc.identifier.isbn3-476-00472-4
dc.identifier.urihttp://edoc.hu-berlin.de/18452/9923
dc.description.abstractEinige bekannte Novellensammlungen der Romania werden mit der folgenden Fragestellung untersucht: In welchem Umfang wird den Erzählfiguren die Fähigkeit verliehen, im Rahmen vorgegebener sozialer Normen selbständig ihr Glück und ihre individuellen Interessen zu vertreten und durchzusetzen? In der Novellistik werden die Vernunft sowie die von ihr vertretenen sozialen Normen oder individuelle Leidenschaften jeweils als Faktoren eingesetzt, die die Handlungsfähigkeit des Einzelnen einschränken oder befördern, die seinem Interesse, seinem Glück im Wege stehen oder es begründen. Giovanni Boccaccio und Margarete von Navarra haben ihren Figuren die Klugheit verliehen, damit sie ihr individuelles Glück gegen starre konventionelle Normen erringen können; rationale Verhaltensweisen schaffen einen gewissen Freiraum, um individuelle Bedürfnisse oder Leidenschaften zu befriedigen. Matteo Bandello glaubt die unbedingte Einhaltung der sittlichen Normen zu befördern, indem er die schreckliche Destruktivität der Leidenschaften in den Mittelpunkt seiner Novellen rückt. Miguel de Cervantes hat seine Vorgänger überboten, insofern seine Figuren glauben, ihre Leidenschaft wäre ihre Vernunft; erst am Ende ihres Lebens erkennen sie, dass diese Idee ein Trug ist. Guy de Maupassant hat seinen Erzählfiguren und Lesern auch diesen allerletzten Trost versagt, weil ihre Denk- und Verhaltensweisen von sozialen Umständen, von individuellen Anlagen oder von äußeren Situationen bestimmt werden, ohne dass sie diese bestimmenden Faktoren selbst ahnten oder durchschauten.ger
dc.language.isoger
dc.publisherHumboldt-Universität zu Berlin
dc.subjectGiovanni Boccaccioger
dc.subjectFranco Sacchettiger
dc.subjectMargarete von Navarrager
dc.subjectMiguel de Cervantesger
dc.subjectMatteo Bandelloger
dc.subjectMme de Lafayetteger
dc.subjectVoltaireger
dc.subjectGuy de Maupassantger
dc.subject.ddc840 Französische Literatur
dc.subject.ddc850 Italienische, rumänische, rätoromanische Literatur
dc.subject.ddc800 Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
dc.titleVernunft und Leidenschaft, individuelles Glück und soziale Norm
dc.typebookPart
dc.subtitleBemerkungen zu einer thematischen Struktur der Novellistik seit Boccaccio
dc.identifier.urnurn:nbn:de:kobv:11-10071618
dc.identifier.doihttp://dx.doi.org/10.18452/9271
dc.contributor.lecturerLämmert, Eberhard
local.edoc.container-titleErzählforschung : ein Symposion
local.edoc.type-nameTeil eines Buches
local.edoc.institutionHumboldt-Universität zu Berlin
local.edoc.container-typebook
local.edoc.container-type-nameBuch
local.edoc.container-publisher-nameJ.B.Metzler
local.edoc.container-publisher-placeStuttgart
local.edoc.container-firstpage367
local.edoc.container-lastpage383
dc.description.versionPeer Reviewed

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